Starker Auftragseingang, schwache Auslieferungen: Airbus ist ziemlich gemischt ins Jahr gestartet.
Eine "Diskrepanz zwischen Produktion und Auslieferungen" führt Airbus-Chef Guillaume Faury unter anderem auf nach wie vor eingeschränkte Verfügbarkeit von Triebwerken und Nachwehen eines Qualitätsproblems bei einem A320-Rumpfteilezulieferer zurück.
Auch ein inzwischen gelöstes "administratives Problem" in China hat laut Airbus rund 20 Auslieferungen verzögert. Jetzt will Airbus Boden gutmachen - und laut Faury noch im laufenden Quartal zu den Lieferplanungen für 2026 aufschließen.
Das Ziel von 870 Auslieferungen bis Jahresende steht - unter Vorbehalt: Faury betonte, dass Airbus hierbei nicht von weiteren weltwirtschaftlichen Verwerfungen und Störungen im globalen Luftverkehrssystem ausgeht. Die weiteren Entwicklungen rund um den Iran könnten also noch auf Airbus abstrahlen.
Für den Moment verzeichne Airbus deswegen aber "keine Stornierungen oder Verschiebungen", sagte Faury.
Bei Airbus entfallen zwar immerhin acht Prozent des aktuellen Auftragsbestands, 736 Flugzeuge, auf Kunden aus dem Nahen Osten.
Der Hersteller ist von der Region beim Absatz von Interkontflugzeugen aber weit weniger abhängig als Konkurrent Boeing - im neuen Boeing-Programm 777X entfallen 78,5 Prozent der bisherigen Bestellungen auf die drei großen Golfairlines Emirates, Etihad Airways und Qatar Airways.
Im wichtigsten Airbus-Interkontprogramm A350 liegt der Nahostanteil mit 131 Flugzeugen - 66 A350-900, 55 A350-1000 und zehn A350F - bei 15,3 Prozent. Eine größere Rolle spielen für Airbus aufstrebende Günstigairlines in der Region, die Hunderte A320neo und A321neo bestellt haben.
Die weltweit gestiegenen Kerosinpreise dürften dem Airbus-Absatz laut Analysten mittelfristig eher nützen als schaden - und Investitionen bei Fluggesellschaften in effizientere Flugzeuge beschleunigen.
© aero.de | Abb.: Airbus | 29.04.2026 13:00







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