Neues Detektionssystem
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Bundespolizei auf Drohnenjagd am Frankfurter Flughafen

Drohnenhinweis am Frankfurter Flughafen
Drohnenhinweis am Frankfurter Flughafen, © Fraport

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FRANKFURT - Der Frankfurter Flughafen gehört zur kritischen Infrastruktur Deutschlands. Bereits seit dem vergangenen Jahr arbeitet dort ein System, das Drohnen im verbotenen Luftraum aufspürt.

Am Frankfurter Flughafen jagt die Bundespolizei bereits seit dem vergangenen Jahr mit elektronischen Mitteln unberechtigte Drohnen und ihre Piloten.

Noch einmal verschärft hat sich die Aufmerksamkeit nach dem Vorfall von Leipzig, bei dem auf dem Flughafengelände eine Drohne mit einem Sprengsatz entdeckt worden ist. Etwas Derartiges hat es bislang am größten deutschen Flughafen nicht gegeben.

"Das ist natürlich eine neue Qualität", sagt ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Allerdings sei die Detektion und Abwehr von Drohnen Aufgabe insbesondere der Bundespolizei, mit der permanent man im engen Kontakt stehe.

Detektionssystem arbeitet bereits seit Monaten

Ein Sprecher der Bundespolizei in Frankfurt wollte nicht auf technische Einzelheiten eingehen. Er sagte nur: "Wir sind gewappnet." Klar ist, dass bereits seit dem vergangenen Herbst ein Detektionssystem am größten deutschen Flughafen installiert ist, das bereits mehrfach Drohnen in dem gesperrten Luftraum rund um den Flughafen entdeckt hat.

Erstmals wurde das am Morgen des Einheitstags im vergangenen Jahr öffentlich, als ein Mann am Flughafenzaun festgenommen wurde, der dort mit einer Drohne einen angeblichen Probeflug unternommen hatte. Seitdem soll es mehrere Drohnen-Zwischenfälle insbesondere in Nachbargemeinden des Flughafens gegeben haben, die noch in der Verbotszone liegen. Anlässe waren demnach Familien- oder Firmenfeiern, bei denen Drohnenbilder gemacht werden sollten.

Kritische Infrastruktur

Deutschlands größter Flughafen gehört zu einer Liste von acht Airports, die zur kritischen Infrastruktur des Landes gerechnet werden und besser gegen Ausspähung und Angriffe durch Drohnen geschützt werden sollen. Neben Frankfurt wurden die Flughäfen München, Berlin-Brandenburg, Köln/Bonn, Düsseldorf, Hamburg, Leipzig/Halle und Stuttgart genannt. Laut dem Luftverkehrsverband BDL sind bereits an mehreren Standorten Abwehrtechniken angeschafft worden und es laufen weitere Ausschreibungen.

Neben der Detektionseinheit in Frankfurt unterhält die Bundespolizei auch ein Drohnenabwehrzentrum in Berlin.

Drohnen-Zentrum entsteht am Kassel Airport

Wie Kritische Infrastruktur vor Drohnen geschützt werden kann, soll im neuen Hessischen Drohnenkompetenzzentrum (HDKZ) erforscht werden, das derzeit am Kassel Airport in Calden (Landkreis Kassel) entsteht. Das Zentrum soll Forschung, Erprobung, Qualifizierung und zivile Anwendung unbemannter Luftfahrtsysteme an einem Standort bündeln.

Das Land Hessen fördert das HDKZ unter der Leitung der Technischen Universität Darmstadt mit acht Millionen Euro. Wissenschaft, Unternehmen, Start-ups, Behörden, Sicherheitsorganisationen und Betreiber Kritischer Infrastrukturen sollen dort gemeinsam neue Technologien für Drohnendetektion, Lagebilderstellung und Drohnenabwehr unter realen Einsatzbedingungen entwickeln und erproben und deren Anwendung durch Training und Qualifizierung vorbereiten.
© dpa | Abb.: Fraport | 08.08.2026 15:49


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