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Lufthansa: 16 von 17 A340-600 stehen jetzt in Teruel

Lufthansa Airbus A340-600
Lufthansa Airbus A340-600, © Lufthansa

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TERUEL - Mitte April gab die Lufthansa bekannt, alle ihre A340-600 im spanischen Teruel abzustellen – für mindestens ein Jahr. In dieser Woche verließ mit der D-AIHU die letzte A340-600 ihre alte Heimat München. Nur ein Flugzeug versteckt sich derzeit noch auf den Philippinen. 

Der Airbus A340-600 ist eine beeindruckende Erscheinung. Mit 75,3 Metern Rumpflänge zählt er zu den längsten Verkehrsflugzeugen der Welt, misst drei Meter mehr als die A380 und hielt eine Zeitlang gar den Spitzenplatz in dieser Wertung. 

Doch die A340-600 zählt zu einer aussterbenden Gattung: Mit vier Triebwerken und entsprechend höherem Treibstoffverbrauch wird sie mehr und mehr zur Rarität am Himmel. Größter Nutzer ist die Lufthansa: 17 Exemplare des eleganten Vierstrahlers standen bislang bei der Kranich-Airline im Dienst. 

Sieben davon sollen laut Verlautbarung vom 7. April möglichst schnell die Flotte verlassen. Doch auch die restlichen zehn Maschinen werden vorerst nicht mehr für die Lufthansa fliegen: "Der Einsatz dieser Flugzeuge im regulären Liniendienst ist mindestens für die kommenden ein bis eineinhalb Jahre nicht vorgesehen", teilte die Airline Mitte April mit.

Ein Flugzeug fehlt noch

Während dieser Zeit werden die A340-600 auf dem Flughafen Teruel im Nordosten Spaniens geparkt. Als erste Flugzeuge der Teilflotte trafen bereits am am 14. April die jeweils 16 Jahre alten D-AIHC, D-AIHE und D-AIHF im Dreierpack an ihrem Zielort ein. Die weiteren Flugzeuge folgten. 

Mit den erst zwölf Jahre alten D-AIHU und D-AIHV, die heute Morgen ihre Heimat München Richtung Teruel verließen, ist die große Umpark-Aktion vorerst abgeschlossen: 16 der 17 A340-600 der Lufthansa warten nun unter der Sonne Spaniens auf ihr weiteres Schicksal. 

Nur eine Maschine fehlt noch: Die D-AIHB weilt seit Februar zur Wartung in Manila (Philippinen). Das wird ihr allerdings wenig nutzen: Vermutlich wird sie im Anschluss von dort aus direkt nach Teruel aufbrechen. 

Zwischen- oder Endstation?

Teruel, zwischen Saragossa und Valencia gelegen, ist bekannt als Friedhof und Langzeitparkplatz für Verkehrsflugzeuge. Der Flugzeugverwerter Tarmac Aerosave betreibt dort ein 340 Hektar großes Parkplatzareal. 

"Die Region eignet sich mit rund 240 Sonnentagen im Jahr und wenig Niederschlag besonders gut für das Parken von Flugzeugen", erklärt auch die Lufthansa – und ließ die weitere Zukunft der A340-600 ausdrücklich offen: "Über die zukünftige Verwendung der Flugzeuge oder eine mögliche Reaktivierung von maximal zehn Flugzeugen wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden." 

Gut möglich also, dass Teruel für die Lufthansa-Jets nicht nur Zwischen-, sondern auch Endstation wird. 
© FLUG REVUE - PZ | Abb.: Lufthansa | 31.05.2020 18:12

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Beitrag vom 31.05.2020 - 21:38 Uhr
Wenn Sie das mit der Wirtschaftlichkeit verstehen, verstehe ich nicht, was Sie dazu verleitet an ein "wieder aus der Versenkung holen" zu glauben. Oder gibt es eine neue BWL?
Beitrag vom 31.05.2020 - 21:26 Uhr
Ja wirklich sehr schade. Das mit der Wirtschaftlichkeit verstehe ich ja, aber ich fand die A345 und A346 sehr elegant und bin auch gerne damit geflogen. Vieles kann man im Moment wgen des Virus nicht abschätzen, vlt kommt ja nach Jahren des tiefen Tals wieder großer Wunsch nach Flügen hoch und man holt sie dann wieder aus der "Versenkung". Womit ich nicht unbedingt die High Price carrier meine


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