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Ferienflieger Condor verbessert operative Zahlen

Condor Airbus A320
Condor Airbus A320, © Martin Rogosz

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FRANKFURT - Condor geht mit verbesserten operativen Zahlen auf die Suche nach einem neuen Investor. Im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr 2018/2019 hat die deutsche Airline des  insolventen Thomas-Cook-Konzerns ihren operativen Gewinn um 32 Prozent auf rund 57 Millionen Euro gesteigert.

Der Umsatz kletterte Angaben der Airline um sechs Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Auch die Zahl der Passagiere wuchs bei stabilen Ticketerlösen und einer Flugzeugauslastung an die 90 Prozent um 7 Prozent auf 9,4 Millionen Menschen.

Die Condor war im September mit der Pleite ihres britischen Mutterkonzerns Thomas Cook in Schwierigkeiten geraten. Die Gesellschaft mit 58 Flugzeugen und rund 4.900 Mitarbeitern ist ein wichtiger Partner verschiedener Reiseveranstalter.

In einem sogenannten Schutzschirmverfahren ist sie aus dem Konzern herausgelöst worden und sucht nun unter Aufsicht eines Sachwalters bis zum Frühjahr nach neuen Investoren.

Am 1. Dezember wird das Hauptverfahren eröffnet. Zur Überbrückung des Winters hat die Gesellschaft einen staatlichen Kredit über 380 Millionen Euro erhalten.

"Wir sind ein operativ gesundes und profitables Unternehmen", sagte Condor-Chef Ralf Teckentrup. "Damit baut Condor ihre Marktführerschaft im touristischen Ferienfluggeschäft weiter aus."

Dem Unternehmen sei es auch gelungen, die weggefallenen Kontingente der Thomas-Cook-Veranstalter anderweitig zu verkaufen. Die Buchungen seien deutliche Vertrauensbeweise der Veranstalter, der Reisebüros und der Endkunden.
© dpa | Abb.: Thomas Cook | 26.11.2019 10:06

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Beitrag vom 27.11.2019 - 13:44 Uhr
@Muck:
Ich habe die Meldungen alle gelesen, keine Sorge. Und egal wie man es auslegt, es hat schon im Frühjahr niemand ernsthaft zugeschlagen. Ich sehe auch einen Laden, der 1700 Millionen Euro umsetzt und dabei 57 Millionen in den eigenen Kassen halten kann, nicht gerade als gut gerüstet an.
Beitrag vom 27.11.2019 - 12:58 Uhr
@Muck
der geplatzte Verkauf waren eher handwerkliche Fehler (die notwendigen Sicherheiten für die in vielen Ländern nötigen Reise Sicherungsscheine waren nicht vorhanden, das waren die 200 Mio.).
Ohne die Sicherheiten dafür hätte Fosun in der EU keine Reisen verkaufen dürfen.
Beitrag vom 27.11.2019 - 10:25 Uhr
@Debaser:
Der Kredit soll nur die Liquidität im Winter sichern. Im Frühjahr ist die Kasse eines Ferienfliegers immer randvoll, die Rückzahlung ist also überhaupt kein Thema. Das liegt daran, dass die Ticketerlöse für die heiße Sommersaison zum Großteil in der Kasse sind, die Kosten aber erst im Sommer entstehen. Im Herbst sind die Kassen leer, weil das Sommerprogramm abgeflogen ist, die neuen Buchungen für den nächsten Sommer aber erst im Winter/Frühjahr erfolgen.


Auch wenn ich bezweifel, dass Condor im Frühjahr wirklich 350 Mio € auf dem Konto hat, wäre das so oder so kein gangbarer Weg. Wie sollen denn die Kosten im Sommer bezahlt werden, wenn man am Anfang der Sommermonate 350 Mio. € Kredit zurückzahlt? Das Geld fehlt dann sofort um den laufenden Betrieb zu bewältigen. Man wäre also sofort wieder von der Insolvenz bedroht.

Von daher sind die 350 Mio. nicht nur zur Überbrückung der Wintermonate, sondern zur Überbrückung bis ein neuer Geldgeber da ist, der den laufenden Betrieb und die Schulden finanziert.


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