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Flughafen Wien setzt sich für Lauda-Rettung ein

Lauda Airbus A320
Lauda Airbus A320, © Flughafen Stuttgart

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WIEN - In letzter Minute ergreift der Flughafen Wien Partei für die 300 Mitarbeiter der Lauda-Basis Wien: Die Verweigerungshaltung der Gewerkschaft Vida sei ein Schlag gegen die eigenen Mitglieder und die Schließung der Lauda-Basis ein fatales Zeichen für den Standort Wien.

In  Anbetracht des heute am 22. Mai abgelaufenen Ultimatums erklärte Flughafenvorstand Günther Ofner: "Auch wenn die Fronten zuletzt verhärtet waren, ist jetzt Verantwortungsbewusstsein gefragt, um die Schließung des Standortes Wien von Lauda und damit den Verlust von 300 Arbeitsplätzen und die daran geknüpfte Wertschöpfung in Österreich noch zu verhindern."

Ofner verlangt ein Zurück an den Verhandlungstisch: "Wo sollten die Betroffenen, ginge ihr Arbeitsplatz verloren, jetzt in der Krise einen neuen Arbeitsplatz finden? Sollte es tatsächlich zur Schließung des Wien-Standortes von Lauda kommen, wäre das ein schwerer Rückschlag für den Standort und würde in der Folge auch weitere Arbeitsplätze gefährden. Angesichts dieser Bedrohung kann es nur den Weg eines Kompromisses geben".

Zwei Tage zuvor hat die Geschäftleitung von Laudamotion die österreichische Regierung um Intervention bei der Gewerkschaft vida ersucht. Ähnlich wie die Mitarbeiter der Austrian Airlines stimmten inzwischen fast alle Lauda-Piloten und über Zweidrittel des Kabinenpersonals einem Beitrag zur Bewältigung der Krise zu. Vida lehnte das strikt ab.

Vida argumentiert mit unanehmbaren Grundgehältern, Lauda mit marktgerechter Bezahlung in Abhängigkeit von den geleisteten Flugstunden. Gegenwärtig beziehen die Laudamitarbeiter bis zu 90 Prozent ihrer Bezüge durch staatlich subventionierte Kurzarbeit.

"Es ist bedauerlich, dass der Bundeskanzler Subventionen für eine deutsche Fluggesellschaft gewährt und gleichzeitig Vida erlaubt, 300 Lauda-Arbeitsplätze in Wien zu vernichten", sagten die Lauda-Geschäftsführer Andreas Gruber und David O'Brien nach Ablauf der Frist zur Unterzeichnung des neuen Kollektivertrags durch die Gewerkschaft vida.

Laudamotion verlautete, die Basis Wien am 29. Mai zu schließen und die Mitarbeiter beim Arbeitsmarktservice Niederösterreich zur Kündigung anzumelden.
© aero.at | Abb.: Laudamotion | 22.05.2020 17:20

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Beitrag vom 26.05.2020 - 18:27 Uhr
Deshalb huete sich vor Sturm und Wind und Gewerkaschaften die nicht fuer Dein Wohle sind!!!
War schon so oft so, auch in vergangenen Jahren in unterschiedlichen Laendern, VERDi bei airberlin Pleite, Falschinformationen ohne Ende an die Angestellten, UFO bei DLH und der Versuch einfach nur einen mega Profit fuer diese Vereinigung zu holen, Angestellte waren hier nicht immer an 1. Stelle und deren Rechte auch nicht.

Wollen wir mal hoffen, dass diejenigen die den Job auch fuer weniger Geld machen wollten noch eine Anstellung erhalten beim neuen AG?
Beitrag vom 24.05.2020 - 19:10 Uhr
Ryanair Recruter Crewlink (Dublin) sucht A320-Crews. Zu Lauda-Konditionen KVneu?
Was für ein Zirkus !

Dieser Beitrag wurde am 26.05.2020 23:44 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.05.2020 - 17:15 Uhr
"Es ist bedauerlich, dass der Bundeskanzler Subventionen für eine deutsche Fluggesellschaft gewährt und gleichzeitig Vida erlaubt, 300 Lauda-Arbeitsplätze in Wien zu vernichten", sagten die Lauda-Geschäftsführer Andreas Gruber und David O'Brien ..."

Das ist einfach nur frech. Wo ist der Unterschied AUA/LH Group und Lauda/FR Group? Dann ist Lauda also irisch ...


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