2019-nCoV
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Lufthansa spürt Angst vor Coronavirus

Lufthansa Airbus A330-300
Lufthansa Airbus A330-300, © Ingo Lang, edition airside

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MÜNCHEN - Erstmals ist in Deutschland eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus bestätigt worden. Ein Mann aus dem Landkreis Starnberg in Bayern hat sich mit dem Erreger infiziert. Lufthansa merkt die Angst vor einer Infektion in rückläufigen Passagierzahlen von und nach Asien.

Das Virus kann eine Lungenkrankheit auslösen, an der im Hauptverbreitungsland China bereits mehr als 100 Menschen gestorben sind - die meisten davon waren ältere Patienten mit schweren Vorerkrankungen.

Der Patient in Bayern befindet sich nach Angaben der "Task Force Infektiologie" des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) klinisch in einem guten Zustand, wie es in der Mitteilung hieß. "Er wird medizinisch überwacht und ist isoliert." Weitere Angaben zu dem Mann machte der Sprecher zunächst nicht.

In Europa waren zuvor drei Infektionen mit dem neuartigen Virus nachgewiesen worden. Alle drei betrafen Menschen in Frankreich, die zuvor in China gewesen waren.

Die Gesamtzahl der weltweit bekannten Erkrankungen ist auf über 4.500 gestiegen, nachdem das chinesische Staatsfernsehen am Dienstag einen Sprung um mehr als 1.700 Fälle im Vergleich zum Vortag meldete.

Allein in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei habe es auch 24 weitere Todesopfer gegeben, so dass landesweit mindestens 106 Menschen an der Lungenkrankheit gestorben seien.

Das neue Virus 2019-nCoV stammt ursprünglich vermutlich von einem Markt in der chinesischen Millionenstadt Wuhan, wo es wohl von dort gehandelten Wildtieren auf den Menschen übersprang. Eine schützende Impfung oder eine spezielle Therapie zur Behandlung der Erkrankung gibt es nicht. Die Symptome - darunter trockener Husten, Fieber und Atemnot - können aber mit Medikamenten abgemildert werden.

Leere Sitze auf Asienrouten

Der neue Erreger ist dem Virus hinter der Sars-Epidemie 2002/2003 sehr ähnlich. Damals hatte es nach Daten der Weltgesundheitsorganisation zwischen November 2002 und Juli 2003 neun Nachweise in Deutschland gegeben. Todesfälle gab es hier nicht.

China hat im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung drastische Maßnahmen ergriffen: In Hubei wurden mehr als 45 Millionen Menschen weitgehend von der Außenwelt abgeschottet. Fern- und Nahverkehr wurden gestoppt.

Lufthansa verzeichnet wegen der Ausbreitung bereits einen Passagierrückgang auf Asienrouten, wie der Konzern gegenüber "n-tv" bestätigte. Passagiere, die einen Lufthansa-Flug nach China, mit Ausnahme Hongkong, bis 23 Februar gebucht haben, dürfen kostenfrei umbuchen.

Die Lufthansa bietet wöchentlich 45 Flüge zwischen China und Deutschland an, weitere Verbindungen unterhalten die Tochterairlines Swiss und Austrian.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Lufthansa | 28.01.2020 07:44

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Beitrag vom 28.01.2020 - 09:52 Uhr
Wobei der 23. Februar ja ein Witz ist. Ich habe für Mitte April einen Flug nach Shanghai zu einem Kongress gebucht, der am Wochenende wegen des Coronaviruses abgesagt wurde. Man erwartet, dass diese Problem mehrere Monate andauert und nicht nur bis zum 23. Februar !


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