Verwandte Themen
Es handele sich um ein "hybrides Anschlagsszenario", sagte Dobrindt am Mittwochabend in einer Pressekonferenz am Flughafen. Solche hybriden Bedrohungslagen müssten sehr professionell vorbereitet und umgesetzt werden.
Man brauche dafür ein hohes Maß an Technikerfahrung und Erfahrung im Umgang mit Sprengstoff. Außerdem sei davon auszugehen, dass es sich bei dem verwendeten Sprengstoff um militärischen Sprengstoff handele. "Das alles deutet nicht auf amateurhaftes Vorgehen hin. Wir reden hier von einer professionellen hybriden Bedrohungslage, mit der wir uns weiter auseinandersetzen müssen", so Dobrindt.
Drohne in der Nähe einer ukrainischen Transportmaschine
Die Drohne mit der Sprengvorrichtung war in der Nacht zum Mittwoch auf der Start- und Landebahn "Südpiste" am Flughafen Leipzig/Halle entdeckt worden. Sie befand sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen nahe einer ukrainischen Transportmaschine vom Typ Antonow AN-124 Condor. Spezialisten der Bundespolizei entschärften die Sprengvorrichtung.
Ein mutmaßlich zweites unbekanntes Flugobjekt sei mit einem Frachtflugzeug zusammengestoßen, nachdem das Flugzeug wegen der zuvor erfolgten Sperrung der Landebahn wieder durchgestartet sei, erklärte das sächsische Landeskriminalamt (LKA). An der Maschine wurden nach der Landung in Hannover leichte Beschädigungen festgestellt.
Lagebesprechung mit den Spitzen der Sicherheitsbehörden
Dobrindt hatte nach dem Vorfall seinen Sommerurlaub unterbrochen, um zu einer Lagebesprechung mit dem sächsischen Innenminister Armin Schuster (CDU) und den Spitzen der Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern am Flughafen Halle/Leipzig zu reisen.
In einer Pressekonferenz sagte er, alle Spekulationen über die Art des Sprengstoffs, die Konstruktion der Drohne, ihre Herkunft und die Frage, wer dahinterstecke, seien jetzt Teil der Ermittlungen. "Alle Spekulationen, die es darüber gibt, müssen nicht in die richtige Richtung gehen, können einfach grundfalsch sein." Man müsse in alle Richtungen ermitteln.
Aber: "Dass eine Drohne bewaffnet mit Sprengstoff sich hier auf einem Flughafengelände befindet, das ist ein neues Bedrohungsszenario", so Dobrindt. Man habe es mit einem Wettbewerb zu tun, der "möglicherweise auch fremde Mächte" mit einschließe, die offensichtlich zu erheblicher Verunsicherung in Deutschland beitragen wollten.
Mit hybriden Angriffen sind in der Regel Angriffe im Verborgenen gemeint, die nicht auf direkte Konfrontation abzielen, sondern Verunsicherung schaffen sollen. Dabei können verschiedene Instrumente wie Sabotage, wirtschaftlicher Druck oder Desinformation zusammenkommen.
Flughafenverband sieht Lücken
Wie an anderen Flughäfen auch musste der Flugverkehr in Leipzig in den vergangenen Jahren nach Drohnensichtungen mehrmals eingestellt werden. Im vergangenen Herbst hatte etwa der Betrieb am Flughafen München wegen Drohnen-Überflügen wiederholt eingestellt werden müssen. In der Folge wurde ein Gemeinsames Drohnenabwehrzentrum zum Austausch zwischen Bund und Bundesländern bei der Bundespolizei eingerichtet, das laut Dobrindt auch im aktuellen Fall aktiv ist.
Auf die vom Innenministerium zugesagte Ausstattung mit Systemen zur Detektion und Abwehr von Drohnen warten die Flughäfen Berlin, München, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, Leipzig/Halle und Köln/Bonn allerdings noch, wie der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbands ADV, Ralph Beisel, erklärte.
© dpa | Abb.: DHL | 05.08.2026 21:46







Kommentare (7) Zur Startseite
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.
Nordstream als gelb-blaues Milliarden-Schadens-FalseFlag wird immer wieder gerne vergessen. Wurde schon mal der NS2-Sprengstoff mit dem der Drohnen verglichen, falls das noch geht?
Bin gespannt: wenn insgesamt die Ermittlungen ergebnislos im Sande verlaufen, sich Schweigen ausbreitet, Nebelkerzen gezündet werden.. spätestens dann kann man ahnen woher der Wind weht. Letztlich kann man von Glück sagen, dass bis auf eine Delle in einem Flieger nicht viel passiert ist.
Die Antonows fliegen, wenn die denn irgendwas an Kriegstechnik geladen haben, nicht 'direkt ins Kriegsgebiet, sondern nur bis zur polnisch - ukrainischen Grenze. Wäre dann auch mit
Der Sprengstoff wurde bereits untersucht, soll dergleiche Sinn, wie beim Lockerbie Attentat.
Nordstream als gelb-blaues Milliarden-Schadens-FalseFlag wird immer wieder gerne vergessen. Wurde schon mal der NS2-Sprengstoff mit dem der Drohnen verglichen, falls das noch geht?
Bin gespannt: wenn insgesamt die Ermittlungen ergebnislos im Sande verlaufen, sich Schweigen ausbreitet, Nebelkerzen gezündet werden.. spätestens dann kann man ahnen woher der Wind weht. Letztlich kann man von Glück sagen, dass bis auf eine Delle in einem Flieger nicht viel passiert ist.
es sollte ja wohl klar sein, dass sie (die Russen) keine Drohe nehmen, welche sie im Krieg gegen die Ukraine einsetzen.
Denn a) so kann man es den Russen nicht nachweisen und b) hat eine modifizierte, handelsübliche Drohe eine wohl höhere Bedrohungslage, denn sie kann relativ einfach dort hin modifiziert werden.
Soweit ich weiß, setzt die Russische Föderation in der Ukraine neben den iranischen Sahed ebenfalls hauptsächlich modifizierte chinesische Quad- oder Hexa-Copter aus dem normalen Handel bzw. deren Bauteile ein...
Das wäre also kein so großer Unterschied.
Es werden wie so oft, eher einhmeische "Wegwerf-Agenten" sein, als russische Top Männer, was die Sache wiederum auch nicht besser macht.
Der Kreml versucht die EU (siehe Migrationsangriffe über Belarus) und Gesellschaft zu spalten. Schlimm genug, dass AfD, BSW und co. ihre Lieder spielen.
Gruß,
Jochen
Stimmt...
Dieser Beitrag wurde am 07.08.2026 01:27 Uhr bearbeitet.