Verwandte Themen
Sie schlagen vor, dass Fluggäste bei Verspätungen und Absagen künftig einheitlich ab drei Stunden eine Entschädigung in Höhe von 250 Euro bekommen.
Die Fluggesellschaften sollen ihnen zudem einen Link zu einem Formular zur Verfügung stellen müssen, über das sie ihre Ansprüche einreichen können.
Bisher richtet sich die Höhe der Entschädigung nach der Entfernung des betroffenen Flugs. Bei Kurzstrecken bekommen Reisende 250 Euro, bei längeren Strecken mehr Geld.
Staaten werben für ihren Kompromiss-Vorschlag
Die beiden Staaten werben in einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, dafür, dass der Vorschlag einfach und klar sei und sowohl ein hohes Niveau an Schutz für die Passagiere garantiere als auch die finanzielle Last für Luftfahrtunternehmen berücksichtige. Der Link auf das Erstattungsformular verbessere die Transparenz, argumentieren sie.
Vertreter der 27 EU-Staaten und des Europäischen Parlaments verhandeln über die Reform. Besonders umstritten sind laut Verhandlungskreisen unter anderem die Regelungen für Entschädigungen.
Diskutiert wird auch, wie es Passagieren erleichtert werden kann, ihre Ansprüche geltend zu machen. Die Abgeordneten hatten im Januar gefordert, dass Fluggesellschaften betroffenen Reisenden vorausgefüllte Formulare zur Verfügung stellen müssen. Bisher macht nur ein Teil der Betroffenen die Rechte bei Verspätungen geltend.
Offene Fragen
Deutschland und Frankreich fordern ein ausgewogenes Abkommen, auch unter Berücksichtigung anderer offener Fragen wie Gepäckvorgaben, außergewöhnlichen Umständen, die Fluggesellschaften von der Pflicht zur Erstattung befreien, den Auswirkungen, wenn Passagiere einen Flug verfallen lassen und den Regeln für Unternehmen aus Nicht-EU-Staaten. Die Zeit für eine Einigung drängt: Gibt es bis 15. Juni keine Einigung, scheitert die Reform.
© dpa | 08.06.2026 15:55







Kommentare (6) Zur Startseite
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.
Was heißt denn hier "belohnt"? Wenn ich einen Flug für ein Meeting in Europ gebucht habe für 200 Eur und der geht 4 Stunden zu spät, ist das ganze hinfällig und diverse Leute müssen umplanen, Zeitpläne kommen in Verzug etc.
Ihre hypothetischen 20 EUR nützen mir einen Dreck, das deckt ja nicht mal das Taxi zum Airport.
Und nein, nicht alles geht per ViKo - Beispiel Notartermin.
Es wird nicht jeder gleich belohnt, sondern jeder gleich für das Versagen der Airline entschädigt. Intention des Gesetzes ist, dass die Airlines einen Anreiz haben möglichst wenig Entschädigungen zahlen zu müssen, d.h. ihre Leistung (Beförderung per Flugzeug) ohne große Verspätungen zu erbringen. Wenn es nur 10% des Flugpreises gibt, haben die Billigflieger kaum einen Grund hier vorbeugend tätig zu werden, da die Beträge kaum ins Gewicht fallen und außerdem viele Passagiere sich für solche Kleinstbeträge nicht die Mühe machen ihre Ansprüche durchzusetzen, ebenso natürlich auch die professionellen Fluggastrechteportale. Für Ryanair & Co wäre das Quasi ein "Freifahrtschein" den Flugplan ohen Rücksicht auf Verspätungen bis zum letzten auszureizen.