Flughafen Leipzig/Halle
Vor 7 Tagen

Drohne setzt Sprengstoff im Sicherheitsbereich ab

DHL-Drehkreuz Leipzig/Halle
DHL-Drehkreuz Leipzig/Halle, © DHL

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LEIPZIG - Der Flughafen Leipzig/Halle hat den Flugbetrieb in der Nacht wegen einer Drohnensichtung eingestellt. Die Bundespolizei untersuchte zeitgleich einen "verdächtigen Gegenstand" auf Flugbetriebsflächen - nach Medieninformationen hat eine Drohne ein "Päckchen mit einem Zünder" und einer "sprengfähigen Substanz" abgesetzt.

Sprengstoffalarm am Flughafen Leipzig/Halle: Das DHL-Drehkreuz Leipzig/Halle war in der Nacht auf Mittwoch für etwa zwei Stunden komplett gesperrt.

Wegen eines Drohneneinflugs galt ab circa 23:40 Uhr ein Start- und Landeverbot. Wie am Morgen zunächst die "Bild"-Zeitung und der "MDR" unter Berufung auf die Bundespolizei berichten, wurde auf Südbahn ein "verdächtiger Gegenstand" gesichert. Dabei sei Bombenentschärfungsgerät eingesetzt worden.

Die Südbahn blieb auch am Mittwoch gesperrt, während die Nordbahn um 01:55 Uhr wieder öffnete. Mehrere Maschinen, unter anderem eine Passagiermaschine, wurden laut einer Mitteilung der Polizeidirektion Leipzig umgeleitet.

Nach "Bild"-Informationen handelt es sich bei dem Gegenstand um eine Drohne, an der ein "Päckchen einem Zünder" befestigt war. Die Drohne sei im Bereich einer An-124 der ukrainischen Gesellschaft Antonov Airlines gelandet - und wurde von Spezialkräften der Bundespolizei mit einem mobilen Röntgengerät untersucht.

Wie die Zeitung weiter berichtet, wurde der Paketinhalt inzwischen als Sprengstoff identifiziert. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet unter Berufung auf Quellen, dass eine nitrathaltige "sprengfähige Substanz" festgestellt wurde.

Der Zwischenfall beschäftigt Sicherheitskreise über Sachsen hinaus. Ein NATO-Sprecher bestätigte am Mittwoch einen Drohnenvorfall an einem ukrainischen Flugzeug am Flughafen Leipzig/Halle.

Flugzeug kollidiert in der Luft mit Objekt

Wenige Kilometer vom Flughafen entfernt kollidierte Berichten zufolge eine andere Frachtmaschine in rund 400 Meter Höhe mit einem Objekt. Das Flugzeug landete kurz darauf sicher in Hannover, wo leichte Beschädigungen an der Maschine festgestellt wurden. Nach Medieninformationen hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

Aktuell läuft nach einem Anschlag auf DHL mit Brandsätzen in Paketen am Flughafen Leipzig/Halle 2024 ein Strafprozess gegen fünf mutmaßlich Beteiligte.
© aero.de, dpa | Abb.: DHL | 05.08.2026 07:24

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Beitrag vom 05.08.2026 - 16:44 Uhr
@muckster

Um es mit Ihren Worten zu sage, ich bellte ja keinen Baum explizit an, sondern eher den ganzen Wald, bestehend z.B. aus den Sprösslingen Bundeswehr, Bundespolizei, Bundestag und Bundesregierung. Da war wie beim Weihnachtsmann für jeden was dabei.

Das Blöde ist nur, diejenigen, die hier einen Schaden anrichten (oder bestenfalls die Fähigkeit zum Anrichten eines Schadens anzeigen) wollten, pflegen sich um derlei Differenzierung nicht zu scheren.

Und diejenigen, die ggfs. einen Schaden erleiden und ausbaden müssen, erst recht nicht.

Wobei, wenn sich die Streitkräfte schon dezidiert zu den gewünschten Waffen äussern, dann betrifft eine Kritik daran natürlich auch die Urheber der Wünsche, oder nicht?
Beitrag vom 05.08.2026 - 15:00 Uhr
@GB

Zu Ihrer substanzlosen Kritik an der Art und Weise der deutschen Rüstung will ich mich gar nicht äußern, darum nur so viel: Infolge der grundgesetzlichen Beschränkungen des Einsatzes der Bundeswehr im Innern bellen Sie den falschen Baum an. Für die Abwehr solcher Angriffe—selbst wenn sie von feindlich gesonnenen Staaten in Auftrag gegeben wurden—ist in Deutschland die *Bundespolizei* zuständig. Solange der Bundestag nicht den Verteidigungsfall ausgerufen hat, haben die Streitkräfte die Füße still zu halten.
Beitrag vom 05.08.2026 - 13:19 Uhr
Flugzeug kollidiert in der Luft mit Objekt
Wenige Kilometer vom Flughafen entfernt kollidierte Berichten zufolge eine andere Frachtmaschine in rund 400 Meter Höhe mit einem Objekt.

Da es im Ukraine Krieg mittlerweile auf beiden Seiten Usus ist, Drohnenschläge mit einer zweiten Drohne, die auch als Relais dient, zu filmen und zu steuern, könnte diese Kollision durchaus das Relais erwischt und damit einen erfolgreichen Anschlag verhindert haben.

nach Medieninformationen hat eine Drohne ein "Päckchen mit einem Zünder" und Sprengstoff abgesetzt.

Die Drohne hätte demnach, wäre die Verbindung nicht gekappt worden, möglicherweise eine der abgestellten An-124 erfolgreich angegriffen.
Nach Unterbrechung der Steuerung durch Ausfall des Relais stand sie im "Hold" an Ort und Stelle in der Luft und ist nach Verbrauch der Batterie gelandet, also das was der Text interpretiert als nur "Sprengstoff abzusetzen".

Wir sollten denke ich nicht erwarten, dass die Russische Föderation hierzulande nur mit subtilen Hinweisen arbeitet...
Ich würde das potentiell als fehlgeschlagenen Anschlag werten.
Und falls das stimmt, könnte eine Suche nach weiteren "abgestellten Drohnen mit Sprengstoffpäckchen" in der weiteren Umgebung (oder sogar auf Rumpf oder Tragflächen der AN-124) womöglich hilfreich sein. Für 4 An-124 waren dann vermutlich mindestens 4 Drohnen plus das Relais unterwegs.
Ebenso eine Aufrüstung von LPG um Anti-Drohnen Fähigkeiten

Dieser Beitrag wurde am 05.08.2026 14:07 Uhr bearbeitet.


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