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Austrian Airlines droht bei Wachstum Pilotenmangel

WIEN - Heinz Frühwirth, langjähriger Austrian Airlines (AUA) Kapitän und Vorstandsmitglied der European Cockpit Association (ECA), warnt vor einem Mangel an Piloten bei der AUA und ihrer Tochtergesellschaft Tyrolean Airways, falls das Geschäft wieder stark ansteigen sollte. Dies sagte er in einem Gespräch mit der österreichischen Tageszeitung "Der Standard" (Montagsausgabe).



Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen werden 79 der 686 AUA-Piloten das "Golden Handshake"-Angebot annehmen und das Unternehmen mit einer Abfindung von bis zu 48 Monatsgehältern verlassen (Stand: 1. April 2007).

Frühwirth betont, darunter "viele Kollegen mit 25 Jahren Flugerfahrung" seien und so der AUA Personal mit großer Erfahrung verloren geht. Auch der Nachwuchs, den die AUA in ihrer Flugschule ausbildet, kann den Pilotenbedarf nicht decken, da nach Angaben des ECA-Vorstandsmitglieds die Lufthansa "auf der ständigen Suche nach Piloten" sei und versucht, die jungen AUA-Piloten abzuwerben.

Bei Tyrolean Airways, welche im Konzern unter der Marke Austrian Arrows geführt wird, werden heuer rund 40 Piloten gehen. Bereits in den vergangenen Wochen solles aufgrund der Personalknappheit einzelne Flüge ausgefallen sein. Tyrolean gilt als wichtiger Teil des AUA-Konzerns, da die Fluggesellschaft beim Ausbau von regionalen Strecken nach Osteuropa eine entscheidende Rolle spielt. Als Gründe für den Abgang der Piloten führt das ECA-Vorstandsmitglied die berufliche Unsicherheit und verlockende Angebote internationaler Fluggesellschaften an.

Die laufende Streichung von bis zu 270 Stellen im Austrian Airlines Konzern betrifft neben dem fliegenden Personal auch den kaufmännischen und technischen Bereich. Hintergrund ist in erster Linie die im Rahmen der Restrukturierung beschlossene Einstellung der Langstreckenverbindungen nach Shanghai, Phuket, Mauritius, Colombo, Male und Kathmandu, und der damit verbundenen Reduktion der AUA-Flotte um vier Airbus A330. Die AUA wird künftig auf der Langstrecke auf eine homogenen Flotte mit Flugzeugen der Typen Boeing 777 und Boeing 767 zurückgreifen.

Hierdurch sollen ab dem Geschäftsjahr 2009 bis zu 40 Millionen Euro jährlich eingespart werden. Die Restrukturierungsschritte sollen die AUA nach einem Verlust von fast 130 Millionen Euro im Jahr 2006 wieder auf einen erfolgreicheren Kurs bringen.
© aero.de | Abb.: GFDL | 13.08.2007 08:22


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Beitrag vom 28.03.2018 - 17:06 Uhr
Sorry, jetzt driften Sie etwas stark ab.
Daher geht man konsequent den Weg, alle Akteure zu sensibilisieren und da gehört der Crewbusfahrer genauso dazu wie auch der CPT.
Aber genau der CPT hat es nicht getan, warum auch immer. Er ist aber derjenige in der ersten Reihe und keine andere Person.
Solch eine Teilung wie sie sie hier fordern, ...
Welche Teilung denn? Ich schreibe von Ergänzung, zusätzlich also.
weil sie eine "Nicht mein Problem" Mentalität fördert
daher die klare Aufgabe an die Kontrolle vor jedem Flug, und nochmal: zusätzlich. Stichproben an Bord, im Transit, ebenfalls. Das Risiko erwischt zu werden ist das Mittel der Wahl.
Für die gesamte Flugsicherheit ist es essentiell, dass jeder die Augen offenhält und lieber einmal zuviel als einmal zuwenig etwas Auffälliges meldet.
Wunderbar, also gleich morgen die Kontrollstelle, zusätzlich zu den offenen Augen eines jeden. Wegen der Dunkelziffer und der damit eingehenden Gefährdung.
Von daher ist der Cargoloader genauso in der Lage einen angetrunkenen Piloten zu melden wie es auch der andere Pilot ist.
Schlimm aber wenn man sich auf den Cargoloader verlassen muss weil der CPT nichts bemerkt hat (oder nicht wollte).
vielleicht errinnern Sie sich an die Absturzserie der DC10 ganz zu Anfang ihrer Dienstzeit, das Problem der sich verbiegenden Betätigungshebel wurde von vielen Cargoloadern erkannt, aber niemand hörte auf sie und dann kam es zu dem wiederholenden Versagen der Frachttüren. (Gepaart mit einer gewissen Ignoranz von Seiten des Herstellers). Und nach ihrer Logik, wäre der Cargoloader auch nicht dafür befugt, diese Aufälligekit zu melden, denn die einwandfrei Funktion der Türen und Tore ist eigentlich Sache der Wartung.
Sie sagen doch selber wo das Problem war. Es wurde gemeldet, aber ignoriert. Was werfen Sie dem Loader also vor? An wen hatte er es gemeldet? Normalerweise bedient der Loader das Frachttor selbstständig und eigenverantwortlich, ohne dass die Wartung am Flugzeug ist. Kann man jeden Tag live beobachten an vielen deutschen Flughäfen. Wie ging denn die Geschichte am Ende aus? Wer hatte schuld? Aber wir weichen mal wieder etwas ab ...
Beitrag vom 24.11.2016 - 18:55 Uhr
Werden die trotzdem normal bezahlt (inkl. aller Zulagen) oder etwa, durch das selbstverständlich alternativlose Streiken ihrer Cockpitkollegen, finanziell geschädigt, weil sie unbezahlten Urlaub nehmen müssen?

Das wäre nur dann der Fall wenn die Lufthansa zum Mittel der Aussperrung greifen würde. Das ist aber seit 1990 in DE nicht mehr vorgekommen und wurde dann auch den restlichen Betrieb lahmlegen.

Beitrag vom 24.11.2016 - 18:34 Uhr
Die Kabine wird ganz normal weiter bezahlt.

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