F-35-Deal intakt
Älter als 7 Tage
Kanada wechselt nicht auf europäische Kampfjets
MONTREAL - Spanien passt, die Schweiz hadert: US-Zölle bringen die F-35 im Ausland in Absatzschwierigkeiten. Einer der größten Programmkunden außerhalb der USA stellt sich nach Medieninformationen wieder hinter den Auftrag: Alternativen zur F-35 aus Europa sind für Kanada keine Lösung.
16 F-35 muss Kanada ohnehin nehmen, geplante Folgechargen über 72 weitere F-35 könnte Ottawa aber noch stornieren. Angesichts von US-Handelszöllen hatte der nördliche Nachbarn einen Teilausstieg aus den Verträgen zuletzt zumindest erwogen.
Wie die Nachrichtenagentur "Reuters" berichtet, tendiert Kanada nun aber wieder klar zur F-35. Eine Storno würde nicht nur das Verhältnis zu den USA weiter belasten, hieß es. Kanada müsste bei einem Umschwenk auf europäische Kampfjets zudem mit noch höheren Gesamtkosten für Beschaffung, Pilotentrainings und Unterhalt rechnen.
Die F-35 hatte sich in Kanada 2023 gegen die Saab Gripen-E durchgesetzt. Den 2023 mit 13,9 Milliarden US-Dollar veranschlagten Kostenrahmen wird das Rüstungsprojekt aber wohl deutlich sprengen.
Die 88 F-35, Infrastrukturen und Pilotenausbildungen werden die Steuerzahler am Ende zwischen 20,0 und 24,0 Milliarden US-Dollar kosten, warnten kanadische Rechnungsprüfer im April. Nur zum Teil gehen die Mehrkosten auf Wechselkurseffekte zurück.
Spanien hat Pläne für eine F-35B-Flotte als Harrier-Ersatz gerade verworfen. Die Schweiz, von der US-Regierung mit 35 Prozent Zoll belegt, prüft noch, wie sie mit einem F-35-Auftrag weiter verfahren will.
Einstweilen hält Bern an dem Deal über 36 F-35A fest, auch wenn es bereits zuvor Streit über eine Festpreisklausel im Vertrag gab.Deutschland will erste F-35A ab 2027 nur nuklearen Teilhabe innerhalb der NATO in Büchel stationieren. Die aufwendige Umrüstung des Fliegerhorsts wird nach jüngster Rechnung rund
1,95 Milliarden Euro verschlingen - fast das Dreifache der anfänglich kalkulierten Summe.
© aero.de | Abb.: USAF, DVIDS | 20.08.2025 06:30
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Beitrag vom 24.08.2025 - 23:45 Uhr
Europa hat kein wirklich zukunftsfähiges Kampflugzeug in seinem Repertoire, sondern nur Flugzeuge der 90er Jahre (deren Genese bis in die 70er zurück reicht)...die frz. Rafale, seit ca. 25 Jahren im Dienst, der 20 Jahre alte Typhoon und die 30 Jahre alte völlig überbewertete Grippen. Das FCAS wird noch ein Jahrzehnt lang Zukunftsmusik sein.
Da wird man wohl oder übel zur F-35 greifen müssen, insbes, wenn man aus der ersten Tranche nicht herauskommt, am Ende hätte die RCAF sonst eine Flotte wie die LH....
Der Eurofighter wurde zur selben Zeit und zum selben Zweck wie die F22 entworfen ... gehört die F22 somit auch zum "alten Eisen" oder wie?
Die Entwicklungs- und Produktionskosten dieser beiden Systeme lassen anderes vermuten.
* Die F35 hat der F22 in etwa das vorraus was die zweite Generation der ersten Generation der europäischen Weltkriegsflugzeuge vorraus hatte d.h. ein guter Pilot in der ersten Generation wird gegen einen guten Piloten in der zweiten Generation so gut wie immer gewinnen weil der technische Fortschritt zwischen den Generationen sich vorallem auf Praktikabilität und weniger oder garnicht auf die reine (Kampf)Leistung konzentriert(e).
Die Unfälle der F35 und Fw190 Piloten sind auf jeden Fall enge Verbündete.
Beitrag vom 21.08.2025 - 09:07 Uhr
"Alternative aus Europa" ist ein so nicht gefallenes Zitat. Ich würde mir überlegen, die Glaubwürdigkeit meiner Argumentation durch falsche Zitate zu gefährden. Das nur am Rande.
Dass Europa kein wirklich zukunftsfähiges Kampfflugzeug habe kann ja vielleicht auch daran liegen, dass es insbesondere für nicht so versierte Entscheidungsträger immer einfacher ist hinterherzutrotten als eigene Wege zu gehen, verbunden mit der Ehrfurcht, all das, was man selbst nicht auf die Beine bringt, als unwiderbringbaren Vosprung des verklärten Vorbilds anzusehen. Mit so einer Einstellung wäre Airbus nie entstanden.
