ReNew und RePay
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Wie Lufthansa die Krise ausstehen will

Carsten Spohr
Carsten Spohr, © Lufthansa

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FRANKFURT - Raus aus den Schulden: Lufthansa verkleinert die Flotte um 100 Flugzeuge, legt Flugbetriebe zusammen und spart beim Personal. Das Ende von Germanwings ist besiegelt, die Kernmarke Lufthansa rutscht eine Ebene unter das Konzerndach. Ende 2023 wird abgerechnet.

Lufthansa will sich möglichst schnell von hoch verzinsten Krediten und Einlagen lösen. Wegen Corona steht der Kranich beim Staat mit 8,7 Milliarden Euro in der Kreide - die Krisenprogramme "ReNew" und "RePay" sollen das bis Ende 2023 ändern.

"Die bereits geplante Reduzierung von Teilflotten und die Bündelung von Flugbetrieben wird umgesetzt - inklusive der touristischen Lang- und Kurzstreckenangebote an den Drehkreuzen Frankfurt und München", teilte der Konzern am Dienstag mit.

Germanwings wird aufgelöst, ebenso der deutsche Teil des gemeinsam mit Turkish Airlines betriebenen Ferienfliegers SunExpress.

Der Rückbau der Flotte ist auf dem Weg. "Allein bei Lufthansa wurden bereits 22 Flugzeuge vorzeitig ausgeflottet, darunter sechs Airbus A380, elf Airbus A320 und fünf Boeing 747-400", heißt es in einer Mitteilung. Die Kernmarke Lufthansa soll nun in eine "eigenständige Gesellschaft" überführt werden.

Konzernweit will Lufthansa 22.000 Stellen abbauen. Für die deutsche Kabine hat die Gewerkschaft Ufo bereits eine Vereinbarung erzielt. Sie umfasst einen Kündigungsschutz über das "ReNew"-Ende hinaus - im Gegenzug leisten die Flugbegleiter einen Sparbeitrag von 500 Millionen Euro.

Eine Variable bleibt die Nachfrage. Lufthansa-Chef Carsten Spohr rechnet mit einem flachen Anstieg des Flugverkehrs in den kommenden Jahren.

"Im Herbst haben wir die Hälfte unserer Flotte wieder in der Luft, mit der wir 90 Prozent  der kontinentalen und 70 Prozent der interkontinentalen Destinationen abdecken", sagte Spohr der "Neuen Zürcher Zeitung". "Nächstes Jahr werden noch 300 von 763 Flugzeugen am Boden stehen, das Jahr darauf noch 200. Und für das Jahr 2023 rechnen wir mit einer um 100 Flugzeuge verringerten Flotte."

Die Zeiten von Expansion und Experimenten sind vorbei. "Gewiss werden wir (...) konservativer mit der Finanzplanung umgehen als bisher", sagte Spohr.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 08.07.2020 08:54

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Beitrag vom 08.07.2020 - 17:04 Uhr
Vertraut nur mal Trump, die Anzahl der Coronafälle wird bald geringer sein...
(weil weniger Personen getestet werden...)
Beitrag vom 08.07.2020 - 13:38 Uhr
Zweite Welle?

Das würde ja ein Ende der ersten voraus setzten.

Bis Mitte Juni zumindest konnte man in den USA /von einer abklingenden ersten Welle reden, da sich die Neuinfektions-Fallzahlen gegenüber dem Maximum bereits halbiert hatten.
Seitdem gehts aber leider wieder aufwärts und die Handlungen der Regierung sind alles andere als geeignet, diesen Trend umzukehren.
Im Gegenteil ...
Beitrag vom 08.07.2020 - 10:23 Uhr
Zweite Welle?

Das würde ja ein Ende der ersten voraus setzten.


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