Covid-19-Krise
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Nervenkrieg um Lufthansa-Rettung

Lufthansa Airbus A321
Lufthansa Airbus A321, © Lufthansa

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BERLIN - Lufthansa und ihre Tochter Swiss werden laut Medienberichten durch Deutschland und die Schweiz umfassend rekapitalisiert. Verhandlungen über den künftigen Einfluss der Regierungen auf den Kranich-Konzern dauern an - Lufthansa könnte nach der Covid-19-Krise neue Aufseher erhalten.

In den Verhandlungen um mögliche Staatshilfen für die Lufthansa gibt es laut Bundesregierung noch keine Einigung. Nach dpa-Informationen wird in Berlin auch nicht damit gerechnet, dass die bislang unverbindlichen Gespräche noch diese Woche mit einem Ergebnis beendet werden.

Bei einem Unternehmen dieser Größe und der möglichen Höhe der Unterstützung müsse klug vorgegangen werden, hieß es.

Im Nervenkrieg um die Rettung der größten deutschen Airline zeichnen sich aber zumindest Eckpunkte ab: Lufthansa kann aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) des Bundes laut "Reuters" mit "drei bis vier Milliarden Euro" neuem Eigenkapital rechnen.

1,5 Milliarden Franken für Swiss

Über Kredite könnte das Rettungspaket auf neun Milliarden Euro anschwellen. Das Portal "Business Insider" hatte am Dienstag über eine entprechende "Einigung auf Arbeitsebene" berichtet. Ein Konzernsprecher wollte den Bericht am Morgen nicht kommentieren. Aus Kreisen war schnell zu erfahren, dass es noch keine finale Einigung gibt.

Dem "Business Insider" zufolge soll die Regierung als neuer Anteilseigner eine Sperrminorität und ein bis zwei Aufsichtsratsmandate bei der Lufthansa erhalten, die jedoch nicht von Beamten oder Politikern besetzt werden sollen. Formal hänge das Unternehmen dann als Staatsbeteiligung am Bundesfinanzministerium.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr habe an den Gesprächen am Montag offiziell nicht teilgenommen, heißt es in dem Bericht. Er wolle den Deal noch am Dienstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) beraten.

Laut den Schweizer "Tamedia"-Zeitungen kann die Lufthansa-Tochter Swiss zudem mit einer Unterstützung in Höhe von 1,5 Milliarden Franken (1,4 Mrd Euro) von der dortigen Regierung rechnen. Das Geld komme in Form von Krediten von den Banken, für die der Bund bürge.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Lufthansa | 28.04.2020 09:02

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Beitrag vom 28.04.2020 - 11:18 Uhr
Pamster

Ich sehe aus kausaler Sicht kein Verschulden Europas Regierungen - daher ist das Thema Schadenersatz äußerst fragwürdig !



Europas Regierungen sollten diese Subventionen eher als Schadensersatz verstehen denn schließlich haben sie die Krise zu verschulden.

Zu Zeiten des kalten Krieges und in Teilen Asiens auch heute wurde/ wird das 1×1 des Katastrophenschutz noch beherrscht.
Beitrag vom 28.04.2020 - 11:00 Uhr
Europas Regierungen sollten diese Subventionen eher als Schadensersatz verstehen denn schließlich haben sie die Krise zu verschulden.

Dieser Satz ist in Bezug auf Verständnis der Sachlage wirklich schwer zu unterbieten ...
Beitrag vom 28.04.2020 - 10:25 Uhr
"Die EU wird eine höhere Förderung der LH schon zu verhindern wissen, da es sonst zu Wettbewerbsverzerrungen wahrscheinlich kommen wird"

Wettbewerb, wie wir ihn alle in normalen Zeiten kannten, existiert in einer solchen Krise nicht.
Es heißt sogar, das EU Recht lasse im Extremfall begründete Hilfe zu, die sonst nicht denkbar wären. Vor allem um noch größere Folgeschäden abzuwenden.
Dir normalen


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