Desweiteren muss man sich natürlich fragen, wie solche Kaufentscheidungen tatsächlich zustande kommen. Wer glaubt, diese beruhen auf objektiven Vergleichskriterien, wie man sie vielleicht bei der Entscheidung im Supermarkt anwendet, muss die letzen 70 Jahre ignoriert haben. Da spielen ganz andere Zwänge eine Rolle, und die Frage, ob die eierlegende Wollmilchsau ein graues oder schwarzes Fell hat ist angesichts der vielen weiteren Randbedingungen de facto unerheblich: Ob von 20 Jägern in einem bestimmten Szenario dank einer besonderen Technik nur drei oder sechs abgeschossen werden ist völlig gleichgültig, wenn im Falle eines Falles die Rotte dank fehlender Verteidigungsanlagen bereits auf dem Horst eingeäschert werden würde.
Und was die Komplexität einer Waffe betrifft: Bei uns werden mehr Polizisten durch simple Messer ausser Gefecht gesetzt als durch Schusswaffen in krimineller Hand.
Beitrag vom 20.08.2025 - 22:38 Uhr
was für "Alternativen aus Europa" sollten dies denn sein?
Europa hat kein wirklich zukunftsfähiges Kampflugzeug in seinem Repertoire, sondern nur Flugzeuge der 90er Jahre (deren Genese bis in die 70er zurück reicht)...die frz. Rafale, seit ca. 25 Jahren im Dienst, der 20 Jahre alte Typhoon und die 30 Jahre alte völlig überbewertete Grippen. Das FCAS wird noch ein Jahrzehnt lang Zukunftsmusik sein.
Da wird man wohl oder übel zur F-35 greifen müssen, insbes, wenn man aus der ersten Tranche nicht herauskommt, am Ende hätte die RCAF sonst eine Flotte wie die LH....
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Europa hat kein wirklich zukunftsfähiges Kampflugzeug in seinem Repertoire, sondern nur Flugzeuge der 90er Jahre (deren Genese bis in die 70er zurück reicht)...die frz. Rafale, seit ca. 25 Jahren im Dienst, der 20 Jahre alte Typhoon und die 30 Jahre alte völlig überbewertete Grippen. Das FCAS wird noch ein Jahrzehnt lang Zukunftsmusik sein.
Da wird man wohl oder übel zur F-35 greifen müssen, insbes, wenn man aus der ersten Tranche nicht herauskommt, am Ende hätte die RCAF sonst eine Flotte wie die LH....
Der Eurofighter wurde zur selben Zeit und zum selben Zweck wie die F22 entworfen ... gehört die F22 somit auch zum "alten Eisen" oder wie?
Die Entwicklungs- und Produktionskosten dieser beiden Systeme lassen anderes vermuten.
* Die F35 hat der F22 in etwa das vorraus was die zweite Generation der ersten Generation der europäischen Weltkriegsflugzeuge vorraus hatte d.h. ein guter Pilot in der ersten Generation wird gegen einen guten Piloten in der zweiten Generation so gut wie immer gewinnen weil der technische Fortschritt zwischen den Generationen sich vorallem auf Praktikabilität und weniger oder garnicht auf die reine (Kampf)Leistung konzentriert(e).
Die Unfälle der F35 und Fw190 Piloten sind auf jeden Fall enge Verbündete.
Dass Europa kein wirklich zukunftsfähiges Kampfflugzeug habe kann ja vielleicht auch daran liegen, dass es insbesondere für nicht so versierte Entscheidungsträger immer einfacher ist hinterherzutrotten als eigene Wege zu gehen, verbunden mit der Ehrfurcht, all das, was man selbst nicht auf die Beine bringt, als unwiderbringbaren Vosprung des verklärten Vorbilds anzusehen. Mit so einer Einstellung wäre Airbus nie entstanden.
Desweiteren muss man sich natürlich fragen, wie solche Kaufentscheidungen tatsächlich zustande kommen. Wer glaubt, diese beruhen auf objektiven Vergleichskriterien, wie man sie vielleicht bei der Entscheidung im Supermarkt anwendet, muss die letzen 70 Jahre ignoriert haben. Da spielen ganz andere Zwänge eine Rolle, und die Frage, ob die eierlegende Wollmilchsau ein graues oder schwarzes Fell hat ist angesichts der vielen weiteren Randbedingungen de facto unerheblich: Ob von 20 Jägern in einem bestimmten Szenario dank einer besonderen Technik nur drei oder sechs abgeschossen werden ist völlig gleichgültig, wenn im Falle eines Falles die Rotte dank fehlender Verteidigungsanlagen bereits auf dem Horst eingeäschert werden würde.
Und was die Komplexität einer Waffe betrifft: Bei uns werden mehr Polizisten durch simple Messer ausser Gefecht gesetzt als durch Schusswaffen in krimineller Hand.
Europa hat kein wirklich zukunftsfähiges Kampflugzeug in seinem Repertoire, sondern nur Flugzeuge der 90er Jahre (deren Genese bis in die 70er zurück reicht)...die frz. Rafale, seit ca. 25 Jahren im Dienst, der 20 Jahre alte Typhoon und die 30 Jahre alte völlig überbewertete Grippen. Das FCAS wird noch ein Jahrzehnt lang Zukunftsmusik sein.
Da wird man wohl oder übel zur F-35 greifen müssen, insbes, wenn man aus der ersten Tranche nicht herauskommt, am Ende hätte die RCAF sonst eine Flotte wie die LH....