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Die Boeing CH-47F "Chinook" löst bei der Bundeswehr die Sikorsky CH-53 ab: 2030 erreichen die bisher genutzten schweren Transporthubschrauber das Ende ihrer Nutzungsdauer.
"Bis dahin sollen bereits rund 40 Chinook-Hubschrauber bei der Luftwaffe in Nutzung sein und die Fähigkeiten der Bundeswehr erweitern", teilte die Bundeswehr diese Woche mit. Insgesamt wird Deutschland 60 CH-47F der Variante "Block II SR AAR" erhalten. "SR" steht für Standard-Reichweite, "AAR" für Luftbetankungsfähigkeit.
"In der Luftwaffe trägt die Chinook die Bezeichnung CH-47F (DE)", heißt es in der Mitteilung außerdem. "Bis 2032 soll die Flotte vollständig sein".
Die meisten CH-47F (DE) werden an den Bundeswehr-Standorten Schönewalde/Holzdorf und Laupheim im "Hubschraubergeschwader 64" stationiert. Ein Hubschrauber soll bei der "Wehrtechnischen Dienststelle 61" in Manching für Erprobungsaufgaben eingesetzt werden.
Wartung durch Boeing und Lufthansa Technik
Um die Wartung kümmern sich Boeing und Lufthansa Technik Defense. Die Konzerne haben sich diese Woche auf der Farnborough Airshow auf "allgemeine Vertragsbedingungen" für die Instandhaltung der neuen Schwerlasthubschrauber CH-47F Block II Chinook der Bundeswehr geeinigt.
Lufthansa Technik und Boeing planen demnach bereits den Aufbau eines "flexiblen Netzwerks von Ersatzteillagern" für die Versorgung der CH-47F-Einsatzstandorte.
"Mit unserer anpassungsfähigen Expertise in der Ersatzteillogistik leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur hohen Einsatzbereitschaft", sagte Lufthansa-Technik-Manager Michael von Puttkamer. "Diese ist für die souveräne deutsche Instandhaltung der in den USA beschafften Chinook-Flotte unerlässlich."
Boeing und Lufthansa Technik Defense arbeiten bereits bei der Wartung der deutschen Seeaufklärer vom Typ P-8A Poseidon zusammen.
Die CH-47F zählt mit einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 300 Kilometern pro Stunde und einer Außenlast von über zehn Tonnen, laut Bundeswehr "doppelt so viel wie die CH-53", zu den leistungsfähigsten Transporthubschraubern ihrer Klasse. Auch die Wartung soll schneller und einfacher werden.
"Schneller wieder einsatzbereit" als die CH-53
"Benötigte die CH-53 für eine 200-Flugstunden-Inspektion gut ein halbes Jahr, stehen bei der CH-47 künftig 320 Flugstunden nach einer knapp sechswöchigen Inspektion zur Verfügung", so die Bundeswehr. "Insgesamt werden die neuen Hubschrauber also viel länger und schneller wieder einsatzbereit sein."
Vom US-Block-II-Grundmodell unterscheidet sich die CH-47F (DE) Variante mit rund 20 Modifikationen. Die Bundeswehr nennt spezielle Funkgeräte, eine Infrarotkamera, eine Luftbetankungssonde, eine Rettungswinde, ballistischen Schutz und das Selbstschutzsystem "CIRCM", das den Suchkopf von Lenkflugkörpern stört.
© aero.de | Abb.: Lufthansa Technik, Boeing, DVIDS | 25.07.2026 06:14







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