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Dobrindt für Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten

Alexander Dobrindt, CSU
Alexander Dobrindt, CSU, © Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

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BERLIN - In der Diskussion um Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten hat sich CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt für eine Testpflicht ausgesprochen. "Gerade wenn man aus Risikogebieten kommt, dann sollte es einen verpflichtenden Test geben", sagte Dobrindt (CSU) im Bild-Talk "Die richtigen Fragen".

Und: "Wenn es rechtlich nicht geht, dann muss man das entsprechende Recht schaffen, dass es geht.", so Dobrindt am Sonntagabend.

Er sprach sich zudem dafür aus, eine dritte Unterscheidung zu finden neben Risikogebieten und Nicht-Risikogebieten. "Es gibt auch Regionen mit regionalen Ausprägungen", sagte Dobrindt. Diese sollten als "Gefahrenregionen" definiert werden, für die ebenfalls entsprechende Maßnahmen ergriffen werden sollten.

Rückkehrer aus dem Auslandsurlaub können sich seit dem Wochenende auf mehreren Flughäfen in Deutschland auf das Coronavirus testen lassen. Das hatten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und seine Kollegen aus den Bundesländern am Freitag beschlossen.

Wer keinen negativen Befund hat, muss wie bisher für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Auch Reisende aus Nicht-Risikoländern können sich freiwillig innerhalb von 72 Stunden testen lassen - dann nicht am Flughafen, sondern etwa in Arztpraxen oder Gesundheitsämtern.

FDP-Vorsitzender Christian Lindner forderte dagegen, die Kosten für die Tests sollten die Reisenden selbst tragen. "Verbindliche Tests für Menschen an Flughäfen dürfen kein Tabu sein", sagte der am Sonntag im Sommerinterview der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Und: "Wer sich in ein Risikogebiet freiwillig begibt als Tourist, der wird damit in Kauf nehmen müssen, dass er für diesen Test auch bezahlt."

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach wiederum sprach sich für kostenlose Corona-Tests aus. "Aus meiner Sicht ist das eine gemeinsame Aufgabe der gesamten Gesellschaft, das sollte der Steuerzahler bezahlen, vielleicht anteilig die Krankenkassen", so Lauterbach am Sonntagabend beim Bild-Talk. "Aber ich warne hier vor einer kleinkarierten Diskussion, wer das zahlt."
© dpa-AFX | 27.07.2020 05:34


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