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Air France erhält 2021 sechs Airbus A220-300

Anne Rigail
Anne Rigail, © Airbus

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PARIS - Air France kann die Ankunft der ersten Airbus A220-300 kaum erwarten. Die neuen Jets lösen ab September in Paris CDG die A318 und A319 ab - bereits 2022 will Air France 21 A220-300 am Drehkreuz einsetzen. Airlinechefin Anne Rigail erkennt in der Krise eine Bestätigung für das Hub-Modell.

Die Pandemie steckt Air France-KLM tief in den Knochen: 7,1 Milliarden Euro Verlust im Corona-Jahr 2020 belasten das ohnehin komplizierte Verhältnis zwischen KLM und Air France. Weitere Staatshilfen sind laut Finanzvorstand Frederic Gagey "nur noch eine Frage von Wochen".

Air France-Chefin Anne Rigail glaubt fest an eine bald einsetzende Trendwende und will die Europa-Flotte ab Spätsommer mit spritsparenden A220-300 modernisieren. "Die ersten Flüge mit der A220-300 werden im September starten", sagte Rigail am Mittwoch in einem Webcast der Luftfahrtberatung CAPA.

Ende Februar hat die Schwesterairline KLM ihre ersten Embraer E195-E2 erhalten, Air France setzt auf den Einstiegs-Airbus.

Bis Jahresende will Air France sechs A220-300 übernehmen, 2022 und 2023 folgen jeweils 15 Auslieferungen - 2025 wird Air France über 60 A220-300 verfügen, über Optionen kann die Airline den Auftrag noch verdoppeln. Eine erste Kaufabsicht hatte Air France bereits 2012 unterschrieben, den Festauftrag erst 2019.

A321XLR und A220-500?

Rigail verspricht sich gegenüber der A319 und A318 Verbrauchsvorteile "zwischen 20 und 25 Prozent". Die A220-300 werden vorerst nur im Europaverkehr über Paris CDG eingesetzt, auch wenn theoretisch längere Flugstrecken möglich wären.

"Das Hub-Modell hat sich in der Krise als ausgesprochen robust und zukunftsfähig erwiesen", sagte Rigail. Air France habe in Paris CDG "mehr als 80 Prozent" ihres Streckennetzes aufrecht erhalten. Air France liebäugelt trotzdem mit Airbus A321XLR - das Flugzeug könnte auf dünneren Langstrecken ein Gewinnbringer werden.

Rigail gilt zudem als Fürsprecherin einer A220-500, die in Paris als möglicher Ersatz für ältere A320 hoch im Kurs steht. Technisch wäre ein weiterer A220-Stretch zwar möglich, Airbus hat sich bisher aber nicht festgelegt. Der Luftfahrt-Experte und frühere Lufthansa-Flotteneinkäufer Nico Buchholz hat dafür eine Erklärung.

"Derzeit kennt man die notwendigen Änderungen im Luftfahrtsystem noch nicht und will wohl noch keine Kannibalisierung riskieren", sagte Buchholz aero.de 2020 in einem Interview.
© aero.de | Abb.: Airbus | 11.03.2021 12:03


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