H145 von TotalEnergies betankt
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ADAC Luftrettung testet Biokraftstoff

Erster ADAC-Rettungshubschrauber fliegt mit einem Teil Bio-Kerosin
Erster ADAC-Rettungshubschrauber fliegt mit einem Teil Bio-Kerosin, © ADAC

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MÜNCHEN - Laut ADAC ist in München ein Rettungshubschrauber zum ersten Mal mit umweltfreundlichem Kerosin geflogen. In Zusammenarbeit auch mit Airbus Helicopters sind Langzeittests geplant.

Der Airbus Helicopters H145 wurde letzte Woche an der Luftrettungsstation an der München Klinik Harlaching feierlich im Beisein des Vorstands der ADAC Stiftung sowie von den Geschäftsführern und Vertretern der Unternehmensleitung der ADAC Luftrettung, des französischen Triebwerksherstellers Safran Helicopter Engines, des Hubschrauberherstellers Airbus Helicopters und des Multi-Energie-Konzerns TotalEnergies mit Bio-Kerosin (Biokraftstoff) betankt.

Der für den ersten Rettungshubschrauberflug in München verwendete Kraftstoff wurde von TotalEnergies in seinen Anlagen in Frankreich aus Altspeiseöl produziert, ohne Verwendung von natürlichem Pflanzenöl. Mit dem in München verwendeten Bio-Kerosin könnte die Flotte der ADAC Luftrettung eine Verringerung des CO2 Ausstoßes um 33 Prozent erreichen.

Zertifiziert und zugelassen für die Luftfahrt ist Bio-Kerosin aktuell in einer Mischung von maximal 50 Prozent mit herkömmlichem Kerosin des Typs JET-A1. Der ADAC Rettungshubschrauber wurde mit einem 40-Prozent-Gemisch geflogen. Bio-Kerosin steht wegen der aufwendigen Produktion noch nicht in größeren Mengen zur Verfügung und es ist um ein Vielfaches teurer als konventioneller Flugkraftstoff.

Weil es über den dauerhaften Betrieb mit Bio-Kerosin bislang keine belastbaren Erfahrungen gibt, starten die ADAC Luftrettung, Safran Helicopter Engines und Airbus Helicopters ein Pilotprojekt mit dem ADAC Rettungshubschrauber "Christoph Rheinland" in Köln. So sollen schon ab Sommer 2021 langfristige Auswirkungen auf die Technik des Airbus Helicopter des Typs H145 getestet werden.

Es ist vorgesehen, den Beimischungsgrad von Biokraftstoff in den kommenden Jahren auf bis zu 100 Prozent zu erhöhen und in der Folge auch den Einsatz von synthetischem E-Fuel, auch Power-to-Liquid-Kerosin (PtL) genannt, als weiteren Schlüssel auf dem Weg zu einer klimaneutralen Luftfahrt voranzutreiben.
© FLUGREVUE - KS | 07.06.2021 11:48


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