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Kanada setzt bei der Luftraumüberwachung auf die Saab GlobalEye. Ein formeller Auftrag stehe zwar noch aus, Saab werde jetzt aber als "bevorzugter Lieferant" mit kanadischen Partnern das Projekt auf eine industrielle Grundlage stellen, kündigte Carney an.
Das GlobalEye-System baut auf der Bombardier Global 6500 auf. Saab steuert unter anderem das Radarsystem "Erieye" samt Sensorik und Kontrollsysteme zur Luft-, See- und Bodenaufklärung bei.
"Mit fortschrittlicher Sensorik und Missionssystemen wird die Saab GlobalEye eine Schlüsselrolle bei den kanadischen Streitkräfte einnehmen, um Bedrohungen in der Arktis zu identifzieren und abzuschrecken", sagte Carney in Ottawa.
Das Einsatzgebiet der GlobalEye wird sich auf rund 4,4 Millionen Quadratkilometer kanadische Land- und Seefläche erstrecken. Den sensiblen Systemen der GlobalEye soll darin nichts entgehen - selbst kleinste Flugobjekte wie Drohnen erkennt die Sensorik sicher und auf große Distanz.
Über 15 Jahre Programmlaufzeit könnten in Kanada rund 40 GlobalEye gebaut werden - auch für Exportmärkte.
Boeing hat das Nachsehen
Die kanadische Regierung hatte zuvor auch die Boeing E-7 "Wedgetail" als neuen Aufklärer in Betracht gezogen, eine Bestellung angesichts von Handelsspannungen mit den Vereinigten Staaten aber verworfen. Die GlobalEye setzte sich zuvor bereits in Schweden, Frankreich und den VAE gegen Wettbewerber durch.
Nach Medieninformationen will auch die NATO bei der künftig in Europa stationierten Aufklärungsflotte nicht auf die E-7 zurückgreifen.
© aero.de | Abb.: Saab | 28.05.2026 09:22







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