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Der Erstbericht zu Air India Todesflug 171 liegt vor. Unmittelbar vor dem Absturz der Boeing 787-8 mit 260 Toten wurde die Treibstoffzufuhr in beide Triebwerke über die sogenannten "Fuel Control Switches" unterhalb der Schubregler unterbrochen.
Ob die Abschaltung mit Absicht, eine unbewusste Pilotenhandlung oder durch einen technischen Defekt erfolgte, sollen die weiteren Ermittlungen klären.
Indien lässt die Schalter mehrerer Boeing-Flugzeuge im Land, darunter die Modelle 737 und 787, nun aber technisch überprüfen. Eine entsprechende Anweisung gab die indische Luftfahrtbehörde DGCA am Montag heraus. Südkorea will alsbald eine ähnliche Wartungsanweisung erlassen.
Der Ermittlerbericht enthält keine Handlungsempfehlungen an Boeing oder den Triebwerkshersteller GE. Boeing und die US-Luftfahrtbehörde FAA sehen aktuell ebenfalls keinen Handlungsbedarf.
Die FAA hatte Ende 2018 allerdings eine Überprüfung der Aus- und Einrastsicherung der Treibstoffschalter empfohlen. Air India hatte auf diesen Check verzichtet, verbindlich vorgeschrieben war die Überprüfung nicht.
Bei Lufthansa alles in Ordnung
Inzwischen hat Air India den Funktionstest an ihren 787 abgeschlossen, melden indische Medien. Probleme seien dabei nicht aufgedeckt worden. Andere Airlines haben die Schalter zwischenzeitlich ebenfalls kontrolliert. Die Überprüfung der 787-Konzernflotte habe "keinen Befund" ergeben, teilte Lufthansa mit.
All Nippon Airways und Qantas gaben an, den Funktionstest bereits nach der FAA-Empfehlung von 2018 durchgeführt zu haben.
© aero.de | Abb.: DGCA, Government of India | 15.07.2025 06:53







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