Lufthansa
Vor 6 Tagen

Thiele rechnet mit mehrjähriger Sanierungsphase

Heinz Hermann Thiele
Heinz Hermann Thiele, © Knorr-Bremse

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BERLIN - Nach der staatlichen Rettung der Lufthansa rechnet Großaktionär Heinz Hermann Thiele damit, dass die Sanierung der deutschen Fluglinie "fünf bis sechs Jahre" dauern wird. "Das wird für alle Beteiligten ein schmerzhafter Weg", sagte Thiele in einem Interview der "Bild am Sonntag".

Aber: "wie schmerzhaft, das kann heute keiner sagen"  In jedem Fall gehe es darum, "die Lufthansa zukunftsfähig zu machen." Dazu werde das Management einen Restrukturierungsplan entwerfen.

"Aufgrund der umfangreichen Kredite, die verzinst und getilgt werden müssen, reichen Personal- und Sachkostenreduzierung nicht aus", sagte Thiele weiter. "Es müssen auch Beteiligungen von Tochtergesellschaften auf den Prüfstand. Man muss sich alles anschauen, was nicht für den absoluten Kernbetrieb für die nächsten Jahre erforderlich ist", so der der Großaktionär. Dazu gehöre auch das Catering-Geschäft in Europa oder Teile der Lufthansa-Technik.

Die Aktionäre des MDax-Konzerns hatten am Donnerstag einer 20-prozentigen Kapitalbeteiligung der Bundesrepublik zugestimmt. Damit kann die Lufthansa mit deutscher Staatshilfe weiterfliegen. Das Hilfspaket hat ein Volumen von neun Milliarden Euro. Im Vorfeld hatte sich der Selfmade-Milliardär Thiele kritisch über den seiner Meinung nach zu starken Staatseinfluss geäußert.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Lufthansa | 28.06.2020 08:49

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Beitrag vom 04.07.2020 - 14:32 Uhr
Aber ... es gibt Hoffnung, denn gelistet im M-DAX wird der Druck der Investoren geringer werden und der Benchmark für Vorstandsgehälter entsprechend angepasst. Somit gibt es evtl. Chancen, daß auch wieder mal ein paar loyale Kandidaten in die Vorstandsetage aufgenommen werden.
Geht das jetzt wieder Richtung Neiddebatte (Vorstandsgehälter)?
Ich hatte es extra weggelassen. Die Frage ist eigentlich gar keine Frage.
Beitrag vom 04.07.2020 - 14:23 Uhr
Man könnte auch mal so rechnen:
Wenn CS nicht so viel Zeit hätte damit verbringen müssen sich mit den GW (eine im besonderen) herumzustreiten, dann hätte er mehr Zeit gehabt sich um andere Baustellen zu kümmern. Man kann halt nicht überall gleichzeitig die Feuerwehr spielen.

Bitte nicht Täter und Opfer verwechseln. CS und sein Platzhalter-Vorgänger Dr. Franz haben die Konfrontation mit den Gewerkschaften nicht nur geführt, sondern hatten sie auch angekündigt, und zwar nicht, weil es dem Konzern schlecht ging, sondern allein, um die Rendite von ca. 3% auf über 10% zu steigern und damit dem Wunsch der Hauptaktionäre zu entsprechen.

Nein, eine Steigerung der Rendite auf 8% ist notwendig, um die Flotteninvestitionen zu stemmen, die das Flottenalter konstant halten. Eine Verjüngung der im Konkurrenzumfeld durchaus betagten Flotte oder Wachstum erfordert weitere Renditesteigrungen.

Ihre Nibelungentreue ist wirklich bemerkenswert.

Warum? Sie faseln doch immer von Loyalität der Mitarbeiter (siehe weiter unten!)

Gewinn, Rendite etc. sind das, was am Ende eines Geschäftsjahres übrig bleibt, NACHDEM alle Investitionen getätigt wurden.

