Vereinigung Cockpit
Älter als 7 Tage
Weiter kein Durchbruch in Tarifgesprächen bei Lufthansa
FRANKFURT - Zwischen Lufthansa und den Piloten der Kernmarken sind Tariffragen offen. In der jüngsten Verhandlungsrunde mit Lufthansa und Lufthansa Cargo konnte nach Angaben der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit "kein Durchbruch" bei Gesprächen zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) erzielt werden.
"Keine nennenswerten Fortschritte": Cockpit ist mit dem Tempo bei Verhandlungen mit Lufthansa zur Alters- und Übergangsversorgung im Kernbereich nicht zufrieden.
"Selbst nach zahlreichen Gesprächsrunden fehlt es nach wie vor an einem verhandlungsfähigen Angebot von der Lufthansa", sagte Cockpit-Sprecherin Heike Wagner, "Lufthansa war erneut nicht bereit, konkrete finanzielle Zusagen zu machen."
Cockpit fordere ein "verhandlungsfähiges Angebot" zur bAV. Weitere Termine mit Lufthansa stünden Ende August und Anfang September an.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 11.08.2025 13:17
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Beitrag vom 13.08.2025 - 18:15 Uhr
Die Pensions- und Übergangsversorgungen, wie sie vor Jahrzehnten vereinbart wurden, passen heute nur noch bedingt zur Realität der Branche. Lufthansa richtet sich strategisch neu aus – mit Discover Airlines und City Airlines entstehen innerhalb des Konzerns Strukturen, die günstiger arbeiten und gleichzeitig profitabler sind.
Sie sind erst 2017 neu vereinbart worden. Mit einem deutlichen Abschlag in der von der Firma zu leistenden Höhe und dem Versprechen, dass man seitens der GL wieder gemeinsam wachsen wollte. Noch während der Abstimmungsphase zu den TVs (Vergütung, Übergangs- und Altersversorgung) hat CS die Abwicklung der GWI verkündet und damit damals gut 700 Kolleg:innen, die die günstige Fliegerei zum Schutz der LH vor den Billigfliegern mit aufgebaut haben, vors Schienbein getreten...
Wenn die VC in den Verhandlungen zu sehr auf die alten Modelle setzt, könnte sie Gefahr laufen, den Anschluss zu verlieren. Der Markt und der Konzern bewegen sich weiter – und wer sich nicht anpasst, riskiert, dass wichtige Entscheidungen irgendwann ohne einen getroffen werden.
Das eine Problem ist, dass man zwar die AV "modernisiert" (sprich für den AG günstiger) gemacht hat, aber leider das Fondsmanagement aus dem alten Jahrtausend übernommen hat. Eine Änderung am Fondsmanagement ist ohne neuen TV Altersversorgung nicht zu machen. Dass hier der AG "mauert", bzw. sich diese Änderung noch einmal "bezahlen" lassen möchte ist der eigentliche "Skandal".
Am Ende wäre ein tragfähiger Kompromiss im Interesse aller – damit die Kernmarke und ihre Piloten auch in Zukunft eine starke Rolle im Konzern spielen können.
Aktuell ist der Konzern am längeren Hebel und kann es aussitzen. Mal sehen, wie lange diese Taktik noch gut geht... Eine CLH, die früher die Klassik unter Druck gesetzt hat, soll abgewickelt werden, aber eine City ist noch nicht flügge, egal ob es Pressemeldungen mit hübschen, neuen Flugzeugen gibt...
Solange sich die GL über Ineffizienzen in Dienstplänen beschwert, die sie selber im Netz erzeugt hat, braucht man sich um die LH keine Sorgen machen.
Beitrag vom 12.08.2025 - 16:05 Uhr
Puh… mal wieder nur Experten unterwegs…die TVs sind nicht mal eine Dekande alt (2018). Im Zuge der Tarifverhandlungen wurde das System komplett umgestellt (auf Wunsch des Managements).
Und zu einem anderen Thema - Die LH Gruppe setzt auf immer mehr Komplexität durch neue AOCs (inklusive der ganzen Kosten). Gleichzeitig hat die LH Gruppe die schlechteste Marge von den großen Playern - die wiederum die Rolle rückwärts gemacht haben und wieder in-house fliegen lassen. Vllt mal darüber nachdenken. Und falls jemand Kontakt zu McKinsey Beratern hat - gerne mal mal nett fragen ob die Strategie (teile und herrsche /neue AOCs) tatsächlich günstiger ist (sneak peak: wird definitiv verneint)
Ja, das wäre bestimmt interessant. Andere machen das, dazu sehr erfolgreich (Beide sind die Margenkings), genauso wie LH, nur schneller. BA hat ihre City. Airlines mit dem Euroflyer und IB hat Express. Aber Express reicht dort nicht mehr, eine neue, günstigere Tochter ist bereits in der Mache, sollte man sich mit den GW nicht einigen.
