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"Deutschland darf nicht in Abhängigkeiten geraten"

Isar Aerospace Spectrum
Isar Aerospace Spectrum, © Isar Aerospace Spectrum

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BAD STAFFELSTEIN - Drohnen, Satelliten, Trägerraketen: Mit einer Verknüpfung von Landesverteidigung und technologischem Fortschritt will die CSU-Landesgruppe im Bundestag Deutschland wieder aus der Krise holen.

"Wenn es nicht gelingt, technologisch die Nummer 1 zu bleiben und eines der stärksten Länder der Welt, dann haben wir kaum eine Chance, ökonomisch so stark zu bleiben, wie es einmal war", sagte CSU-Parteichef Markus Söder zum Auftakt der Sommerklausur der CSU-Landesgruppe im fränkischen Kloster Banz bei Bad Staffelstein.

Zu der zweitägigen Veranstaltungen werden unter anderem der Astronaut Alexander Gerst, die Unternehmerin Bonita Grupp und Ungarns Außenministerin Anita Orban als Gäste erwartet.

Drohnenflotte ausbauen

Die Bundeswehr soll ihre Drohnenflotte deutlich ausbauen und mehr als 100.000 Drohnen aller Größenordnungen vorhalten, heißt es in einem Abschlusspapier, das die 44 CSU-Bundestagsabgeordneten am Dienstag verabschieden wollen und das der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt.

Zur Weitergabe von Know-how soll die Ukraine demnach im Rahmen eines Verteidigungsabkommens verpflichtet werden. Die Ukraine hatte nach dem Angriff durch Russland erhebliche Fähigkeiten bei der Verteidigung mit Hilfe von Drohnen aufgebaut.

1.000 Satelliten

Die Verteidigung soll aber nicht nur in der Luft, sondern auch im All stattfinden. "Sicherheitspolitik findet immer mehr auch im Orbit statt", heißt es in einem Entwurf eines Abschlusspapiers, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

"Mit der Bundeswehr wollen wir eine Weltall-Flotte mit mehr als 1.000 Satelliten für sichere Kommunikation für vernetzte Informationen, Aufklärung und ein hochpräzises Lagebild durch den Einsatz etwa durch Radarsatelliten und Spezialkameras bauen."

So könne Deutschland maßgeblich die kollektive Verteidigung im NATO- und EU-Verbund stärken und Pionierarbeit bei der Absicherung des Weltraums leisten.

Überhaupt will die CSU die Aktivitäten im Weltraum ausbauen, etwa auch für Labore zur Herstellung von Medikamenten. Wegen der Bedingungen der Schwerelosigkeit könnten dort Arzneimittel etwa zur Behandlung von Krebserkrankungen besser und wirksamer hergestellt werden. Der Zugang müsse gesichert werden.

Mehr eigene Trägerraketen

"Deutschland und Europa dürfen dabei nicht in Abhängigkeiten geraten. Trägerraketen und Startplätze sind heute das Nadelöhr europäischer Souveränität", heißt es in dem Papier weiter. Bisher werden etwa Satelliten fast ausschließlich von dem US-Unternehmen SpaceX ins All gebracht. Auch beim Thema Künstliche Intelligenz und bei der Herstellung von Mikrochips soll Deutschland unabhängiger von den USA und anderen internationalen Lieferanten werden.

Damit das klappt, wollen die 44 Bundestagsabgeordneten die Start-Up-Szene stützen, mehr Wagniskapital für neue Unternehmer bereitstellen und die Nachfolge von Inhabern im Mittelstand erleichtern.

Um die Roboter-Industrie zu befördern, sollen weitere sogenannte Roboter-Gyms entstehen, in denen Roboter menschliche Fähigkeiten erlernen. Bis 2030 könnten über eine Million neue Roboter in Betrieb genommen werden - auch um Lücken zu schließen, die durch den Mangel an Fachkräften in einzelnen Berufen entstehen - von der Industrie bis zur Pflege.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: USAF, DVIDS | 27.07.2026 14:37

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Beitrag vom 28.07.2026 - 10:13 Uhr
Bis 2030 könnten über eine Million neue Roboter in Betrieb genommen werden

Söder fällt mal wieder durch seine exzessiven Fantasien auf.In dieser kurzen Zeit bis 2030 will er Fachkräfte millionenfach künstlich erzeugen.

Sie könnten durchaus, wenn sie denn produziert würden. Und pro Jahr zwei-, dreihunderttausend Elektronikgeräte zu erzeugen ist vielleicht ambitioniert, aber doch nicht unmöglich. Ausserdem spricht er ja keineswegs nur von ausschliesslich fachkräfteersetzenden Robotern, sondern allgemein von lückenersetzenden Robotern. Und unter diesen Begriff fällt vieles.

Ganz abgesehen davon ist ein zukunftsorientierter Politiker wahrscheinlich meistens die bessere Wahl gegenüber einem rückwärtsgewandten Bedenkenträger und Mängelverwalter.



Ob allerdings der WiesnRob es bis dahin auch auf 29 Maßkrüge schafft wäre zu bezweifeln.

Genau auf solche abwertenden Sätze würde ich der Seriosität halber lieber verzichten. Zumal bei der bayrischen Lebensfreude die Bewältigung von zwei, drei Dutzend Masskrügen pro Jahr gegenüber dem Aufbau einer Roboter-Massenproduktion realistisch gesehen wirklich eine Lappalie ist.
Beitrag vom 27.07.2026 - 20:56 Uhr
Bis 2030 könnten über eine Million neue Roboter in Betrieb genommen werden

Söder fällt mal wieder durch seine exzessiven Fantasien auf.In dieser kurzen Zeit bis 2030 will er Fachkräfte millionenfach künstlich erzeugen. Ob allerdings der WiesnRob es bis dahin auch auf 29 Maßkrüge schafft wäre zu bezweifeln.
Beitrag vom 27.07.2026 - 17:06 Uhr
Da hat wohl jemand nicht fachgerecht zensiert. Zumindest hätte ein Eintrag "Beitrag gelöscht" o.ä. erhalten bleiben müssen.

Wobei ich es schade finde, geäusserten Unsinn einfach wegzuschneiden. Rechtlich unverfänglichen Blödsinn sollte man schon stehen lassen und seine Leser nicht für dümmer halten als sie sind. Warum sollte sich nicht jeder so blamieren dürfen, wie er will? So erfahren wir ja nicht mal den Urheber geschweige denn was er so Schlimmes von sich gegeben hat.


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