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Noch einmal sorgte der Iran-Krieg für Verwerfungen im Luftverkehr - in der Schweiz. Die Flugsicherung Skyguide hatte am Sonntagmorgen den Luftraum für die US-Iran-Gespräche über dem Bürgenstock gesperrt, durch eine Technikpanne war danach das Radarbild unter anderem im Tower Zürich beeinträchtigt.
Im eigentlichen Krisengebiet zog der Luftverkehr parallel weiter an. Die Golfairlines melden sich nach dem Iran-Krieg zurück.
Emirates-Chef Tim Clark hatte bereits Mitte Juni vor Medienvertretern in Berlin ein "entschlossenes und schnelles" Comeback angekündigt - und liefert. Das geht aus dem "Gulf Airline Recovery Index" hervor, den "Flightradar24" täglich mit neuen Flugdaten speist.
Per 14. Juni hatte Emirates demnach mit 491 Flügen etwa 92 Prozent des Niveaus vom letzten Tag vor dem Krieg am 27. Februar erreicht - nachdem das Emirates-System in den ersten Tagen der US-israelischen Angriffswelle auf Iran nahezu vollständig zum Erliegen gekommen war.
Auch Etihad Airways und Qatar Airways fliegen inzwischen wieder über 90 Prozent des Vorkriegsprogramms, auch wenn der Vergleich etwas hinkt - unter Normalbedingungen halten die Airlines im Juni deutlich mehr Kapazität als im Februar vor. Kleinere Fluganbieter der Region wie Gulf Air und Kuwait Airways fassen ebenfalls wieder festeren Tritt.
Die Folgen des Iran-Kriegs werden die Ergebnisse von Fluggesellschaften weltweit im laufenden Jahr erheblich belasten. Der Gewinn aller Fluglinien dürfte 2026 entlang einer deutlich gesenkten Prognose des Luftfahrtverbands International Air Transport Association (IATA) nur bei rund 23 Milliarden Dollar.
Bislang hatte die Prognose bei 41 Milliarden Dollar gelegen. Die gesenkte Prognose geht auf die höheren Kerosinpreise und das gesunkene Passagieraufkommen zurück.
Höherer Wettbewerbsdruck
Europas Fluggesellschaften geraten durch den Wiederhochlauf der Golfdrehkreuze zusätzlich unter steigenden Wettbewerbsdruck.
Lufthansa-Chef Carsten Spohr sagte anfängliche Dumpingstrategien von Emirates, Etihad Airways und Qatar Airways im Asienverkehr voraus. Die Konkurrenz kann sich zudem freier im Luftraum bewegen als Lufthansa.
"Hoffentlich werden wir bald wieder das gesamte Streckennetz befliegen", sagte Spohr im Interview mit "The Pioneer". "Es geht für uns um das Öffnen von Lufträumen, um überhaupt nach Asien fliegen zu können."
Die Wege nach Asien hatten sich für Lufthansa angesichts weiter gesperrten Luftraums über Russland und regionaler Luftraumsperrungen im Nahen Osten laut Spohr auf nur noch "zwei Korridore" verengt.
© aero.de, dpa | Abb.: Emirates, Airbus, DXB | 23.06.2026 09:11







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