Brüchige Lufthoheit
Älter als 7 Tage

Iranische Flugabwehr trifft weitere US-Flugzeuge

US Air Force A-10C
US Air Force A-10C, © USAF, DVIDS

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WASHINGTON - Ein US-Kampfjet stürzt nach feindlichem Beschuss über dem Iran ab. Eine Rettungsmission für die Piloten läuft sofort an - dabei geraten weitere Flugzeuge ins Feuer der iranischen Luftabwehr. Davor erweckten die USA den Eindruck, die Lufthoheit über dem Land erlangt zu haben.

Nach dem ersten feindlichen Abschuss eines US-Kampfjets vom Typ F-15E im Iran seit Kriegsbeginn ist der Verbleib eines Besatzungsmitglieds weiter ungewiss.

Nach fünf Wochen Kampfhandlungen war es laut iranischen Angaben und US-Medienberichten nicht der einzige Rückschlag, den die Vereinigten Staaten am Freitag erlitten: Demnach traf der Iran auch ein US-Kampfflugzeug vom Typ A-10 in der Region des Persischen Golfs nahe der Straße von Hormus.

Wie die Sender NBC News und CBS News unter Berufung auf US-Beamte berichteten, unterstützte die Maschine eine Such- und Rettungsmission, nachdem der Iran zuvor den Kampfjet vom Typ F-15E über seinem Territorium abgeschossen hatte.

Der Pilot der A-10 schaffte es mehreren US-Medien zufolge, seine beschädigte Maschine in den Luftraum Kuwaits zu steuern - und sich in Sicherheit zu bringen.

Der Iran traf nach Informationen von NBC News und der "Washington Post" auch zwei Black-Hawk-Hubschrauber, die demnach ebenfalls an den Such- und Rettungsmaßnahmen beteiligt waren. Soldaten seien verletzt worden, konnten sich aber in Sicherheit bringen, hieß es.

Die Vorfälle stellen eine weitere Eskalation des von den USA und Israel begonnenen Krieges dar und zeigen: Der Iran ist immer noch dazu in der Lage, den Angreifern gefährlich zu werden. Präsident Donald Trump setzt das unter Druck. Er und sein Team hatten zuletzt den Eindruck erweckt, dass US-Flugzeuge in Irans Luftraum keine Angriffe mehr fürchten mussten.

Die USA hätten die Lufthoheit erlangt, hieß es. Immer wieder suggerierte der Präsident: Die militärischen Fähigkeiten Teherans seien bereits nahezu vernichtet.

Die USA hielten sich nach den Rückschlägen zunächst sehr bedeckt. Eines der beiden Besatzungsmitglieder der Maschine vom Typ F-15E konnte übereinstimmenden Medienberichten zufolge nach dem Absturz gerettet werden.

Trump bleibt in Washington

Auf die Frage, was er tun würde, falls das noch gesuchte, andere Crew-Mitglied von Iranern gefangengenommen oder verletzt werden sollte, sagte Trump laut der britischen Zeitung "The Independent" in einem Telefoninterview: "Nun, das kann ich nicht kommentieren, weil - wir hoffen, dass das nicht passieren wird." Etwaige Gespräche mit dem Iran sieht Trump durch den Absturz des Kampfjets NBC News zufolge nicht beeinflusst.

Der Präsident, der die US-Hauptstadt sonst freitags oft verlässt, um das Wochenende etwa in seinem Club Mar-a-Lago in Florida zu verbringen, bleibt laut seines offiziellen Terminplans an diesem Samstag in Washington.
© dpa, aero.de | Abb.: USAF, DVIDS | 04.04.2026 07:52

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Beitrag vom 08.04.2026 - 13:52 Uhr
Ist diese "Brüchige Lufthoheit" im Raum mit uns oder konnte die DeutschePresseAgentur nur ihre politische Mindermeinung mal wieder nicht bei sich behalten?

Unabhänging davon ist es aber wirklich bezeichnend dass die F35 welche wirklich nicht darauf ausgelegt ist offensichtlich kein Problem damit hat ohne größere Schäden kleinere Kaliber zu fressen aber die F15 welche jetzt schon zum vierten mal abgeschossen wurde anscheinend schon.

Da sieht man mal was Technologie am Ende doch für einen Unterschied machen kann selbst wenn das Konzept völlig verfehlt ist und viele technologische Vorteile zunichte macht und das Luftfahrzeug (fest nach oben gerichtete Radarantenne und viel zu kleine Optronik für schlechtest mögliche Luft-Boden Leistungen) möglicherweise erst in eine bzw. die ungünstige Lage gebracht hat.
Eine Art A10 oder Tornado mit der Technologie der F35 wäre schon aufgrund der schieren Masse und Vielfalt der mitgeführten Waffen (d.h. auch welche zur Selbstverteidigung) quasi eine Art "Schlachtschiff" und mit ausschließlich taktischen Mitteln und Methoden unmöglich abzuschießen und natürlich würde Bauraum und Gewicht von Flugzeugen wie der A10 oder dem Tornado auch eine viel bessere technologische Entfaltung und Weiterentwicklung ermöglichen. Insofern ...

Technologie Technologie Technologie !
Beitrag vom 04.04.2026 - 20:10 Uhr
Wenn die A10 nahe der Straße von Hormuz. getroffen wurde, dann wäre sie sicher nicht den ganzen persischen Golf entlang nach Kuwait geflogen, sondern eher in den Emiraten oder nahebei gelandet, bzw. abgestürzt.
Beitrag vom 04.04.2026 - 18:17 Uhr
Eine "Lufthoheit" schließt Angriffe vom Boden auf fliegendes Gerät nicht aus.
Das möchte ich nur anmerken...


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