Fehlende Zulassung
Älter als 7 Tage

KLM muss bei ersten A350-Flügen auf Business Class verzichten

KLM Airbus A350-900
KLM Airbus A350-900, © KLM

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AMSTERDAM - KLM erhält Ende August 2026 ihren ersten Airbus A350-900. Das erste Interkontziel Toronto fliegt die A350 im Folgemonat an. Unmittelbar vor dem EIS stolpert KLM über bürokratische Fallstricke: 34 von 34 Business-Class-Sitzen an Bord bleiben wegen einer ausstehenden Zulassung zunächst gesperrt.

Eine fehlende Zulassung für die neue "World Business Class" verleidet KLM das EIS der neuen Airbus-Teilflotte A350-900.

"Wegen einer zwischenzeitlich geänderten Auslegung regulatorischer Vorschriften durch die Luftfahrtbehörden ist die Zertifizierung der Sitze der World Business Class noch nicht abgeschlossen", teilte KLM mit. "Daher werden diese Sitze leider noch nicht verfügbar sein, wenn die ersten beiden Flugzeuge in Dienst gestellt werden."

Der Sitzhersteller arbeite unter Hochdruck daran, "den Zertifizierungsprozess so schnell wie möglich abzuschließen", heißt es in der Mitteilung weiter.

KLM erneuert ihre Interkontflotte mit 22 Airbus A350-900, die Auslieferungen setzen Ende August ein. Das erste Flugzeug wird dann auf den Namen "Night Watch" nach dem berühmtesten Rembrandt-Werk "Die Nachwache" getauft.

Ab September werden die ersten A350-900 auf der neuen Linie Amsterdam-Toronto ins System eingespult. Auf den Umsatz der 34 Business-Class-Sitze an Bord muss KLM vorerst verzichten.

Die Airline legt ihre A350-900 für 331 Passagiere aus. Die 26 Sitze in der Premium Economy und die 271 Sitze in der Economy Class sind von dem Zulassungsproblem nicht betroffen.

Lufthansa kennt das Problem

Unter verzögerten Sitzzulassungen hatte auch Lufthansa zu leiden. Weil die US-Luftfahrtaufsicht FAA zusätzliche Nachweise für die Crashsicherheit des Befestigungssystems der Allegris-Business-Class-Module anforderte, musste Lufthansa bis Februar 2026 in der Spitze acht Boeing 787-9 über Monate mit einer größtenteils gesperrten Business Class fliegen.

Im Airbus A350-900 hatte sich bei Lufthansa die Einführung der neuen Allegris First Class verzögert. Zudem sperrte Lufthansa die erste Economy-Reihe hinter den neuen Premium-Economy-Sitzen mit harter Sitzschale.

Boeing: "Neue Zertifizierungsgrundlage"

Zähe Zulassungsverfahren bei neuen Sitzen treiben auch die OEM Airbus und Boeing um. Neue Sitzkonfigurationen erfordern eine "neue Zertifizierungsgrundlage", sprach Boeing-Chef Kelly Ortberg im Januar 2026 das Problem vor Medienvertretern an. Dies verzögere "sowohl bei der EASA als auch bei der FAA" die Zulassung.
© aero.de | Abb.: KLM | 24.06.2026 10:51

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Beitrag vom 24.06.2026 - 13:54 Uhr
Na ja, wenn man nur ein Flugzeug des Typs hat, setzt man es eben auf einer Strecke ein, die man H/R in 24h schafft. Damit man das mit 2 verschiedenen Mustern und entsprechend längeren Layovern aus Kostengründen vermeidet.
Beitrag vom 24.06.2026 - 12:47 Uhr
Wenn man BUsiness von AMS nach NRT gebucht hat, ist es ja kein bischen total ärgerlich, das in einer halb besetzten Economy Reihe zu absolvieren.

Deswegen ist ja auch (anfangs) nur YYZ betroffen...
Beitrag vom 24.06.2026 - 11:55 Uhr
Wenn man BUsiness von AMS nach NRT gebucht hat, ist es ja kein bischen total ärgerlich, das in einer halb besetzten Economy Reihe zu absolvieren.


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