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Der Plastiksprengstoff wird bei kommerziellen Sprengungen eingesetzt. Semtex gelangte während es Kalten Kriegs mehrmals in die Hände von Terroristen - so wurde der Sprengstoff beim Lockerbie-Bombenanschlag auf ein Verkehrsflugzeug über Schottland im Dezember 1988 verwendet.
Der Flugverkehr auf der nördlichen Landebahn des Airports stand am Donnerstag weiter weitgehend still. In direkter Nähe der "Nordpiste" war die Polizei mit etwa 20 Wagen im Einsatz, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur beobachtete.
Dass die Polizeikräfte nach dem zweiten, bisher unbekannten Flugobjekt suchen, mit dem in der Nacht zu Mittwoch eine DHL-Maschine kollidierte, bestätigte die zuständige Generalstaatsanwaltschaft Dresden nicht.
Seit dem Morgen starteten und landeten Flugzeuge den Beobachtungen zufolge wieder auf der sogenannten Südpiste, die zuvor noch gesperrt war. Dort war in der Nacht zum Mittwoch die Drohne mit der Sprengvorrichtung entdeckt worden.
Sie befand sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen nahe einer ukrainischen Transportmaschine vom Typ Antonow An-124 Condor. Spezialisten der Bundespolizei entschärften die Sprengvorrichtung.
Nach dem Drohnenfund war auf dem Flughafen ein mutmaßlich zweites unbekanntes Flugobjekt mit einem Frachtflugzeug zusammengestoßen, das wegen der Sperrung der Landebahn wieder durchgestartet war. Bei der Maschine seien nach der Landung in Hannover leichte Beschädigungen festgestellt worden, hieß es. Die Suche nach diesem zweiten Objekt sollte nach Angaben des Landeskriminalamtes am Donnerstag fortgesetzt werden.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte am Abend von einer "neuen Gefahrenqualität" und einem "hybriden Anschlagsszenario" gesprochen.
Generalstaatsanwaltschaft: Höchste Priorität
"Das Ermittlungsverfahren und die polizeilichen Maßnahmen werden mit höchster Priorität geführt und dauern an", teilte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft mit. Weitere Auskünfte würden derzeit nicht erteilt. Offen blieb auch, ob die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe die Ermittlungen übernimmt. Diese ist unter anderem bei Terrorismus und Spionage zuständig.
Beim Bundesamt für Verfassungsschutz beschäftigt sich eine Sondereinheit mit dem Vorfall, wie ein Sprecher mitteilte. "Das Bundesamt für Verfassungsschutz, das Bundeskriminalamt, die Bundespolizei und die Landessicherheitsbehörden stimmen sich aktuell im gemeinsamen Zentrum zur Abwehr Hybrider Bedrohungen (GAZ-Hybrid) ab und analysieren den Sachverhalt gemeinsam", hieß es.
Experte: Bedrohung für kritische Infrastruktur
Der Dresdner Luftverkehrsexperte Hartmut Fricke stufte den Vorfall als neue Dimension der Bedrohung für kritische Infrastruktur ein. Anders als bei bisherigen Drohnenvorfällen gehe es nicht mehr allein um die Gefahr einer Kollision mit einem Flugzeug oder Schäden durch die Drohne selbst. Eine Sprengvorrichtung erhöhe das Gefahrenpotenzial erheblich, sagte der Professor für Technologie und Logistik des Luftverkehrs an der TU Dresden der Deutschen Presse-Agentur.
Sollte sich ein gezielter Anschlagsversuch bestätigen, zeige der Vorfall, "dass wir in der Entdeckung derart kleiner Objekte an kritischen Infrastrukturen noch nicht gut sind", sagte Fricke. Das gelte sowohl für die verfügbaren Technologien als auch für die Geschwindigkeit, mit der diese in der Praxis eingeführt würden.
Mehr Drohnensichtungen an deutschen Flughäfen
Die Zahl der Drohnensichtungen an deutschen Flughäfen ist im ersten Halbjahr 2026 deutlich gestiegen. Bundesweit wurden an den 15 internationalen Verkehrsflughäfen in den ersten sechs Monaten 166 der Flugobjekte gemeldet, wie aus Zahlen der Deutschen Flugsicherung (DSF) hervorgeht. Die meisten Vorfälle gab es am Berliner Hauptstadtflughafen BER (28) und am größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main (27). In Leipzig/Halle wurden 18 unerlaubte Fluggeräte gesichtet.
Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) hatte am Mittwochabend jedoch betont, dass es sich meist um Fälle unsachgemäßer Anwendung durch private Piloten handle. "Das war es diesmal nicht", fügte er hinzu.
© dpa, aero.de | Abb.: Antonov Airlines | 06.08.2026 15:48







Kommentare (5) Zur Startseite
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Und ob das in LEJ jetzt eine FalseFlag von unseren blau-gelben Nordstream-Freunden war oder nicht: "Cui bono?"
(Vielleicht um brenzlige Fracht direkt mit NATO-Frachtmaschinen ins Kriegsgebiet transportieren zu müssen, weil die Antonows ja unklar wären? Wer weiß...)
*Meld* ich weiß es!!
Die Schwurbler waren es. Ganz sicher, Herr Kommissar. Damit sie was zum drüber Schwurbeln und Raunen haben ...
Mal ernsthaft: Lesen den den Unsinn, den Sie schreiben auch manchmal?
Hallo Eric, ja, lese ich beim Tippen. Und ihren gelegentlichen Unsinn lese ich auch gleich mit. Vielleicht zeigt es ja die Zeit und Beharrlichkeit (wie z.B. bei Covid/Corona, NS2 u.a.m.) ob die Schwurbelei nicht eher den kleingeistigen Konformismus der Schwurbelbezichtiger offenlegt. Warten wir´s ab.
Und ob das in LEJ jetzt eine FalseFlag von unseren blau-gelben Nordstream-Freunden war oder nicht: "Cui bono?"
(Vielleicht um brenzlige Fracht direkt mit NATO-Frachtmaschinen ins Kriegsgebiet transportieren zu müssen, weil die Antonows ja unklar wären? Wer weiß...)
*Meld* ich weiß es!!
Die Schwurbler waren es. Ganz sicher, Herr Kommissar. Damit sie was zum drüber Schwurbeln und Raunen haben ...
Mal ernsthaft: Lesen den den Unsinn, den Sie schreiben auch manchmal?