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FAA untersucht weitere 787-Produktionsmängel

Boeing 787
Boeing 787, © Boeing

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SEATTLE - Boeing hat die 787-Linien vor der Krise bis auf 14 Flugzeuge pro Monat hochlaufen lassen. Die hohe Schlagzahl ging zu Lasten der Qualität - Hunderte Dreamliner könnten mit risikoträchtigen Mängeln ausgeliefert worden sein. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA hat eine Untersuchung eingeleitet.

Boeing und FAA arbeiten bei der 787 seit Monaten eine Fehlerliste ab. Davon hat die Öffentlichkeit bislang kaum etwas mitbekommen - erst ein Bericht des Portals "The Air Current" über ein Grounding von acht Dreamlinern rückte intern lange bekannte Risiken in den Scheinwerfer der Medien.

An den Flugzeugen treffen zwei Mängel aufeinander: ein Montagefehler zwischen CFK-Hecksektion und -Druckschott und spröde Materialflächen an Rumpfinnenseiten gefährden die Festigkeit der 787-Struktur. Boeing hat von beiden Sachverhalten betroffene 787 bis auf Weiteres für Flüge gesperrt.

"Zwei voneinander unabhängige Fertigungsfehler im Bereich von Hecksektionen einiger 787 führen zusammen zu einem Zustand, der nicht den Designstandards für die Belastbarkeit entspricht", bestätigte Boeing den Mangel.

Tage später räumte der Konzern einen weiteren Produktionfehler ein. Im Werk Salt Lake City wurden Teile der Höhenleitwerke beim Zusammensetzen überzogen - bis zu 900 Dreamliner könnten betroffen sein.

Nach Informationen des Radiosenders "KOMO" aus Seattle fielen Boeing zudem bereits Ende 2019 nicht designkonforme Spaltmaße am Seitenleitwerk auf. Der Mangel sei an neuen 787 zwar bereits abgestellt, die FAA prüfe aber noch, ob eine Lufttüchtigkeitsanweisung erforderlich sei.

"In Zusammenarbeit mit der FAA arbeiten wir an der Fertigstellung von Leitlinien für die aktive Flotte", reagierte Boeing auf den Bericht. "Wir gehen davon aus, dass dieser Sachverhalt eine einmalige Inspektion während der regelmäßigen, planmäßigen Wartungsarbeiten erfordern wird".
© aero.de | Abb.: Boeing | 11.09.2020 09:43


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