BERLIN - Emirates unternimmt einen neuen Anlauf auf Berlin. Die Airline will tägliche Flüge in die deutsche Hauptstadt aufnehmen - und sieht sich von einem "Star-Alliance-Kartell" blockiert.
Emirates drängt Richtung BER. Die Airline soll bereits Slots am Hauptstadtflughafen für eine 777-Linie nach Dubai ab Dezember 2026 geblockt haben.
Im Winterflugplan könne Emirates gegen acht Uhr morgens in Dubai starten und Berlin gegen Mittag erreichen, sagte Emirates-Chef Tim Clark bei einem Medientreff vor der ILA 2026 in Berlin. Die Airline plane tägliche Flüge.
Berlin ist laut Clark "kein Hauptstadtflughafen der Liga Paris, London, Peking und Sydney".
Voraussetzung für einen Streckenstart ist eine Erweiterung der Luftfahrtabkommens zwischen Deutschland und den VAE: Emirates darf unter bisherigen Regeln maximal vier deutsche Flughäfen bedienen.
Die Preisgabe eines aktuellen deutschen Zielflughafens - Frankfurt, München, Düsseldorf oder Hamburg - zugunsten einer BER-Strecke schloss Emirates stets aus. Die Airline hat mit Berlin einen starken Fürsprecher in der Politik - und mit Lufthansa einen starken Gegner der Pläne im Markt.
Der Ton wird rauer: Clark warf Lufthansa jetzt vor, sich in einem "Star Alliance-Kartell" vor Wettbewerb zu verschanzen.
© dpa-AFX, aero.de | 10.06.2026 06:47
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Beitrag vom 12.06.2026 - 17:55 Uhr
Und es ist nicht nur Italo, das auf den deutschen Markt drängt, auch die staatliche Tren Italia. letzteres also absolut vergleichbar.
Nein, die angekündigten Trenitalia-Züge werden ganz klassisch Kooperationsverkehre mit DB Fernverkehr (und der ÖBB in Österreich).
Beitrag vom 12.06.2026 - 14:57 Uhr
Nur eines ist anders: Italo und Train Italia agieren unter fairen Wettbewerbsbedingungen, scheitern nur am der Tatsache, dass das Netz noch immer von der DB kontrolliert wird. Das letztere ist unfair, alles andere sind gleiche Bedingungen. Und kein Provinzflughafen wird daran gehindert, sich eine Regionalfluggesellschaft zu suchen. Nur scheitern die meistens an der Wirtschaftlichkeit.
Was die Standortkosten in Bezug auf Mitarbeiter etc. betrifft: ja.
Ansonsten sind das teils ungleiche Bedingungen: die DB hat mit dem Staat als Eigentümer bessere Finanzierungskonditionen und eine marktbeherrschende Stellung im Fahrscheinvertrieb.
In der Tat ist das Beispiel Italo vs. DB Fernverkehr aber nur bedingt vergleichbar mit Emirates vs. Lufthansa.
Und es ist nicht nur Italo, das auf den deutschen Markt drängt, auch die staatliche Tren Italia. letzteres also absolut vergleichbar.
Beitrag vom 12.06.2026 - 12:34 Uhr
Volkswirtschaftlich ist es für Deutschland auf jeden Fall sinnvoll, möglichst viele Flugverbindungen anzubieten. Daher ist es, im Sinne der Konkurrenz gut, wenn Emirates nach Stuttgart/Berlin fliegen kann.
Man sieht es ja an UK, da ist es offen und die kleineren Regionen profitieren überproportional davon.
Kommentare (34) Zur Startseite
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Und es ist nicht nur Italo, das auf den deutschen Markt drängt, auch die staatliche Tren Italia. letzteres also absolut vergleichbar.
Nein, die angekündigten Trenitalia-Züge werden ganz klassisch Kooperationsverkehre mit DB Fernverkehr (und der ÖBB in Österreich).
Was die Standortkosten in Bezug auf Mitarbeiter etc. betrifft: ja.
Ansonsten sind das teils ungleiche Bedingungen: die DB hat mit dem Staat als Eigentümer bessere Finanzierungskonditionen und eine marktbeherrschende Stellung im Fahrscheinvertrieb.
In der Tat ist das Beispiel Italo vs. DB Fernverkehr aber nur bedingt vergleichbar mit Emirates vs. Lufthansa.
Und es ist nicht nur Italo, das auf den deutschen Markt drängt, auch die staatliche Tren Italia. letzteres also absolut vergleichbar.
Man sieht es ja an UK, da ist es offen und die kleineren Regionen profitieren überproportional davon.