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15 Prozent: Die EU beugt sich in einem Handelsdeal US-Zöllen. Der Satz gilt für so gut wie alle Warenlieferungen aus der EU in die USA - mit wenigen Ausnahmen: Flugzeuge und Flugzeugteile bleiben verschont. Für den Luftfahrtsektor gilt der in einem Abkommen aus dem Jahr 1979 fixierte gegenseitige Nullsatz weiter.
Bei Airbus ist vorsichtiges Aufatmen zu vernehmen. Der Hersteller liefert - je nach Jahr - zwischen 10 und 12 Prozent seiner Flugzeuge an US-Airlines. US-Großkunde Delta ließ Lieferungen neuer A321neo gerade wohl auch wegen drohender Zollrechnungen zurückstellen.
Die Zollansagen aus dem Weißen Haus hatten zuletzt auch andere US-Abnehmer schwer verunsichert - denn selbst im US-Werk Mobile, Alabama, endmontierte A220 und A320neo hätten sich durch Teilelieferungen verteuert.
Wie "Reuters" berichtet, übten US-Luftfahrtkonzerne im Hintergrund Druck auf die US-Regierung aus, zu den Regelungen von 1979 zurückzukehren. Ein Koordinator der gemeinsamen Lobbyaktion demnach: GE-Chef Larry Culp.
Die Luftfahrtindustrien der USA und Europas sind eng miteinander verflochten. Zölle auf Triebwerks- und Teileieferungen im Joint Venture CFM zwischen GE und dem französischen Konzern Safran hätten das seit Jahrzehten erfolgreiche Gemeinschaftsprojekt im Extremfall sogar sprengen können, hieß es im Branchenumfeld.
Auch für Boeing hätte bei einem offenen Handelsstreit viel auf dem Spiel gestanden: Europa ist mit rund 15 Prozent Lieferanteil ein wichtiger Exportmarkt für den Hersteller - Ryanair und der Lufthansa-Konzern erwarten in den nächsten Jahren zahlreiche Neuauslieferungen.
© aero.de | Abb.: CFM | 29.07.2025 09:32







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