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So wird die neue Alitalia aussehen

Alitalia Airbus A319
Alitalia Airbus A319, © Flughafen Nürnberg

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ROM - Eine kleinere Flotte und gut 4.000 Mitarbeiter weniger - Sonderverwalter Giuseppe Leogrande hat nun die Eckdaten für die neue Alitalia genannt. Schon im Juni soll sie abheben, der Staat will ihr dabei mit drei Milliarden Euro Schwung verleihen. Der Flugbetrieb wird in zwei aufgeteilt.

"New Alitalia", so der Arbeitstitel, soll Flugbetrieb und Wartung umfassen. Ihre Flotte soll aus 80 Kurz-, Mittel- und Langstreckenflugzeugen bestehen. "Alitalia Cityliner" soll mit zwölf Flugzeugen die regionalen Strecken abdecken. Das Cargo-Geschäft soll gestärkt werden.

Allein die Verkleinerung der Flotte von derzeit 113 auf 92 Flugzeuge bedeutet, dass die neuen Airlines 1.000 bis 1.500 Piloten und Flugbegleiter weniger brauchen werden. Wie "Il Messaggero" berichtet, soll der Bodenbetrieb komplett ausgegliedert werden - und damit weitere rund 3.000 Mitarbeiter.

In dieser Gestalt kommt die neue Alitalia dem Bild sehr nahe, das private Interessenten wie die Lufthansa und Delta Air Lines lange als Bedingung für einen Einstieg in das Unternehmen gefordert hatten. Beide kämpfen nun wie andere Airlines weltweit im Zuge der Covid-19-Krise darum, ihr eigenes Geschäft in der Luft zu halten.

Dennoch soll die "New Alitalia" sich dringend darum bemühen, einen oder mehrere Partner an Bord zu holen. Bereits im Juni soll der Betrieb langsam anlaufen, dann zunächst mit einer Flotte von 20 Langstrecken- , 60 Kurz- und Mittelstrecken und zwölf Regionalflugzeugen.

Wie "Corriere della Sera" berichtet, sollen insbesondere die profitabelsten Langstrecken nach Nord- und Südamerika gestärkt werden. Demnach sollen ab Juni zunächst von Rom aus New York, Boston, Los Angeles, Buenos Aires, São Paulo und Tokio angeflogen werden.

Zumindest Buenos Aires darf mit einem Fragezeichen versehen werden, da die argentinische Regierung im Kampf gegen die Ausbreitung der Covid-19-Pandemie eine Vermarktung von Flugtickets bis September untersagt hat.
© aero.de | Abb.: Alitalia | 08.05.2020 10:34

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Beitrag vom 11.05.2020 - 12:14 Uhr
Nach dem Erfahrbaren geht die Planung für Alitalia durchaus in die richtige Richtung. Man kann nur hoffen, dass sie politisch durchsetzbar ist und funktioniert. Aber jedenfalls werden in Italiem weder die deutschen noch die amerikanischen Patentrezepte Erfolg haben.

Was bezeichnen Sie in der Alitalia Planung als die richtige Richtung, was sind die sinvollen und gute Schwerpunkte und wie sehen die deutschen oder amerikanischen Patentrezepte aus?

Passiert nicht aktuell genau das, was über den Inhalt der LH Forderung durchgesickert ist?
Beitrag vom 11.05.2020 - 10:02 Uhr
"Italien ist ausserdem ein EU- Nettoeinzahler-Land"

Dieses Nullinger-Argument dient nur dazu, dem Menschen Sand in die Augen zu streuen. Als eines der wirtschaftlich und nach Einwohnern größten EU-Länder ist Italien selbstverständlich Nettozahler, was den mickrigen EU-Haushalt betrifft. Das hat aber mit der Finanzseite rein gar nichts zu tun, da geht es um ganz andere Beträge. Italien wäre vermutlich besser beraten, diese Milliarden dort zu investieren, wo es um wirklich profitable INdustriezweige geht. Alitalia isch over, schon lange, und das sollte man in Italien langsam mal einsehen.
Beitrag vom 11.05.2020 - 09:56 Uhr
So so, 4000 Mitarbeiter werden entlassen und im Juni wird wieder abgehoben.
In dem Fall haben die Gewerkschaften bei Alitalia genügend Vorlauf, um einen Generalstreik sorgfältig vorzubereiten.

Entgegen landläufiger Meinung gibt es so etwas wie einen "Generalstreik" vielleicht in Deutschland. Was hier in den letzten Jahren bei "Transportunternehmen" praktiziert wurde, war nicht weit davon entfernt. In Italien unterliegen Streiks Einschränkungen,insbesondere im Öffentlichen Dienst, also bei der öffentlichen Infrastruktur.


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