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Bund will sich an Lufthansa-Kapitalerhöhung beteiligen

Lufthansa Airbus A320neo
Lufthansa Airbus A320neo, © Lufthansa

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BERLIN - Der deutsche Staat neigt einem Medienbericht zufolge dazu, sich zumindest teilweise an der erwarteten drei Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung der Lufthansa zu beteiligen. Damit könne der Bund eine Verwässerung seiner 20-prozentigen Beteiligung an der Airline verhindern.

Zugleich würde er die Erfolgschancen der milliardenschweren Kapitalmaßnahme vergrößern, berichtete die Finanznachrichtenagentur "Bloomberg" am Mittwoch unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen.

Die Bundesregierung hat der unter dem zeitweise brachliegenden Flugverkehr leidenden Lufthansa in der Coronakrise finanziell unter die Arme gegriffen. Der Großteil der Hilfe besteht in einer stillen Beteiligung von 5,5 Milliarden Euro, die die Lufthansa mit dem Erlös aus der Kapitalerhöhung teilweise zurückzahlen will.

"Reuters" hatte vor drei Wochen von den Kapitalerhöhungs-Plänen berichtet. Neue Aktien für mindestens drei Milliarden Euro könnten schon im Sommer oder im Frühherbst ausgegeben werden. Der MDax-Konzern bevorzuge eine große statt mehrerer kleiner Kapitalerhöhungen.

Deutsche Bank und Bank of America fühlten für die Lufthansa bereits bei institutionellen Investoren vor. Sollte der Bund als größter Aktionär mitziehen, wäre das für den Kapitalmarkt ein gutes Signal und würde die Kapitalerhöhung für die Banken absichern, heißt es in der Branche. Allerdings könnte das erneut die EU-Kommission wegen staatlicher Beihilfen auf den Plan rufen.

Dem "Bloomberg"-Bericht zufolge könnte sich der Bund auf zwei Wegen daran beteiligen: Entweder verkauft er einen Teil seiner Bezugsrechte und verwendet das Geld zum Kauf neuer Aktien. Dann müsste er kein frisches Geld der Steuerzahler in die Hand nehmen, der Anteil des Bundes würde aber verwässert.

Oder aber der Bund setze seine Bezugsrechte zum Kauf von Lufthansa-Aktien für bis zu eine Milliarde Euro ein. Die Lufthansa und das Bundeswirtschaftsministerium kommentierten den Bericht nicht, das Finanzministerium war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Die Lufthansa-Aktie war am Mittwoch mit einem Kursplus von 1,8 Prozent auf 11,09 Euro drittgrößter Kursgewinner im MDax.
© Reuters | Abb.: Lufthansa | 02.06.2021 12:17


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