Also auch nix anderes, nur stringenter.
Beitrag vom 12.08.2025 - 12:52 Uhr
Puh… mal wieder nur Experten unterwegs…die TVs sind nicht mal eine Dekande alt (2018). Im Zuge der Tarifverhandlungen wurde das System komplett umgestellt (auf Wunsch des Managements).
Und zu einem anderen Thema - Die LH Gruppe setzt auf immer mehr Komplexität durch neue AOCs (inklusive der ganzen Kosten). Gleichzeitig hat die LH Gruppe die schlechteste Marge von den großen Playern - die wiederum die Rolle rückwärts gemacht haben und wieder in-house fliegen lassen. Vllt mal darüber nachdenken. Und falls jemand Kontakt zu McKinsey Beratern hat - gerne mal mal nett fragen ob die Strategie (teile und herrsche /neue AOCs) tatsächlich günstiger ist (sneak peak: wird definitiv verneint)
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Sie sind erst 2017 neu vereinbart worden. Mit einem deutlichen Abschlag in der von der Firma zu leistenden Höhe und dem Versprechen, dass man seitens der GL wieder gemeinsam wachsen wollte. Noch während der Abstimmungsphase zu den TVs (Vergütung, Übergangs- und Altersversorgung) hat CS die Abwicklung der GWI verkündet und damit damals gut 700 Kolleg:innen, die die günstige Fliegerei zum Schutz der LH vor den Billigfliegern mit aufgebaut haben, vors Schienbein getreten...
Wenn die VC in den Verhandlungen zu sehr auf die alten Modelle setzt, könnte sie Gefahr laufen, den Anschluss zu verlieren. Der Markt und der Konzern bewegen sich weiter – und wer sich nicht anpasst, riskiert, dass wichtige Entscheidungen irgendwann ohne einen getroffen werden.
Das eine Problem ist, dass man zwar die AV "modernisiert" (sprich für den AG günstiger) gemacht hat, aber leider das Fondsmanagement aus dem alten Jahrtausend übernommen hat. Eine Änderung am Fondsmanagement ist ohne neuen TV Altersversorgung nicht zu machen. Dass hier der AG "mauert", bzw. sich diese Änderung noch einmal "bezahlen" lassen möchte ist der eigentliche "Skandal".
Am Ende wäre ein tragfähiger Kompromiss im Interesse aller – damit die Kernmarke und ihre Piloten auch in Zukunft eine starke Rolle im Konzern spielen können.
Aktuell ist der Konzern am längeren Hebel und kann es aussitzen. Mal sehen, wie lange diese Taktik noch gut geht... Eine CLH, die früher die Klassik unter Druck gesetzt hat, soll abgewickelt werden, aber eine City ist noch nicht flügge, egal ob es Pressemeldungen mit hübschen, neuen Flugzeugen gibt...
Solange sich die GL über Ineffizienzen in Dienstplänen beschwert, die sie selber im Netz erzeugt hat, braucht man sich um die LH keine Sorgen machen.
Und zu einem anderen Thema - Die LH Gruppe setzt auf immer mehr Komplexität durch neue AOCs (inklusive der ganzen Kosten). Gleichzeitig hat die LH Gruppe die schlechteste Marge von den großen Playern - die wiederum die Rolle rückwärts gemacht haben und wieder in-house fliegen lassen. Vllt mal darüber nachdenken. Und falls jemand Kontakt zu McKinsey Beratern hat - gerne mal mal nett fragen ob die Strategie (teile und herrsche /neue AOCs) tatsächlich günstiger ist (sneak peak: wird definitiv verneint)
Ja, das wäre bestimmt interessant. Andere machen das, dazu sehr erfolgreich (Beide sind die Margenkings), genauso wie LH, nur schneller. BA hat ihre City. Airlines mit dem Euroflyer und IB hat Express. Aber Express reicht dort nicht mehr, eine neue, günstigere Tochter ist bereits in der Mache, sollte man sich mit den GW nicht einigen.
Also auch nix anderes, nur stringenter.
Und zu einem anderen Thema - Die LH Gruppe setzt auf immer mehr Komplexität durch neue AOCs (inklusive der ganzen Kosten). Gleichzeitig hat die LH Gruppe die schlechteste Marge von den großen Playern - die wiederum die Rolle rückwärts gemacht haben und wieder in-house fliegen lassen. Vllt mal darüber nachdenken. Und falls jemand Kontakt zu McKinsey Beratern hat - gerne mal mal nett fragen ob die Strategie (teile und herrsche /neue AOCs) tatsächlich günstiger ist (sneak peak: wird definitiv verneint)