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Bei der Landung eines Flugzeugs am Flughafen Münster-Osnabrück ist es am Mittwochabend zu einem Zwischenfall gekommen. Die aus der Türkei kommende Boeing 737-800 sei auf der Landebahn ein Stück über die Begrenzung hinaus gerollt, teilte der Flughafen in der Nacht mit.
Keiner der knapp 200 Menschen an Bord des Flugs 4M351 sei nach aktuellem Stand verletzt worden. Die Maschine der türkischen Airline Mavi Gök beschädigte aber einige Leuchtfeuer und kam dann noch auf der Start- und Landebahn zum Stehen, hieß es. Der Flugbetrieb am Airport wurde nach dem Vorfall vorübergehend eingestellt.
Boeing setzte bei Landung spät auf
Von der Airline gab es zunächst kein Statement. Ein Sprecher der Feuerwehr erklärte, das Flugzeug habe bei der Landung zu spät aufgesetzt. Es habe nicht viel gefehlt und die Maschine wäre von der asphaltierten Fahrbahn gerutscht. Die genaue Ursache war zunächst unklar. Beschädigt wurde die Boeing dem Sprecher zufolge nicht.
FMO: Flugzeug rollt bei Landung über Bahn hinaus: Einsatz am Flughafen Münster/Osnabrück: Ein Flugzeug fährt über die reguläre Landebahn hinaus, verletzte wird niemand. Was genau ist passiert? https://t.co/jExI8KJVuY pic.twitter.com/AnUDnMTipm
— Die Glocke, Oelde (@DieGlocke) September 4, 2025
Die Fluggäste konnten das Flugzeug über die Fluggasttreppen verlassen und wurden mit Passagierbussen ins Terminal gebracht. Wie der Flughafen, der sich in der nordrhein-westfälischen Stadt Greven befindet, weiter mitteilte, mussten nach dem Vorfall vier ankommende Flüge umgeleitet werden.
Die Boeing 737 hatte den Flughafen unter Starkregen angeflogen. Erst gegen 2:40 Uhr nachts konnte der Betrieb den Angaben nach wieder aufgenommen werden. Der Flughafen war rund sechs Stunden gesperrt.
Ein Sprecher der Airline Mavi Gök begründete das späte Aufsetzen mit den Wetterbedingungen. "Das Flugzeug wird nach einer gründlichen Überprüfung und Wartung durch unser Technikteam wieder in Betrieb genommen."
"Black Box" wird sichergestellt
Die Landung wird jetzt näher untersucht. Ein Sprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sagte, der Vorfall werde aktuell als "schwere Störung", nicht als Unfall bearbeitet. Die Behörde stelle den Voice Recorder aus dem Cockpit und den Flugdatenschreiber sicher. Ob auch die Piloten befragt würden, stehe noch nicht fest.
Die Behörde könne, wenn nötig, auch ein ausführliches Wettergutachten vom Deutschen Wetterdienst in Auftrag geben. Dabei würde unter anderem gefährliche Scher- und Seitenwinde in Bodennähe untersucht.
© dpa, aero.de | Abb.: FMO | 04.09.2025 09:30







Kommentare (11) Zur Startseite
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Zumindest dazu kann ich Ihnen zustimmen, mit dieser Beurteilung ist die Aussage "zu spät" völlig unqualifiziert und anmaßend. Feuerwehrleute sollen für Sicherheit sorgen aber nicht die Anflüge bewerten.
Sie hätte Recht, wenn es sich nicht um eine Meinungsaussage sondern um eine juristische Beurteilung gehandelt hätte. Ich glaube nicht, dass die fragende Medienrunde meinte, entsprechende Kompetenzen zu haben, ausgenommen vielleicht Vertreter einschlägig bekannter Faktenmissversteher.
Ich denke, dass die Feuerwehr hier nur die Meinung des Lotsen wiedergegeben hat, der die Feuerwehr alarmiert hat. Das läuft dann vor Gericht unter "Hörensagen" aber es ist ein wichtiger Hinweis, wo man nachfragen könnte.
Glauben Sie, dass Feuerwehrleute bei extremem Regen, deswegen der Anflug auch nicht sehr safe erfolgte, auf dem Apron stehen und den Aufsetzpunkt so genau fixieren können. Wahrscheinlich war aufgrund des Wasserschleiers nicht mal der TWR dazu in der Lage.
Selbsverständlich kann man völlig legal auch kurz vor Pistenende aufschlagen, wenn man geeignete Bremsen hat, das bleibt jedem unbenommen. Man muss bloß vorher noch auf den Taxiway abrollen können.
Zumindest dazu kann ich Ihnen zustimmen, mit dieser Beurteilung ist die Aussage "zu spät" völlig unqualifiziert und anmaßend. Feuerwehrleute sollen für Sicherheit sorgen aber nicht die Anflüge bewerten.
Ein Sprecher der Feuerwehr erklärte, das Flugzeug habe bei der Landung zu spät aufgesetzt
Dieser Beitrag wurde am 05.09.2025 11:21 Uhr bearbeitet.