China Southern baut aus
Älter als 7 Tage  

Zweimal die Woche mit A380 nach Amsterdam

China Southern Airbus A380-800
China Southern Airbus A380-800, © Airbus S.A.S.

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AMSTERDAM - Seit April fliegt China Southern Airlines mit dem Airbus A380 wöchentlich von Guangzhou nach Amsterdam. Die Linie scheint sich zu lohnen: ab Dienstag wird die Frequenz verdoppelt. Und auch eine weitere Airline bringt den Superjumbo in Kürze zurück nach Amsterdam.

Der Airbus A380 ist auf den Flughäfen Europas nach wie vor ein seltener Gast, sieht man einmal von den dauergeparkten Exemplaren ab, die beispielsweise in Frankfurt den laufenden Betrieb nur als Zaungäste verfolgen dürfen.

Als China Southern Airlines Anfang April damit begann, auf Flügen zwischen ihrem Hub Guangzhou und Hollands Hauptstadt Amsterdam auf die A380 zu setzen, kam das für viele Beobachter einer kleinen Sensation gleich - geschah dies doch just in einer Zeit, in der alle anderen Airlines weltweit ihre Superjumbo-Flotte gerade stillgelegt hatten.

Frequenz wird verdoppelt

An diesem Zustand hat sich auch fast vier Monate später wenig geändert: Der größte Teil der globalen A380-Flotte ist noch immer zum Nichtstun verdammt. Doch für China Southern scheint sich der Einsatz des Riesenjets nach Amsterdam zu lohnen - und zwar so sehr, dass sie die Frequenz der angebotenen Strecke von bislang einmal wöchentlich auf zweimal pro Woche verdoppelt.

Möglich macht dies eine entsprechende Verordnung der chinesischen Regierung, die die Zahl der nach wie vor streng regulierten internationalen Flüge sukzessive nach oben korrigiert.

Ankunft jeden Dienstag und Donnerstag

Die Aufstockung des Angebots hatte China Southern bereits vergangene Woche verkündet. Nun ließ die staatliche Airline erstmals auch Taten folgen: Am frühen Dienstagmorgen, um kurz vor sechs Uhr Ortszeit, schwebte der China Southern-Flug CZ 307 aus Guangzhou kommend auf dem Flughafen Schiphol ein. Absolviert wurde er von der A380 mit der Kennung B-6140.

Künftig wird Flug CZ 307 jeden Dienstag und Donnerstag kurz nach Mitternacht in Guangzhou starten und jeweils am frühen Morgen in Amsterdam eintreffen. Der Rückflug am Dienstag erfolgt abends um 20.55 Uhr, während die Donnerstagsmaschine wie bisher über Nacht in Schiphol bleibt und am Freitag um 13.35 Richtung China startet.

Maskenpflicht, Coronatest und eigener Stift

Um den geltenden Hyginenebestimmungen angesichts der Corona-Pandemie gerecht zu werden, müssen Passagiere auf den mehr als elf Stunden langen Flügen an Bord stets einen Mundschutz tragen. Auch die Temperatur aller Fluggäste wird gemessen.

Darüber hinaus verlangt China Southern von allen Passagieren, dass sie einen eigenen Stift mitbringen, um die erforderlichen Papiere auszufüllen. Die chinesische Regierung hat außerdem beschlossen, dass auf Flügen nach China nur Reisende mit einem negativen Coronatest zugelassen werden. Der Test darf nicht älter als fünf Tage sein.

Unterdessen hat mit Emirates eine weitere Fluggesellschaft angekündigt, auf Umläufen nach Amsterdam bald wieder die A380 einzusetzen. Ab dem 1. August will die Golf-Airline ihr Flaggschiff wieder regelmäßig in Schiphol landen lassen - und zwar einmal täglich. Emirates wird im gesamten Streckennetz Behandlungskosten bis 150.000 US-Dollar übernehmen, wenn Passagiere auf der Reise an Covid-19 erkranken. Wenn Behörden eine Quarantäne anordnen, übernimmt die Airline die Hotelkosten.

Mit 115 Exemplaren ist Emirates aus Dubai der mit Abstand größte A380-Betreiber der Welt und setzt den Superjumbo seit Kurzem wieder täglich nach London und Paris ein.
© FLUG REVUE - Patrick Zwerger | Abb.: Airbus | 28.07.2020 14:57


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