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Lufthansa baut ITA Airways schneller aus

ITA Airways Airbus A350-900
ITA Airways Airbus A350-900, © Airbus

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ROM - ITA Airways schaffte 2025 operativ eine schwarze Null. Aktuell leidet die Airline mit Drehkreuz in Rom wie Konkurrenten unter hohen Kerosinpreisen - die mittelfristige Planung bleibt aber intakt. Nach einer Mehrheitsübernahme durch den Lufthansa-Konzern kann ITA Airways mit zusätzlichen Interkontflugzeugen rechnen.

Das Interkontgeschäft gibt ITA Airways Rückenwind. "Rom wächst im Langstreckengeschäft mit jährlich durchschnittlich sechs Prozent doppelt so schnell wie der Rest von Europa", sagte Airlinechef Jörg Eberhart der "WirtschaftsWoche". "Das gibt es sonst nur in Asien."

Der Manager bekräftigte einen bereits im Januar - vor dem Iran-Krieg - abgesteckten "steileren Wachstumspfad" für ITA. "Wir wollen bis 2030 auf etwa 30 Langstreckenflugzeuge kommen", sagte Eberhart. Die seien sechs Flugzeuge mehr als bislang vorgesehen.

Aktuell setzt sich die aktive ITA-Interkontflotte aus 14 Airbus A330-900 und sechs A350-900 zusammen. Eberhart sieht Chancen für ITA im Südamerika-Verkehr mit Flügen nach Lima oder Santiago de Chile - Ziele, die Lufthansa bisher nicht in der Gruppe anfliegt.

Lufthansa kontrolliert derzeit 41 Prozent an ITA Airways. Die übrigen Anteile liegen weiter bei Italien. Das nächste Optionsfenster zur Aufstockung auf 90 Prozent per 2027 öffnet sich im Juni 2026, spätestens 2033 kann Lufthansa die restlichen zehn Prozent ablösen.

Für den initialen Einstieg hatte Lufthansa 325 Millionen Euro Kapitaleinlage an ITA Airways geleistet. Die zweite Stufe des Übernahmeplans soll eine Überweisung weiterer 325 Millionen Euro und einer Erfolgsprämie von bis zu 100 Millionen Euro direkt an den staatlichen Mitgesellschafter vorsehen.

Die Zusammenarbeit mit der italienischen Regierung funktioniert laut Eberhart sehr gut - der staatliche Mitgesellschafter kann auch bei administrativen Problemen schnell helfen. "Insofern würden wir es sogar begrüßen, wenn der Staat eine zehnprozentige Beteiligung behielte", sagte Eberhart der "WirtschaftsWoche".

Star Alliance und Joint Venture

ITA Airways 2025 ein positives Betriebsergebnis - 25 Millionen Euro - eingeflogen. Währungseffekte und teure Leasingverträge verzerren allerdings die Bilanz.

ITA Airways hat gerade den Wechsel in die Star Alliance vollzogen. Im nächsten Schritt will Lufthansa ITA Airways in das Transatlantik-Joint-Venture A++ einspannen, das Lufthansa mit United Airlines und Air Canada unterhält. Den Antrag auf eine entsprechende Kartellfreigabe für ITA Airways hatte Lufthansa im September 2025 in Washington hinterlegt.
© aero.de | Abb.: Airbus | 01.05.2026 06:32


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