Verschüttete Getränke
Älter als 7 Tage

Airbus stattet A350-Cockpits mit Lätzchen aus

Airbus A350 Cockpit
Airbus A350 Cockpit, © Airbus

Verwandte Themen

FRANKFURT - Airbus schützt die Mittelkonsole des Airbus A350 vor Flüssigkeiten - in zwei Fällen hatten verschüttete Getränke im Flug zu Triebwerksabschaltungen geführt. Ein vom Hersteller maßgeschneidertes "Lätzchen" soll die Elektronik in der Konsole zwischen den Piloten in Zukunft vor Tee und Kaffee schützen.

Am 21. Januar 2020 passierte das Malheur Piloten von Delta Air Lines auf einem Flug nach Seoul: weil sich das rechte Triebwerk nach einem Kurzschluss in der Mittelkonsole nicht wieder starten ließ, musste der Flug außerplanmäßig in Alaska landen.

Wochen zuvor war - laut Medienberichten bei Asiana Airlines - Tee in das Panel einer anderen A350-900 gelaufen, was ebenfalls zu einer Triebwerksabschaltung geführt hat.

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit EASA warnte im Februar vor der Gefahr eines "Ausfalls beider Triebwerke" und definierte mit Airbus zunächst Verbotszonen in den Cockpits, in denen keine Getränke abgestellt werden dürfen.

In der Zwischenzeit hat Airbus eine "abnehmbare Abdeckung" für die integrierte Kontrolleinheit entwickelt, teilte die EASA am Montag in einer weiteren Lufttüchtigkeitsanweisung in der Sache mit. Das Cover schütze die in der Mittelkonsole untergebrachten System vor auslaufenden Getränken, etwa das ENG Start Panel und das ECAM.

Piloten müssen die Abdeckung im Reiseflug auf der Mittelkonsole justieren, nur in kritischen Flugphasen wie Start und Landung darf das Cover entfernt werden.
© aero.de | Abb.: Airbus | 23.04.2020 08:48

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Beitrag vom 24.04.2020 - 13:53 Uhr
Der dritte Pilot kommt mit einem Tee rein stolpert und alle Triebwerke aus?
James kommt doch nicht mit Tee, sondern mit Sherry, Weißwein, Champagner und Portwein. Einfach mal das Tigerfell zur Seite legen.
Beitrag vom 24.04.2020 - 01:10 Uhr
Es soll eigentlich von der jeweiligen Fensterseite ein Getränk angereicht werden, egal ob warm oder kalt. Passiert halt nicht auf allen Flügen...
Beitrag vom 23.04.2020 - 23:19 Uhr
Das ist keine Naßzelle warum sollte man da IP64 anwenden.
Weil es unbeabsichtigt naß werden könnte. Clear Air Turbulence mit Coffe...

Es ist jedem bekannt Elektronische Geräte und Nässe vertragen sich nicht ,leeren Sie einmal Kaffee über die Mittelkonsole beim Auto oder über Armaturenbrett ,oder über den Laptop ,könnte mir vorstellen da qualmt es dann auch .

Wir haben für den Außeneinsatz im Büro Geräte die das können.

Mir ist einmal ein Tee auf einer Langstreckenfahrt ins Display geflossen. Display war weg und Radio aus aber der Motor lief noch.

Normal ist der Hersteller nicht dazu verpflichtet das Wasserdicht zu machen ,es genügt wenn man ,da Anweisungen herausgibt dass man da nicht seine Trinkgefäße abstellen darf .

Es würde ausreichen, wenn die Folgen nicht katastrophal wären. Ich musste die Sicherung ersetzen und dann lief alles wieder. Über dem Pazifik bei schlechtem Wetter ohne Triebwerke?

Wenn ein Pilot ein wenig das Hirn einschaltet nimmt man sich verschraubbare Schnabeltassen mit ,dann wäre das überhaupt kein Thema.

Es geht hier nicht um Hirn sondern darum unnötige Fehlerquellen zu beseitigen. Der dritte Pilot kommt mit einem Tee rein stolpert und alle Triebwerke aus? Das darf nicht passieren.



Stellenmarkt

Schlagzeilen

aero.uk

aero.ukWe spread our wings to the UK. Visit aero.uk for daily aviation news from our editors and Reuters.

Meistgelesene Artikel

Community

Thema: Pilotenausbildung

PaxEx.de Passenger Experience

FLUGREVUE 07/2020

Shop

Es gibt neue
Nachrichten bei aero.de

Startseite neu laden