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Massiver Verkehrsrückgang in China

China Eastern Airlines Boeing 737-800
China Eastern Airlines Boeing 737-800, © The Boeing Company

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PEKING - Die Corona-Krise lähmt den asiatischen Luftverkehr: chinesische Airlines parken derzeit fast jedes dritte Flugzeug ihres Flottenbestands. Besonders betroffen ist der internationale Passagierverkehr. Die Zahl der angebotenen Sitze ging seit 27. Januar um fast 80 Prozent zurück.

Der Datendienst CH-Aviation listet in seiner Datenbank für China neben 87 stillgelegten Boeing 737 MAX insgesamt 1.215 von 4145 Flugzeugen als temporär geparkt, darunter 103 Maschinen auf Pekings Capital Airport sowie 79 in Guangzhou (Kanton).

Fast vollständig zum Erliegen kam der regionale Verkehr mit Hongkong, Macau und Taiwan, sowie mit Japan und Thailand. Schwere Einbußen gibt es auch bei der Auslastung, vor allem im Binnenverkehr.

Im globalen Vergleich fiel der drittgrößte internationale Luftfahrtmarkt der Welt aktuell auf Platz 25 zurück, hinter Portugal und knapp vor Vietnam. Am stärksten betroffen sind Chinas größte Fluggesellschaften. Laut OAG bietet China Southern in dem Segment pro Woche gerade einmal um 800 Sitze mehr an als Air Astana, während China Eastern sich gegenwärtig auf Platz 113 wieder findet - hinter Tunis Air.

Im Binnenverkehr ging das wöchentliche Angebot seit 27.Januar um 10,7 Millionen Sitze zurück, von 14,8 auf 4,1 Millionen. Allein China Eastern musste ihre Tageskapazität um über 270.000 Sitze zurückfahren.

OAG China capacity
Sitzangebot China zwischen 20.Januar und 17.Februar 2020, © OAG Scheduled Analyser

Während die meisten internationalen Flüge derzeit nur bis zum Start des Sommerflugplans ausgesetzt sind, stehen vor einer baldigen Erholung des chinesischen Luftfahrtmarktes dennoch viele Fragezeichen. Derzeit erwarten die Gesundheitsbehörden kurzfristig keine Beruhigung der COVID-Epidemie.

Der durch den Corona-Virus ausgelöste Einbruch der Nachfrage hat auf die chinesischen Luftfahrtunternehmen historische Auswirkungen. So rechnen  Airlines und Flughäfen auch noch mittelfristig mit drastischen Effekten auf die künftige Geschäftsentwicklung.
© aero.at | Abb.: Wiki Commons C.Kustov | 18.02.2020 15:58


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