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Singapore Airlines rechnet erneut mit Rekordverlust

Singapore Airlines Boeing 777-300ER
Singapore Airlines Boeing 777-300ER, © Singapore Airlines

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SINGAPUR - Singapore Airlines steht in der Coronakrise vor einem weiteren schweren Quartalsverlust.

Das Management hat in diesem Monat davor gewarnt, dass es für das erste Quartal seines Geschäftsjahres einen erheblichen Betriebsverlust erwartet. Schon in den ersten Monaten des Jahres 2020 bis März standen 530 Millionen US-Dollar Verlust in der Bilanz der Airline.

Die Faktoren, die maßgeblich zu diesem Verlust geführt haben, bleiben bestehen: Reisebeschränkungen, eine massiv eingebrochene Nachfrage - und langfristig geschlossene Verträge mit Treibstofflieferanten, welche die Airline vor steigenden Ölpreisen schützen sollten.

Nach Schätzungen der Agentur "Bloomberg" könnte das Minus in den Zahlen bis Juni auf gut 700 Millionen US-Dollar anschwellen, der Umsatz zugleich um 87 Prozent und die Nachfrage um 96 Prozent zurückgehen.

In den vergangenen Monaten sind zudem Kosten für die Abwicklung der Billigairline NokScoot Airlines in Höhe von knapp 70 Millionen US-Dollar negativ zu Buche geschlagen. Singapore Airlines war mit 49 Prozent an der thailändischen Airline beteiligt, die im Juni kollabiert ist.

Im gleichen Monat transportierten Singapore Airlines und ihre Tochterairlines Silk und Scoot nur 17.700 Passagiere - im Vergleichsmonat des Vorjahres waren es 3,2 Millionen.

Das Airline-Management hat knapp acht Milliarden US-Dollar in Form von Krediten und Bezugsrechtsemissionen beschafft. Anders als bei vielen anderen Airline gab es bei Singapore bislang im Zuge der Coronakrise keine Entlassungen.
© Bloomberg, aero.de (boa) | 27.07.2020 11:04


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