Nein, das ist nicht der Fall. Hier werden lediglich Abschreibungen berücksichtigt, die aber leider nicht ausreichen, Ersatzinvestitionen zu stemmen.

Die damals angekündigte Renditesteigerung hatte rein gar nichts mit Investitionen zu tun ... und das damit verbundene Programm (Schleifen der betrieblichen AV, Absenkung von Einstiegsgehältern etc.) wurde auch nicht nur im DLH-Konzern gefahren.

Doch!

Man kann das übrigens sehr schön am Aktienkurs nachvollziehen, denn kaum hatte die Investoren-Karawane, nachdem sie ihre Vorstands-Statthalter jahrelangen mit der Basis hatte kämpfen lassen, 2018 ein paar Milliarden aus dem Konzern abgezogen, ist sie zum nächsten "Opfer" weitergezogen.

Wieviel Milliarden haben denn die "Investoren" 2018 abgezogen?

Aber zurück zum Artikel: Hier werden Formulierungen verwendet, denen widersprochen werden sollte, denn der DLH-Konzern muss weder saniert, noch zukunftsfähig gemacht werden, es sei denn, wir bekommen ab sofort jedes Jahr eine neue Pandemie.

Klingt so, als hätte der LH-Vorstand mit der Positionierung der Lufthansa in den vergangenen Jahren gute Arbeit geleistet. Und das aus Ihrer Tastatur ....😅

Ich würde es so formulieren: Die gute Position verdankt der DLH-Konzern seinen loyalen Mitarbeitern ... TROTZ der permanenten Störfeuer aus der Vorstandsetage.

Jetzt winden Sie sich wie eina Aal.😅 DAs ist witzig.

Aber ... es gibt Hoffnung, denn gelistet im M-DAX wird der Druck der Investoren geringer werden und der Benchmark für Vorstandsgehälter entsprechend angepasst. Somit gibt es evtl. Chancen, daß auch wieder mal ein paar loyale Kandidaten in die Vorstandsetage aufgenommen werden.

Geht das jetzt wieder Richtung Neiddebatte (Vorstandsgehälter)?


Beitrag vom 04.07.2020 - 13:32 Uhr
Gewinn, Rendite etc. sind das, was am Ende eines Geschäftsjahres übrig bleibt, NACHDEM alle Investitionen getätigt wurden. Die damals angekündigte Renditesteigerung hatte rein gar nichts mit Investitionen zu tun ... und das damit verbundene Programm (Schleifen der betrieblichen AV, Absenkung von Einstiegsgehältern etc.) wurde auch nicht nur im DLH-Konzern gefahren.
Man kann das übrigens sehr schön am Aktienkurs nachvollziehen, denn kaum hatte die Investoren-Karawane, nachdem sie ihre Vorstands-Statthalter jahrelangen mit der Basis hatte kämpfen lassen, 2018 ein paar Milliarden aus dem Konzern abgezogen, ist sie zum nächsten "Opfer" weitergezogen.
Ihre Sachkenntnis ist überaus bemerkenswert. Umso verwunderlicher dass Sie nicht längst im Vorstand eines bedeutenden Unternehmens sind und den Gewinn zu 100 Prozent an die Mitarbeiter ausschütten (oder meinen Sie nur bestimmte Angestellte?).
Wenn es dann nicht so läuft wie im Bilderbuch, ziehen Sie sich lieber zurück und drücken ein paar Knöpfe laut Checkliste, die andere (kompetente) Menschen vorab für Sie ausgearbeitet haben.
Ich glaube Sie sollten die Führung einer Firma erst einmal von der praktischen Seite her kennen lernen, inclusive der entsprechenden Verantwortung und Haftung für Fehlentscheidungen. Dann sind Sie immer noch weit von der Führung einer Aktiengesellschaft entfernt. Einfach mal auf "gut Glück" mitzureden ist schlicht sinnlos. Denken Sie immer daran, Flugkapitän ist CS noch nebenbei.


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