Flug PS752
Älter als 7 Tage

Ermittlungen zu 737-Absturz laufen an

UIA Boeing 737-800 UR-PSR
UIA Boeing 737-800 UR-PSR, © UIA

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TEHERAN - Flug PS752 endete am Mittwoch kurz nach dem Start in Teheran in einem Feuerball. Mehrere Länder sehen klare Hinweise auf Raketenbeschuss - der Iran bestreitet das und führt weiterhin einen technischen Defekt als Ursache an. Was ist bisher zum Tod der 176 Insassen bekannt?

Die Ermittlung der Ursache des Absturzes einer ukrainischen Boeing 737-800 bei Teheran hat begonnen. Iranische und ukrainische Experten hätten ihre Arbeit in einem Labor am Flughafen Mehrabad in der Hauptstadt Teheran aufgenommen, gab der Leiter der iranischen Luftfahrtbehörde, Ali Abedsadeh, am Freitag im iranischen Fernsehen bekannt.

Ihr Ziel sei die Auswertung der beiden schwer beschädigten Flugschreiber - des Flugdatenschreibers und des Aufzeichners der Geräusche in der Pilotenkanzel. Dabei geht es auch um die letzten Worte des Kapitäns.

Laut Abedsadeh hat der Iran die technischen Möglichkeiten, die Informationen aus den Flugschreibern auszuwerten. Doch sei mit der ukrainischen Seite vereinbart worden, bei Bedarf weitere Software und Geräte aus dem Ausland zu besorgen. Auch sollte die Option nicht ausgeschlossen werden, die Flugschreiber im Ausland auszuwerten.

Obwohl Videos aufgetaucht sind, die den Abschuss der Boeing belegen sollen und nach Ansicht unabhängiger Experten plausibel sind, hält Teheran an der These eines eines technischen Defekts fest. Das ist der aktuelle Faktenstand:

Wie begann der tragische Flug PS752?

Mit dem Flugziel Kiew hob die knapp vier Jahre alte Boeing 737-800 am Mittwochmorgen um 06.13 Uhr Ortszeit mit 176 Menschen an Bord von der Startbahn 29R des Teheraner Iman-Khomeini-Flughafens ab. In einer Zeit extremer Spannung wegen eines drohenden militärischen Konflikts Iran-USA erhielt der Pilot die Freigabe zum Steigflug auf 26.000 Fuß (7.925 Meter), um Funkkontakt mit der Flugsicherung in Mehrabad aufzunehmen.

Fünf Minuten nach dem Abheben hatte der zweistrahlige Jet eine Höhe von knapp 8000 Fuß (2.440 Meter) erreicht, als er nach einer Rechtskehre an Höhe verlor und vom Radar verschwand. Einen Notruf der Besatzung gab es nicht. Augenzeugen am Boden und in der Luft berichteten laut iranischer Luftfahrtbehörde CAO, der Jet sei brennend in einen Park des Teheraner Vororts Sabaschar gestürzt.

Worauf wird die These des Abschusses gestützt?


Die ersten Trümmerbilder aus Teheran lösten Spekulationen aus. Wenige Stunden nach dem Absturz war für den Unfallforscher Jan-Arwed Richter vom Flugsicherheitsbüro JACDEC klar: "Es sieht so aus, als wären Projektile durch die Außenhaut und die Tragfläche geschleudert worden - was immer das heißen mag."

Unverifiziertes Video soll Abschuss von Flug PS752 zeigen, © Bellingcat/Twitter

Später tauchten Videos auf, die einen Blitz am Nachthimmel zeigten. In Verbindung mit Berechnungen des Flugwegs nährten sie den Verdacht, dass eine Rakete mit im Spiel war. Kanada und Großbritannien verweisen daher auf Hinweise, die einen Abschuss durch eine iranische Rakete nahelegen. Schwierig ist, die Echtheit solcher Videos schnell unabhängig zu prüfen.

Wie soll der Abschuss erfolgt sein?

Flugabwehrraketen explodieren meist in direkter Nähe ihres Ziels und richten mit einem Splitterregen aus Kleinst-Projektilen maximalen Schaden an. Die Regierung in Kiew hatte nicht ausgeschlossen, dass die Boeing von einer Rakete des russischen Typs "Tor" getroffen worden sein könnte. Der Verteidigungsexperte Franz Klinzewitsch im russischen Föderationsrat wies das zurück.

Was sagt der Iran?

Die iranischen Flugsicherheitsbehörde CAO spricht von einem "technischen Problem". Die Spuren an der Aufschlagstelle deuteten an, dass das Flugzeug zunächst Richtung Westen aus dem Airport-Luftraum ausflog, "aber nach einem technischen Problem nach rechts schwenkte und eine Flugspur hatte, die eine Rückkehr zum Flughafen anzeigte", heißt es in einem CAO-Bericht.

Erwähnt wurde zuvor auch ein Triebwerkproblem. Eine Boeing 737-800 lässt sich allerdings auch mit einem Triebwerk in der Luft halten.

Wie soll die Absturzursache unabhängig geklärt werden?

Die iranische Luftfahrtbehörde CAO beruft sich bei ihrer Untersuchung auf Annex 13 des Chicagoer Abkommens der ICAO, dem der Iran 1950 beigetreten ist.

Als Land, in dem der Absturz passierte, leitet es die Untersuchung. Es hat signalisiert, dass es auch Behörden aus der Ukraine, den USA, Schweden und Kanada beteiligen will.

