Keine Einigung mit Piloten
Älter als 7 Tage

Ryanair will Flugzeuge aus Deutschland abziehen

Ryanair Boeing 737-800
Ryanair Boeing 737-800, © Ingo Lang

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DUBLIN - Vier Jahre Verzicht, nur wenige Monate Jobsicherheit: Ryanair-Piloten an deutschen Standorten wollen sich mehrheitlich nicht auf Forderungen der Billigairline einlassen. Jetzt will Ryanair Flugzeuge aus Deutschland abziehen - die Basis Frankfurt-Hahn soll bereits am 01. November geschlossen werden.

170 Piloten bangen um ihre Arbeitsplätze bei der Ryanair-Tochter Malta Air, über die Ryanair deutsche Standorte bereedert. Mit 49,4 Prozent hätte sich "weniger als die Hälfte" der Piloten in einer Abstimmung für einen "drastisch reduzierten Tages- und Stundensatz" ausgeprochen, teilte die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit am Dienstag mit.

Ryanair hat von den Piloten laut Kreisen zur Bewältigung der Luftfahrtkrise rund 20 Prozent Gehaltsverzicht bis 2024 und Produktivitätssteigerungen gefordert - wollte eine Beschäftigungsgarantie im Gegenzug aber nur bis März 2021 abgeben.

Nach der Ablehnung der Piloten will Ryanair nun deutsche Standorte auflösen oder verkleinern. Die Basis Hahn werde zum 01. November geschlossen, teilte Ryanair mit. In Frankfurt am Main, Berlin-Tegel und Düsseldorf droht ebenfalls ein Abbau von Arbeitsplätzen - wenn die Piloten nicht doch noch nachgeben.

Ryanair hatte mit einer ähnlich harten Verhandlungslinie bereits bei Lauda und in Großbritannien deutliche Gehaltsabstriche bei den Piloten durchgesetzt.

Nach Medieninformationen droht neben Hahn auch den Standorten Berlin-Tegel und im nordrhein-westfälischen Weeze noch vor dem Winter das Aus. Die Piloten in Hahn bekämen noch in dieser Woche ihre Kündigung, teilte Malta-Air-Personalchef Shane Carty mit.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Ryanair, Ingo Lang | 21.07.2020 18:10

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Beitrag vom 22.07.2020 - 06:14 Uhr
Schade um die Arbeitsplätze! Aber zeigt mal dem Personalausbeuter MOL die rote Karte durch ein NEIN! Irgendwann muss er doch mal kapieren, dass nicht nur er profitieren darf.
Beitrag vom 21.07.2020 - 21:47 Uhr
Wer sich auf diese Airline(s) bzw. andere mit dem gleichen Geschäftsmodell einlässt, egal ob als Mitarbeiter, Mitflieger oder oder, sollte wissen was ihn im w/c erwartet. Reiht sich leider nahtlos ein in die unternehmerischen Erfolge zu Lasten der MA, wie Ama..., Fac..., Goo..., usw usw.

Dieser Beitrag wurde am 21.07.2020 21:52 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 21.07.2020 - 20:44 Uhr
Offenbar haben die Piloten dort inzwischen verstanden, wie das Geschäftsmodell bei Ryanair funktioniert.
Von Ryanair zur Malta Air, von dort zu Buzz oder irgendeiner wie immer neu gearteten, nochmalig verbilligten Tochter und immer weiter nach unten in der Spirale...

Schade, aber auch MOL versteht eben nur eine Sprache. Man muss für die Mitarbeiter wohl hoffen, dass die gesamte Belegschaft den Schuss gehört hat und mitzieht.


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