US-Zölle
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Pilatus stoppt Exporte in die Vereinigten Staaten

Pilatus PC-12
Pilatus PC-12, © Pilatus Flugzeugwerke AG

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STANS - "Erheblicher Wettbewerbsnachteil": Der Schweizer Flugzeugbauer Pilatus setzt angesichts des 39-Prozent-Zolls Exporte in die Vereinigten Staaten aus. Der einstweilige Lieferstopp für die PC-12 und PC-24 soll Händlern und Käufern Raum für Nachverhandlungen geben. Pilatus drängt auf eine politische Lösung.

Die Vereinigten Staaten erheben 39 Prozent Zoll auf Einfuhren aus der Schweiz - das entzieht Pilatus-Käufern in den USA die Geschäftsgrundlage.

Der Stanser Flugzeugbauer reagiert mit einem einstweiligen Exportstopp. "Der von den US-Behörden neu erhobene Zolltarif stellt für Pilatus einen erheblichen Wettbewerbsnachteil dar", teilte Pilatus vor dem Wochenende mit. Vier von zehn PC-12 und PC-24 lieferte Pilatus bisher an US-Kunden.

Entsprechend "hart" treffe der Zoll den Flugzeugbauer, sagte Pilatus-Verwaltungsratspräsident Hansueli Loosli der "Schweiz am Wochenende". Der Manager geht zwar nicht davon aus, dass Pilatus staatliche Hilfen in Anspruch nehmen muss, drängt aber auf rasche politische Verhandlungen.

In Handelsabkommen der Vereinigten Staaten mit der EU und Großbritannien gilt für Flugzeuge und Flugzeugteile eine generelle Zollbefreiung. Wegen der "massiven Zusatzkosten" durch den Zoll auf Schweizer Produkte fürchtet Pilatus, gegenüber europäischen Wettbewerbern ins Hintertreffen zu geraten.

Pilatus prüft Ausbau von US-Werk

Die Lieferpause soll Händlern und Kunden in den USA zunächst Zeit geben, die Aufteilung der Mehrkosten zu verhandeln.

Pilatus unterhält im US-Bundesstaat Colorado bereits ein Ausrüstungs- und Lackierwerk - das Unternehmen prüft nach Medieninformationen, den Aufbau einer vollwertigen Endmontage in den USA voranzutreiben. Zeitgleich will Pilatus das Geschäft mit Militärkunden für seine Trainingsflugzeuge ausbauen.
© aero.de | Abb.: Pilatus | 11.08.2025 06:17

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Beitrag vom 13.08.2025 - 12:50 Uhr
Pilatus sollte sich mal überlegen, was Trump mit MAGA wirklioch beabsichtigt. "great again" wohl kaum - "go alone" wohl eher. Dann kann bzw. muss man halt ohne der USA-Markt leben.
Falls Pilatus in den USA doch investiert, ist Pilatus nicht davor gefeit, u. U. Exportsteuern für Verkäufe in die Schweiz zahlen zu müssen - vgl. INDIVIA.


Ja, das Problem ist halt, dass in den USA die große Willkür ausgebrochen ist und man nicht mal versuchen kann, vorherzusagen welche Entscheidungen als nächstes zusätzlich getroffen oder wieder zurückgenommen werden.

Unter diesen Voraussetzungen ist selbst der Umbau eines Ausrüstungswerks in ein Endmontagewerk ein nicht kalkulierbares Risiko.
Beitrag vom 13.08.2025 - 12:36 Uhr
Pilatus sollte sich mal überlegen, was Trump mit MAGA wirklioch beabsichtigt. "great again" wohl kaum - "go alone" wohl eher. Dann kann bzw. muss man halt ohne der USA-Markt leben.
Falls Pilatus in den USA doch investiert, ist Pilatus nicht davor gefeit, u. U. Exportsteuern für Verkäufe in die Schweiz zahlen zu müssen - vgl. INDIVIA.
Beitrag vom 13.08.2025 - 11:44 Uhr
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