Älter als 7 Tage

Northwest Airlines streicht hunderte Flüge wegen Pilotenmangel

MINNEAPOLIS - Weil der US-amerikanischen Fluggesellschaft derzeit nicht genügend Piloten zur Verfügung stehen, muss Northwest Airlines täglich mehr als hundert Flüge absagen. Medienberichten zufolge waren es vergangenen Freitag 125, am Samstag 178, am Sonntag 225 und am Montag 120. Der fünftgrößten amerikanischen Fluggesellschaft droht daher möglicherweise eine neue Krise, nachdem sie erst im Mai in saniertem Zustand das Insolvenzverfahren verlassen hatte.



Northwest Airlines macht für den Mangel die Piloten verantwortlich, die der Gesellschaft zufolge übermäßig viele freie Tage unter dem Vorwand, krank zu sein, in Anspruch nähmen. Die Pilotengewerkschaft "Air Line Pilots Association" bezeichnete dies als falsch und verwies auf den erhöhten Stress durch längere Flugzeiten, da seit dem Insolvenzverfahren die Piloten 90 statt bislang 80 monatliche Flugstunden pro Monat zu absolvieren hätten.

Nach Ansicht der Gewerkschaft gibt es bei Northwest Airlines schlichtweg zuwenig Piloten, um die Flugpläne einhalten zu können. Die Fluggesellschaft kündigte nun an, im nächsten Jahr 200 bis 250 zusätzliche Piloten einstellen zu wollen.

Unterdessen gab Northwest Airlines am Dienstag bekannt, dass im zweiten Quartal des laufenden Jahres ein Nettogewinn von 2,15 Milliarden US-Dollar erzielt wurde, der ohne Restrukturierungseffekte vor Steuern 273 Millionen US-Dollar beträgt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wies die Fluggesellschaft noch einen Verlust von 285 Millionen US-Dollar aus.
© aero.de | Abb.: nwa | 31.07.2007 23:42


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Beitrag vom 28.03.2018 - 17:06 Uhr
Sorry, jetzt driften Sie etwas stark ab.
Daher geht man konsequent den Weg, alle Akteure zu sensibilisieren und da gehört der Crewbusfahrer genauso dazu wie auch der CPT.
Aber genau der CPT hat es nicht getan, warum auch immer. Er ist aber derjenige in der ersten Reihe und keine andere Person.
Solch eine Teilung wie sie sie hier fordern, ...
Welche Teilung denn? Ich schreibe von Ergänzung, zusätzlich also.
weil sie eine "Nicht mein Problem" Mentalität fördert
daher die klare Aufgabe an die Kontrolle vor jedem Flug, und nochmal: zusätzlich. Stichproben an Bord, im Transit, ebenfalls. Das Risiko erwischt zu werden ist das Mittel der Wahl.
Für die gesamte Flugsicherheit ist es essentiell, dass jeder die Augen offenhält und lieber einmal zuviel als einmal zuwenig etwas Auffälliges meldet.
Wunderbar, also gleich morgen die Kontrollstelle, zusätzlich zu den offenen Augen eines jeden. Wegen der Dunkelziffer und der damit eingehenden Gefährdung.
Von daher ist der Cargoloader genauso in der Lage einen angetrunkenen Piloten zu melden wie es auch der andere Pilot ist.
Schlimm aber wenn man sich auf den Cargoloader verlassen muss weil der CPT nichts bemerkt hat (oder nicht wollte).
vielleicht errinnern Sie sich an die Absturzserie der DC10 ganz zu Anfang ihrer Dienstzeit, das Problem der sich verbiegenden Betätigungshebel wurde von vielen Cargoloadern erkannt, aber niemand hörte auf sie und dann kam es zu dem wiederholenden Versagen der Frachttüren. (Gepaart mit einer gewissen Ignoranz von Seiten des Herstellers). Und nach ihrer Logik, wäre der Cargoloader auch nicht dafür befugt, diese Aufälligekit zu melden, denn die einwandfrei Funktion der Türen und Tore ist eigentlich Sache der Wartung.
Sie sagen doch selber wo das Problem war. Es wurde gemeldet, aber ignoriert. Was werfen Sie dem Loader also vor? An wen hatte er es gemeldet? Normalerweise bedient der Loader das Frachttor selbstständig und eigenverantwortlich, ohne dass die Wartung am Flugzeug ist. Kann man jeden Tag live beobachten an vielen deutschen Flughäfen. Wie ging denn die Geschichte am Ende aus? Wer hatte schuld? Aber wir weichen mal wieder etwas ab ...
Beitrag vom 24.11.2016 - 18:55 Uhr
Werden die trotzdem normal bezahlt (inkl. aller Zulagen) oder etwa, durch das selbstverständlich alternativlose Streiken ihrer Cockpitkollegen, finanziell geschädigt, weil sie unbezahlten Urlaub nehmen müssen?

Das wäre nur dann der Fall wenn die Lufthansa zum Mittel der Aussperrung greifen würde. Das ist aber seit 1990 in DE nicht mehr vorgekommen und wurde dann auch den restlichen Betrieb lahmlegen.

Beitrag vom 24.11.2016 - 18:34 Uhr
Die Kabine wird ganz normal weiter bezahlt.

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