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Airbus sieht weiter Chancen für FCAS-Teilprojekte

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FCAS, © Airbus

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BERLIN - Frankreich und Deutschland suchen Wege aus dem FCAS-Patt. Airbus pocht auf Planungssicherheit - zumindest für Teilprojekte des europäischen Programms. Die Combat Cloud und Begleitdrohnen will Airbus in der FCAS-Klammer halten - und regt die Entwicklung von zwei hierzu kompatiblen Kampfjets an. 

Airbus glaubt nicht an eine vollständige FCAS-Bruchlandung. Zwar gebe es zwischen Airbus und Projektpartner Dassault "aktuell unüberbrückbare Differenzen", räumte der Chef der Airbus Rüstungsparte Michael Schöllhorn laut "Reuters" am Mittwoch ein.

Das Programm an sich habe aber weiter hohe Priorität. "Deshalb wird es in irgendeiner Form auch weitergehen mit FCAS", legte sich Schöllhorn fest.

FCAS steht für "Future Combat Air System" und wäre bei einer Realisierung das größte und teuerste europäische Rüstungsprojekt. Das Luftkampfsystem soll im Verbund mit unbewaffneten und bewaffneten Drohnen fliegen und ist insofern mehr als ein Kampfflugzeug.

Der Plan ist, dass es den von der Bundeswehr genutzten Eurofighter und auch die französische Rafale ab 2040 ablöst.

Immer wieder war eine Entscheidung über das Projekt in den vergangenen Monaten verschoben worden. Deutschland und Frankreich loten aber weiter Kompromisslinien aus - laut Kreisen könnte es zu FCAS auf der ILA 2026 im Juni ein Update geben.

Die deutsche Seite regte zuletzt eine Aufspaltung in Teilprojekte an. Dassault und Airbus könnten demnach jeweils eigene FCAS-Kampfflugzeuge entwickeln und bauen. "Wir halten alles, was möglich ist, innerhalb von FCAS, und bauen zwei verschiedene Fighter", stellte sich Schöllhorn laut "Reuters" jetzt klar hinter den Ansatz.

In Frankreich gibt es gegen die sogenannte "Zwei-Flugzeuge-Lösung" zwar Vorbehalte - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte zuletzt allerdings auch auf grundsätzlich unterschiedliche "Anforderungsprofile" zum Kampfjet hingewiesen.

Konkret geht es darum: Frankreich will das FCAS-Flugzeug auch auf Flugzeugträgern und als Atomwaffenträger einsetzen, Deutschland braucht diese Fähigkeiten nicht.

Combat Cloud und Begleitdrohnen

Abseits des Flugzeugs sieht Schöllhorn gleich zwei gemeinsame Nenner, auf die sich Regierungen und Industrie bei FCAS verständigen könnten: Über die dezentrale FCAS "Combat Cloud" sollen sich europäische Waffensysteme in Zukunft einfacher vernetzen lassen. Auch das Begleitdrohnensystem "Collaborative Combat Aircraft" soll in FCAS-Strukturen realisiert werden.

Schöllhorn hält beim Kampfjet neue Projektpartnerschaften in Europa für denkbar - Deutschland könne das Programm nicht alleine stemmen. Zuletzt kursierten in der Branche Gerüchte über eine mögliche Projektbeteiligung des schwedischen Herstellers Saab.
© aero.de, dpa | Abb.: Airbus | 28.05.2026 06:10


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