Luftkampfsystem FCAS
Älter als 7 Tage

Deutschland und Frankreich treiben Rüstungsprojekte voran

Ministerin Kramp-Karrenbauer
Der Aufbau der gemeinsamen Lufttransportstaffel ist ein großer Meilenstein im Rahmen der deutsch-französischen Kooperation. Wir setzen damit ein Zeichen in der europäischen Zusammenarbeit, so Ministerin Kramp-Karrenbauer., © Verteidigungsministerium

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MANCHING / EVREUX - Deutschland und Frankreich wollen die Entwicklung eines gemeinsames europäischen Kampfflugzeugs sowie einer Aufklärungsdrohne weiter vorantreiben. Dies betonten Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und ihre französische Kollegin Florence Parly am Donnerstag bei einem Besuch in dem Airbus-Werk in Manching bei Ingolstadt.

Zuvor hatten die beiden Ministerinnen in Evreux in der nordwestfranzösischen Region Normandie an einer Grundsteinlegung für die künftige deutsch-französischen Lufttransportstaffel teilgenommen. Die neue Einheit soll mit zehn Flugzeugen ausgestattet werden und vom kommenden Jahr an betriebsbereit sein. "260 französische und deutsche Militärs werden in derselben Einheit im Dienst sein", erklärte Parly.

Bei dem neuen Kampfflugzeug, das unter anderem in Manching entwickelt wird, geht es um ein ganzes Luftkampfsystem namens FCAS (Future Combat Air System). Es soll von 2040 an einsatzfähig sein. Das Rüstungsprojekt soll nicht nur einen Kampfflieger der neuen Generation bringen, sondern auch Drohnen und Satelliten steuern. Ein erster Prototyp - ein sogenannter Demonstrator - des Kampfjets soll nach bisherigen Plänen 2026 fliegen. Der französische Flugzeugbauer Dassault ist gemeinsam mit Airbus bei dem Vorhaben federführend.

Davon abgesehen arbeiten die beiden Staaten auch an der sogenannten "Eurodrohne", an der auch Italien und Spanien beteiligt sind. Das unbemannte Aufklärungsflugobjekt mit 26 Metern Spannweite soll 2025 erstmals fliegen.

Staatliche Rüstungsaufträge seien derzeit für die von der Corona-Krise stark betroffene Luftfahrtindustrie besonders wichtig, sagte Kramp-Karrenbauer in Manching. Dies betonte auch Airbus-Chef Guillaume Faury bei dem Besuch. Im militärischen Bereich habe sein Unternehmen die Produktion in der Krise nahezu unverändert aufrechterhalten können.

Manching ist nach Angaben von Airbus der größte Entwicklungsstandort für Militärflugzeuge in Europa. Dort arbeiten rund 5600 Beschäftigte des Unternehmens gemeinsam mit etwa 1000 Bundeswehrsoldaten an Luftwaffenprojekten.
© dpa | 17.09.2020 21:10


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