US Air Force fördert
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Auch Boom will die "Air Force One" der Zukunft bauen

Auch Boom will die Air Force One der Zukunft bauen
Auch Boom will die Air Force One der Zukunft bauen, © Boom Supersonic

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WASHINGTON - Die US Air Force will untersuchen, ob ein überschallschneller Jet in Zukunft als Dienstflugzeug für den US-Präsidenten in Frage käme. Neben anderen Bewerbern wirft auch Boom Supersonic seinen Hut in den Ring – heißt die Air Force One der Zukunft "Overture"?

Boom-Chef Blake Scholl gibt sich gewohnt euphorisch: Man sei "so stolz" darauf, mit der US Air Force gemeinsam nach neuen Wegen zu forschen, "um Transportmittel für kritische Regierungsaktivitäten bereitzustellen", so der Startup-Gründer.

Der Überschallflug bringe Menschen zusammen, egal ob auf beruflicher, familiärer oder diplomatischer Ebene. "Durch die Verkürzung der Reisezeiten ermöglichen wir US-Diplomaten und Führungskräften, sich häufiger persönlich zu treffen, Herausforderungen zu begegnen und potenzielle Krisen mit einer persönlichen Note zu entschärfen", betonte Scholl.

Mit Mach 2 zum G7-Gipfel?

Es ist ein hohes Ziel, dem sich Boom dabei verschrieben hat: Der noch im Entwicklungsstadium steckende Mach-2-Airliner Overture soll einmal hochrangige US-Politiker samt deren Entourage im Eiltempo um die Welt befördern – womöglich schon in rund zehn Jahren.

Dass dieses Ziel eines Tages Wirklichkeit wird, daran ist offenbar auch dem Militär gelegen. Das Presidential and Executive Airlift Directorate der US Air Force, das für die Flugzeuge des Präsidenten zuständig ist, fördert Boom künftig finanziell. Das Startup erhielt von der US-Luftwaffe den Auftrag, eine mögliche Verwendung des Überschalljets für Regierungszwecke zu prüfen.

Fördergelder für drei Startup-Firmen

Eine exklusive Angelegenheit ist dies für Boom allerdings nicht. Die Air Force hat in jüngster Vergangenheit noch mit zwei weiteren Unternehmen ähnliche Entwicklungsverträge ausgehandelt.

Neben Boom Supersonic forschen Hermeus aus Atlanta und Exosonic aus Kalifornien künftig daran, wie sie ihre jeweiligen Überschallprojekte für Präsidentenzwecke nutzbar machen könnten.

Während Exosonic dabei – ähnlich wie Boom – an einem Mach 1,8 schnellen Verkehrsflugzeug für etwa 70 Passagiere arbeitet, sticht Hermeus hinsichtlich der anvisierten Reisegeschwindigkeit alle Kontrahenten aus: Mach 5 ist das erklärte Ziel, das mit Hilfe eines Staustrahlantriebs erreicht werden soll. Ein Prototyp des Triebwerks ist bereits in der Erprobung.
© FLUGREVUE - Patrick Zwerger | Abb.: Boom Supersonic | 11.09.2020 11:49


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