Alberto Fernández und Pablo Ceriani
Älter als 7 Tage

Argentinien und seine Staatsairline geben sich neue Chefs

Aerolineas Argentinas A330-200
Aerolineas Argentinas A330-200, © Airbus S.A.S.

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BUENOS AIRES - Aerolíneas Argentinas besetzt ihren Chefposten neu. Pablo Ceriani tritt zeitgleich mit dem neuen Präsidenten des Landes an: Alberto Fernández wurde am 10. Dezember vereidigt, Cerianis Vorgänger Malvido hat zum gleichen Tag gekündigt. Was wie eine Randnotiz anmutet, hängt doch zusammen.

Malvido leitete Aerolíneas Argentinas während der Regierung des neoliberalen Präsidenten Mauricio Macri. Der hatte Ende 2017 die "Revolution der Flugzeuge" ausgerufen und ausländischen Billigfliegern die Tür zum argentinischen Markt geöffnet.

Ein Schock für die Hausdame Aerolíneas Argentinas, aus dessen Starre sie sich nach wie vor nicht komplett gelöst hat. Malvido versuchte, die Airline in profitable Bahnen zu lenken - und scheiterte immer wieder am Widerstand der Gewerkschaften. Macri wollte die Airline ganz loswerden.

Der neue Präsident lässt Gewerkschaften nun hoffen - und Billigflieger aufhorchen. "Sie haben Aerolíneas die profitablen Routen weggenommen. Alles ist möglich, wenn wir unter den gleichen Bedingungen antreten", sagte er Anfang Dezember vor Journalisten.

Aerolíneas Argentinas hält laut Daten der Luftfahrtbehörde nach wie vor 63 Prozent des argentinischen Marktes, LATAM 17 Prozent, flybondi neun Prozent. Mit der Übernahme des Betriebes von Norwegian Air Argentina ist Jetsmart auf Platz vier vorgerückt - mit acht Prozent Marktanteil. Andes kann ein Prozent für sich beanspruchen.

Welche Maßnahmen der Präsident seinen Worten folgen lässt, hat er noch nicht konkretisiert. Trotz der präsidentialen Rückendeckung muss Ceriani mit einer alternden Flotte und einem aufgeblähten Betrieb haushalten.

Mit den Billigfliegern hat die Hausdame dennoch einiges gemein: sie verdient ihr Brot in einem schwachen Peso und bezahlt einen Großteil ihrer Kosten in US-Dollar. Und all die potenziellen Passagiere, sie plagen angesichts einer schweren Wirtschaftskrise essentielle Sorgen. Die Wahl des nächsten Reiseziels gehört da eher nicht dazu.
© aero.de (boa) | Abb.: Aerolíneas Argentinas | 15.12.2019 10:36


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