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Älter als 7 Tage   EXKLUSIV 

Hohes Flugpensum schlaucht Lufthansa-Frachtpiloten

Lufthansa Cargo Boeing 777F D-ALFK
Lufthansa Cargo Boeing 777F D-ALFK, © Lufthansa Cargo

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FRANKFURT - Lufthansa Cargo schleift besondere Ruhezeitregelungen für die Fracht-Ops - sagen Piloten. Die Lufthansa-Tochter widerspricht. Die Dienstplanung beschäftigt Lufthansa Cargo nach Informationen von aero.de intern schon eine ganze Weile: Management und Personalvertreter hangeln sich durch zähe Termine.

Nachtflüge, Zeitzonenwechsel und mehrtägige Umläufe: Frachtfliegerei fordert Crews besonders. Für Piloten bei Lufthansa Cargo gelten deswegen spezielle Ausgleichszeiten. Um die Sonderruhezeiten ist bei der Lufthansa-Frachttochter ein Tauziehen zwischen Management und Personalvertretern entbrannt.

Das Regenerationsmodell sieht für die Ops von Lufthansa Cargo seit bald 15 Jahren zwischen einer und drei lokalen Nächten vor. Nach Flügen über die Datumsgrenze haben Piloten Anspruch auf mindestens 120 Stunden Freizeit.

War ein Pilot mehr als sieben Tage am Stück in der Welt unterwegs, greifen zusätzliche "Sozialisierungszeiten" - in der Regel ein weiterer dienstfreier Tag.

Die konkrete "Umlaufbelastung" ermittelt Lufthansa Cargo bei Erstellung der Dienstpläne mit einem speziellen Planungstool, das Faktoren destinationsabhänig gewichtet - und entsprechende Ruhezeiten ausspuckt.

Pilotenvertreter werfen Lufthansa Cargo nach Informationen von aero.de vor, dieses Tool seit geraumter Zeit "nicht mehr konsequent" anzuwenden.

Sonst übliche Ruhezeiten würden aktuell durch mehr Deadhead-Flüge und Standby-Konstellationen unterbrochen, Flug- und Dienstpläne enger an gesetzlichen und tariflichen Mindesstandards erstellt. "Nur greifen etwa EASA-FTL-Vorgaben gerade nach längeren Nachtflügen, wie sie in der Fracht typisch sind, zu kurz, um Ermüdung effektiv vorzubeugen", sagte ein Pilot aero.de.

Lufthansa Cargo sieht das anders. "Die Dienstplanung bei Lufthansa Cargo erfolgt unter Einhaltung der geltenden gesetzlichen, tarifvertraglichen und der betrieblichen Regelungen", sagte ein Sprecher aero.de. Die Sonderruhezeiten basieren laut Kreisen lediglich auf betrieblichen Regelungen - Tarifansprüche bestehen nicht.

Nach Informationen von aero.de wird über die Sonderruhezeiten aktuell im Rahmen von Einigungsterminen zwischen Unternehmen und Personalvertretern beraten - bisher ohne Durchbruch.
© aero.de | Abb.: A. Mohl, Lufthansa Cargo | 17.07.2026 06:26

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Beitrag vom 20.07.2026 - 00:45 Uhr
Ich kenne die Rotationen der Kollegen nicht, aber es gibt schon Trips, wo man wirklich länger braucht um danach wieder klar zu kommen. Es ist aber richtig, dass die EASA FTL nicht für diese Operation gemacht ist und einige Lücken in den Regelungen ausgenutzt werden, was bei klassischer Langstrecke im Passagierberich (A-B-A) so nicht machbar wäre. Es wäre mal interessant wieviel mehr geflogen wird und wieviel kürzer die Ruhezeiten an der Homebase geworden sind. Zu den BV‘s kann ich nichts sagen, weil ich diese nicht im Detail oder gar nicht kenne.
Beitrag vom 19.07.2026 - 17:45 Uhr
Da beschwert sich doch tatsächlich ein scheidender AR Vorsitzender über die Fülle der Betriebsvereinbarungen im LH Konzern in einem anderen Artikel.
Ist es denn ein Wunder?
Nach dem Lesen obigen Artikels über die Situation der LH Cargo Piloten, versteht auch ein Laie, wie diese vielen BVs entstanden sind.
Die „Schlauberger“ des Creweinsatzes generieren, durch ihre absurden (nicht dem Geist der BV entsprechenden) aber legalen? Interpretationen des geltenden Regelwerks eine weitere Betriebsvereinbarung.
Wir sparen, koste es was es wolle.

Ja, vielleicht sollte man sich alle Betriebsvereinbarungen sparen und die Einsatzplanung im Rahmen des legalen (!) Regelwerks generieren:)

Die Fülle der Betriebsvereinbarungen ist doch nicht auf Mist des Managements erwachsen sondern spiegelt vor allem die Wunsche und Ansprüche der Mitarbeiter wider.
Beitrag vom 19.07.2026 - 15:32 Uhr
Da beschwert sich doch tatsächlich ein scheidender AR Vorsitzender über die Fülle der Betriebsvereinbarungen im LH Konzern in einem anderen Artikel.
Ist es denn ein Wunder?
Nach dem Lesen obigen Artikels über die Situation der LH Cargo Piloten, versteht auch ein Laie, wie diese vielen BVs entstanden sind.
Die „Schlauberger“ des Creweinsatzes generieren, durch ihre absurden (nicht dem Geist der BV entsprechenden) aber legalen? Interpretationen des geltenden Regelwerks eine weitere Betriebsvereinbarung.
Wir sparen, koste es was es wolle.


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