Die internationale Zivilluftfahrtbehörde ICAO bestätigte den Erhalt des vorläufigen CAO-Ermittlungsberichts und warnte vor Spekulationen. Die ICAO weist darauf hin, dass ein Abschlussbericht spätestens zwölf Monate nach dem Unglück vorliegen muss.

Die Behörde nimmt normalerweise nicht an den Untersuchungen teil, kann aber durch einen Vertreter als Beobachter hinzugezogen werden. Am Freitag begann die langwierige Untersuchung der Flugschreiber der Boeing durch iranische und ukrainische Experten.

Wer könnte vermitteln?

Frankreich bietet technische Hilfe bei der Untersuchung an. "Frankreich ist bereit, zu dem nötigen Gutachten beizutragen", sagte Außenminister Jean-Yves Le Drian am Freitag im Sender RTL. Es müsse die Wahrheit festgestellt werden; dabei müsse völlige Transparenz herrschen. Zu möglichen Ursachen äußerte er sich nicht.

Gab es bereits irrtümliche Abschüsse von Verkehrsjets?

Ja. In Zeiten extremer Spannung und höchster militärischer Bereitschaft gab es immer wieder Abschüsse von Verkehrsflugzeugen. Das betraf auch den Iran: Im Jahr 1988 wurde ein iranischer Airbus versehentlich vom US-Kriegsschiff "Vincennes" abgeschossen.

Wie unterscheiden Radargeräte Freund und Feind handelt?

Militärflugzeuge haben ein sogenannte IFF-System an Bord, das für die Erkennung von Freund oder Feind bestimmte automatische Signale sendet. Zivile Klein- und Großflugzeuge senden zur Identifizierung ebenfalls automatische Transponder-Codes, die ihnen von der Luftaufsicht zugeordnet werden. In der Theorie sind damit eigentlich Zweifel ausgeschlossen.

In der Praxis ist es aber - gerade bei älteren Raketensystemen - nicht ausgeschlossen, dass ein ziviles Flugziel irrtümlich ins Fadenkreuz gerät.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Fars, CCBYSA | 10.01.2020 12:37

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Beitrag vom 10.01.2020 - 17:42 Uhr
Der Hass und Zorn aus dieser Region auf Amerika ist gewaltig

Hm seltsam, die beste Kundschaft in McDonalds und sonstigen amerikanischen Fastfood Ketten in den Malls sind Araber. Futtern sich Reihenweise durch die Karte...

Hm seltsam, beinahe alle haben sie iPhones oder die neuesten Errungenschaften mit dem Betriebssystem Google Android.

Hm seltsam, die Malls bestehen zu großen Teilen aus Konsumgütern von amerikanischen Unternehmen, es wird konsumiert und gekauft was das Zeug hält.

Hm seltsam, über 50% der Flotte von Emirates besteht aus Fluggeräten der Firma Boeing, ein amerikanisches Unternehmen, wenn ich mich nicht täusche.

Ich würde das Mal dezent Doppelmoral nennen. Frei nach dem Motto "Wir hassen Amerika, aber die ganzen westlichen Konsumgüter nehmen wir selbstverständlich gerne".

In der Region gibt es zwei Großmächte: Saudi Arabien und Iran.
Urprünglich ging es bei dem Konflikt um die Ausrichtung vom Islam: Schiiten gegen Sunniten.
Inzwischen streiten sich die Mächte zusammen mit ihren Veründeten überall. Die Katarblockade ist genau so eine Folge wie der Jemenkrieg und auch in Syrien gibt es einen Stellvertreterkrieg.
Was ich damit sagen will: Der Iran hasst die USA, aber Saudi Arabien und Trump sind beste Freunde genau so wie Saudis Verbündeter VAE.
Beitrag vom 10.01.2020 - 17:01 Uhr
An Nicci72
Ich wollte nichts anderes sagen, als das was hier im Artikel auch erwähnt wurde:
"Die internationale Zivilluftfahrtbehörde ICAO bestätigte den Erhalt des vorläufigen CAO-Ermittlungsberichts und warnte vor Spekulationen. Die ICAO weist darauf hin, dass ein Abschlussbericht spätestens zwölf Monate nach dem Unglück vorliegen muss."

Also, es wird eine unahängige Untersuchung geben, allein schon aus Entschädigungsgründen für die Opfer und diese basiert nicht datauf, was Politiker vorgestern und gestern für die Absturzursache halten.
Sie können gerne weiter den "plausiblen Gründen" der Geheimdienste vertrauen. Vielleicht ist es ein Abschuss, ein Defekt oder anderes. Ich empfehle weiterhin Geduld
Beitrag vom 10.01.2020 - 16:39 Uhr
Der Hass und Zorn aus dieser Region auf Amerika ist gewaltig

Hm seltsam, die beste Kundschaft in McDonalds und sonstigen amerikanischen Fastfood Ketten in den Malls sind Araber. Futtern sich Reihenweise durch die Karte...

Hm seltsam, beinahe alle haben sie iPhones oder die neuesten Errungenschaften mit dem Betriebssystem Google Android.

Hm seltsam, die Malls bestehen zu großen Teilen aus Konsumgütern von amerikanischen Unternehmen, es wird konsumiert und gekauft was das Zeug hält.

Hm seltsam, über 50% der Flotte von Emirates besteht aus Fluggeräten der Firma Boeing, ein amerikanisches Unternehmen, wenn ich mich nicht täusche.

Ich würde das Mal dezent Doppelmoral nennen. Frei nach dem Motto "Wir hassen Amerika, aber die ganzen westlichen Konsumgüter nehmen wir selbstverständlich gerne".


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