Notknopf gedrückt
Älter als 7 Tage

Sicherheitsbereich am Hamburger Flughafen stundenlang zu

Flughafen Hamburg
Flughafen Hamburg, © Flughafen Hamburg
HAMBURG - Weil ein Mann wohl aus Versehen einen Notknopf gedrückt hat und deshalb ohne Kontrolle in den Sicherheitsbereich des Hamburger Flughafens gelangt ist, musste ein Teil des Airports für etwa zwei Stunden gesperrt werden.

Der Bereich hinter den Kontrollen wurde von der Bundespolizei als Vorsichtsmaßnahme komplett evakuiert und auf gefährliche Gegenstände durchsucht, wie ein Sprecher sagte. "Alle Passagiere mussten rauskommen und neu kontrolliert werden", sagte zudem ein Flughafensprecher. Gegen 11.30 Uhr konnte der Bereich wieder freigegeben werden.

In der Zeit konnten von Hamburg aus keine Flieger starten. "Es wird heute noch im Laufe des Tages zu erheblichen Verzögerungen kommen. Es gab auch etliche Flugstreichungen. Wie viele das insgesamt werden, müssen wir abwarten", sagte der Flughafensprecher weiter. Ankommende Flugzeuge konnten dagegen wie geplant landen.

Passagiere mussten auch Flieger verlassen

Nach Angaben des Hamburger Flughafens und der Bundespolizei hatte ein Mann am Morgen gegen 9.20 Uhr - ersten Erkenntnissen zufolge unabsichtlich - einen Notknopf an einer Tür zum Sicherheitsbereich gedrückt und diesen auch betreten. Beamte der Bundespolizei konnten den Mann schnell finden und zunächst in Gewahrsam nehmen. "Grundsätzlich piepen solche Türen, wenn der Taster gedrückt wurde", sagte der Bundespolizeisprecher. Der unbefugte Zutritt sei deshalb schnell aufgefallen.

Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Mann eventuell gefährliche Gegenstände im Sicherheitsbereich hinterlegt hatte oder andere Gefahren bestanden, musste der leer geräumte Bereich komplett durchsucht werden.

Auch bereits in den Maschinen sitzende Passagiere mussten demnach wieder aussteigen. Der Flughafen bestätigte das. Es habe sich um eine vorgeschriebene Vorsichtsmaßnahme gehandelt.

Kein Zusammenhang mit Bundeswehr-Übung

Eine Bundeswehr-Übung mit Tornado-Kampfflugzeugen, die in dieser Woche ebenfalls am Hamburger Flughafen stattgefunden hatte, hatte mit der "polizeilichen Lage" am Airport nichts zu tun: Die seit Montag am Flughafen stationierten sechs Maschinen hätten Hamburg am Vormittag bereits wieder verlassen, sagte ein Sprecher des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 "Immelmann" der Deutschen Presse-Agentur. Die Übung sei beendet, die Kampfflugzeuge landeten nach Abschluss ihres Trainings wieder bei ihrem eigentlichen Fliegerhorst Jagel in Schleswig-Holstein.
© dpa-AFX | Abb.: Flughafen Hamburg (Archiv) | 12.06.2026 10:58

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Beitrag vom 13.06.2026 - 08:22 Uhr
Da war der Sprecher ja nicht besonders gut informiert, denn ein Tornado blieb in Hamburg (auch wenn es trotzdem nicht der Grund für den Vorfall gewesen sein dürfte).
Beitrag vom 12.06.2026 - 17:10 Uhr
Wie kann man einen Notknopf versehentlich drücken? Und wer schreibt vor, dass Notöffner gegen versehentliches Betätigen ungesichert sein müssen?

Ist es verboten, eine gelegentlich auch mal regulär zu öffnende Tür, die ansonsten geschlossen bleiben soll, mit zwei Schliessalternativen auszurüsten, z.B. eine mit Schlüssel für gelegentliche Öffnung und eine mit Schutzvorrichtung für Notfälle?

Aber andererseits, es wird ja nur die Zeit vorabzahlender Kunden kaputt gemacht. Die kostet nichts, im Gegenteil, wird deshalb ein Espresso mehr getrunken, steigert dies das Bruttosozialprodukt.
Beitrag vom 12.06.2026 - 14:02 Uhr
Jo, endlich mal wieder was los und richtig Gas geben.
Man hätte ja wenigstens die, die schon an Bord waren, als der Türalarm losging, abfliegen lassen können. Aber nein, jetzt wird wieder voll auf die Tube gedrückt.
Blödsinn und security sind Geschwister. Kurz nach dem 11. September wurden die Crews gefilzt, während alle anderen so durchkamen. Komplett plemm plemm


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