Coronavirus
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Luftwaffe zu Rückholflug nach Hubei aufgebrochen

Verbreitung des Coronavirus - Ausschnitt der Karte vom 31. Januar 2020
Verbreitung des Coronavirus - Ausschnitt der Karte vom 31. Januar 2020, © CSSE John Hopkins University

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KÖLN - Ein Flugzeug der Luftwaffe ist zur Rückholung deutscher Staatsbürger und ihrer Angehörigen unterwegs in die vom Coronavirus am stärksten betroffene chinesische Provinz Hubei.

Die Maschine hob am Freitag gegen 12 Uhr vom Flughafen Köln-Wahn ab. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen mit dem Flug rund 130 Menschen zurückgeholt werden - rund 90 deutsche Staatsbürger und etwa 40 Angehörige mit anderer Staatsangehörigkeit. Die Rückkehrer werden am Samstagmittag in Deutschland erwartet.

Es gebe unter den Passagieren niemanden, der infiziert sei, und auch keine Verdachtsfälle, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Freitag in Berlin. Die Teilnahme an dem Rückholflug ist freiwillig.

Beim Hinflug sollen auf Bitten Chinas 10.000 Schutzanzüge mitgenommen werden, die vor Ort gebraucht würden, sagte Maas.

Das Virus breitet sich weiter aus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte am Donnerstagabend die Ausbreitung des Virus zu einer "gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite".

Die 190 Mitgliedsländer werden damit von der WHO empfohlene Krisenmaßnahmen untereinander koordinieren. In Deutschland bestätigte das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstagabend einen fünften Fall.

Maas sagte, es habe auch Anfragen anderer Länder gegeben, ihre Bürger mit auszufliegen, es seien aber alle verfügbaren Plätze in der Bundeswehr-Maschine belegt. Auch die USA, Japan und andere Länder haben Staatsbürger aus Wuhan geholt oder planen Rückholaktionen.

Nach der Landung am Flughafen Frankfurt sollen die Passagiere für die Inkubationszeit von 14 Tagen in Quarantäne kommen. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ist dafür eine zentrale Unterbringung in einer Ausbildungskaserne auf dem Luftwaffenstützpunkt Germersheim in Rheinland-Pfalz vorgesehen. Dieser liegt etwa 100 Kilometer vom Frankfurter Flughafen entfernt.
© dpa-AFX | 31.01.2020 13:05


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