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Airbus will Großbritannien treu bleiben

Guillaume Faury, Airbus
Guillaume Faury, Airbus, © Airbus

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LONDON - Airbus will sich trotz Brexit nicht aus Großbritannien zurückziehen. Ließ der frühere Konzernchef Tom Enders das Engagement des Unternehmens auf der Insel nach einem EU-Austritt offen, positionierte sich sein Nachfolger Guillaume Faury nun deutlich: Airbus wird in Großbritannien bleiben.

Die Tragflächenproduktion in Großbritannien ist laut Guillaume Faury sicher. Darüber hinaus will er das Gespräch mit der Regierung Boris Johnsons suchen, um das Geschäft auf die Wartung von Hubschraubern und sogar auf Weltraumprojekte auszuweiten.

Airbus beschäftigt über 13.500 Mitarbeiter an 25 Standorten in Großbritannien und unterstützt indirekt rund 100.000 Jobs bei Zulieferern. All diese stellte Tom Enders im Fall eines Brexit ohne Austrittsabkommen in Frage. Er befürchtete Verzögerungen an der Grenze und steigende Kosten.

Faury bezeichnete Großbritannien im November als sehr starken Industrie- und Technikstandort, den Airbus nicht verlassen wolle - seine jüngsten Äußerungen deuten nun auf eine weitere Entspannung der Beziehungen hin.

"Airbus ist dem Vereinigten Königreich und der gemeinsamen Arbeit mit der neuen Regierung an einer ehrgeizigen Geschäftsstrategie verpflichtet", sagte Faury. "Wir sehen für dieses Jahr großes Potenzial, unsere Aktivitäten dort zu verbessern und auszuweiten."

In Großbritannien werden Tragflächen für alle Airbus-Modelle hergestellt - die größten Werke befinden sich in bei Chester und Bristol. Auch ein Werk in Belfast, das zuvor Bombardier gehörte und nun Spirit AeroSystems, werden Tragflächen für Airbus hergestellt.

Laut Faury wird Großbritannien auch eine Schlüsselrolle auf Airbus' Weg hin zu CO2-armer und CO2-freier Technologie spielen. Wirtschaftsministerin Andrea Leadsom betonte Großbritanniens Stolz, eine der vier "Heimatnationen" von Airbus zu sein und versprach dem Flugzeugbauer, die EU im Konflikt zwischen ihm und Boeing zu unterstützen.

Die Regierung hat ihr zufolge im vergangenen Jahr 2.000 Luftfahrt-Jobs geschaffen und werde Airbus und die gesamte Branche nach dem Brexit weiter unterstützen.
© Bloomberg, aero.de (boa) | Abb.: Airbus | 12.01.2020 00:23

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Beitrag vom 13.01.2020 - 12:46 Uhr
Gute Nachricht für die Briten.

Es wirkt immer recht seltsam, wenn sich Unternehmenslenker mit leeren Drohungen in die Politik einmischen. Solches Verhalten steigert nicht gerade die Glaubwürdigkeit des gesamten Unternehmens.

Der Käser Seppl von Siemens zeigt gerade, wie man ein Firmenimage ruiniert.

AIRBUS sollte von solchem Gehabe Abstand nehmen.

Dieser Beitrag wurde am 13.01.2020 13:42 Uhr bearbeitet.


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