Weltluftverkehr 2020
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ICAO: Bis zu 1,5 Milliarden weniger Passagiere

Geparkte Emirates Airbus A380
Geparkte Emirates Airbus A380, © Emirates

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MONTREAL - Die UN-Behörde für Zivilluftfahrt ICAO erwartet einen historischen Einbruch im internationalen Flugverkehr. Basierend auf mehreren Szenarien zum Verlauf der Covid-19-Krise rechnen die Experten im schlimmsten Fall für 2020 mit einen Rückgang um bis zu 1,54 Milliarden Passagiere.

In Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation WHO geht die Analyse der ICAO im wesentlichen von zwei Szenarien aus: einer Wiederaufnahme des internationalen Verkehrs mit graduell steigender Nachfrage ab Ende Mai (Szenario 1) und einem Notbetrieb bis in den Spätherbst (Szenario 2). Aktuell stehen weltweit über 15.000 Jets am Boden.

Corona: Tausenda Jets am Boden, © NBC

Entsprechend variert die Bandbreite der erwarteten Marktentwicklung. Bezogen auf das Jahr 2019 rechnet die ICAO bei der angebotenen Kapazität unter Szenario 1 mit einem Rückgang zwischen 37 und 59 Prozent und unter Szenario 2 zwischen 47 und 71 Prozent.

Ähnliche Spannen sieht die Behörde bei der Nachfrage, sie dürfte demnach um 0,87 bis 1,54 Miiliarden Passagiere sinken. Der Tiefststand lag im April bei einem Rückgang um 94 Prozent, in Zahlen 5,9 statt 130,6 Millionen Fluggäste.

Für das Gesamtjahr erwartet die ICAO für die Airlines im grenzüberschreitenden Verkehr Umsatzrückgänge zwischen 153 und 273 Milliarden US-Dollar.

Je nach Szenario dürfte sich die Zahl der internationalen Passagiere bis zum Jahresende nur leicht erholen und im Dezember zwischen 41 und 64 Prozent des Vorjahresniveaus erreichen. Keine allzu gravierenden Unterschiede ordnet die ICAO in den jeweiligen Weltregionen zu.

Nach Daten des Luftfahrtverbands IATA wird bei der Gesamtleistung der Airlines (inklusive Inlandverkehre) ein Rückgang von 48 Prozent (RPK) erwartet sowie beim Umsatz um bis zu 314 Milliarden US-Dollar. Für die Flughäfen rechnet der Internationale Verband der Flughäfen ACI mit einen Umsatzeinbruch von bis zu 48 Prozent, respektive 76 Milliarden US-Dollar.
© aero.at | Abb.: Flughafen München | 08.05.2020 08:43


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